Cannabis lindert chronische Schmerzen
Die neuesten Daten aus Deutschland zeigen: Cannabis‑Extrakte wie VER‑01 liefern signifikant bessere und verträglichere Schmerzlinderung als Opioide – und könnten 2026 erstmals als zugelassene Therapie für chronische Schmerzen in Europa verfügbar werden.
Cannabis lindert chronische Schmerzen – und übertrifft in Studien erstmals Opioide
Chronische Schmerzen gehören zu den häufigsten und belastendsten Gesundheitsproblemen weltweit. Schätzungen zufolge leben 1,5 bis 2 Milliarden Menschen mit anhaltenden Schmerzen, die länger als drei Monate bestehen und die Lebensqualität massiv beeinträchtigen können. Jahrzehntelang galten Opioide als Standardtherapie – trotz begrenzter Wirksamkeit, hoher Abhängigkeitspotenziale und schwerer Nebenwirkungen.
Neue Forschungsergebnisse aus Deutschland und internationale Phase‑3‑Studien zeigen nun deutlich: Cannabisbasierte Arzneimittel bieten nicht nur vergleichbare, sondern in vielen Fällen überlegene Schmerzlinderung – bei gleichzeitig besserer Verträglichkeit.
Cannabis‑Extrakt VER‑01 schlägt Opioide in zwei Phase‑3‑Studien
Ein deutscher Hersteller veröffentlichte 2025 die Ergebnisse zweier großer klinischer Studien zu VER‑01, einem Vollspektrum‑Extrakt aus Cannabis sativa. Die Resultate sind bemerkenswert:
- Signifikant stärkere Schmerzlinderung bei chronischen Rückenschmerzen im Vergleich zu niedrig dosierten Opioiden
- Verbesserte Schlafqualität und bessere Langzeitwirkung
- Deutlich weniger gastrointestinale Nebenwirkungen als unter Opioiden
- Höhere Gesamtverträglichkeit, insbesondere bei älteren Patient*innen
Die Studien wurden in Nature Medicine und Pain & Therapy veröffentlicht – ein starkes Signal für die medizinische Relevanz der Ergebnisse. Vertanical, der Hersteller, plant eine Zulassung in Europa und Großbritannien für 2026. Sollte diese erteilt werden, wäre VER‑01 das erste offiziell zugelassene Cannabis‑Arzneimittel zur Behandlung chronischer Schmerzen.
Deutsche Forscher bestätigen: Cannabistherapie ist Opioiden überlegen
Eine Analyse deutscher Schmerzforscher zeigt, dass Cannabistherapien in der Praxis bessere Ergebnisse liefern als klassische Opioidbehandlungen – insbesondere bei:
- chronischen Rückenschmerzen
- neuropathischen Schmerzen
- therapieresistenten Schmerzverläufen
Die Forscher betonen, dass Cannabispräparate weniger riskant, besser steuerbar und deutlich verträglicher sind als Opioide, die weiterhin hohe Risiken für Abhängigkeit, Atemdepression und Überdosierung bergen.
Real‑World‑Daten aus Deutschland: CBD‑reiche Extrakte wirken zuverlässig
Eine Auswertung des German Pain e‑Registry zeigt, dass CBD‑reiche orale Cannabisextrakte bei älteren Patienten mit therapieresistenten Schmerzen wirksam und sicher sind – und oft besser vertragen werden als THC‑dominante Präparate. Diese Daten unterstreichen, dass Cannabistherapie nicht nur in klinischen Studien, sondern auch im Versorgungsalltag überzeugt.
Warum Cannabis eine echte Alternative zu Opioiden wird
Die aktuelle Evidenz zeigt ein klares Bild:
- Wirksamkeit: Cannabisextrakte lindern Schmerzen mindestens so gut wie Opioide – oft besser.
- Sicherheit: Kein Risiko für Atemdepression, geringes Abhängigkeitspotenzial.
- Lebensqualität: Verbesserter Schlaf, weniger Nebenwirkungen, höhere Patientenzufriedenheit.
- Gesundheitspolitik: Mit einer möglichen EU‑Zulassung 2026 könnte Cannabis erstmals als reguläre Schmerztherapie etabliert werden.
Für Millionen Betroffene wäre das ein Wendepunkt.