Reisen mit Weed - Wo ist es riskant?

Valentina Lentz
28 Jun 2026

Cannabis kann den Urlaub verschönern – ob beim Sonnenuntergang am Strand, nach einer langen Wanderung, beim Erkunden einer neuen Stadt oder auf Festivals. Doch nicht überall auf der Welt wird die Pflanze toleriert. In einigen Ländern können schon kleinste Mengen zu extremen Strafen führen. Unsere aktualisierte Übersicht zeigt, wo ihr 2026 besonders vorsichtig sein solltet – oder besser komplett auf Konsum und Mitnahme verzichtet.


Viele Länder lockern – andere ziehen die Schrauben an

Während immer mehr Staaten Cannabis entkriminalisieren oder regulieren, bleiben einige Regionen extrem restriktiv. Besonders in Teilen Asiens und des Nahen Ostens drohen harte Strafen bis hin zur Todesstrafe. Die folgenden Länder gehören 2026 zu den gefährlichsten Orten für Cannabisbesitz.

Singapur – Null Toleranz und weiterhin Hinrichtungen

Singapur bleibt einer der gefährlichsten Orte weltweit für jeglichen Kontakt mit Cannabis. Der Besitz oder Konsum kann mit bis zu zehn Jahren Haft und hohen Geldstrafen geahndet werden. Für Schmuggel gelten drakonische Strafen: ab 500 Gramm Cannabis droht die Todesstrafe.

2023 sorgte die Hinrichtung von Tangaraju Suppiah international für Empörung. 2026 wurde erneut ein Mann exekutiert – diesmal wegen der Einfuhr von rund einem Kilo Cannabis. Singapur zeigt damit klar, dass es an seiner extrem harten Linie festhält.

Fazit: Absolutes No-Go. Nicht konsumieren, nichts mitnehmen, nicht riskieren.

Malaysia – harte Strafen, aber erste Reformansätze

Malaysia stuft Cannabis weiterhin als gefährliche Substanz ohne medizinischen Nutzen ein. Einige Politiker sprechen inzwischen über Entkriminalisierung – doch bis echte Reformen kommen, bleibt Malaysia extrem riskant: 

  • 20–50 g: 2–5 Jahre Haft  
  • Zusätzlich drohen Peitschenhiebe  
  • Größere Mengen können lebenslange Haft oder die Todesstrafe bedeuten

Indonesien – eines der strengsten Länder Südostasiens

Indonesien duldet keinerlei Drogenkonsum. 2015 wurden zwei Australier wegen Cannabis-Schmuggels hingerichtet. Die Gesetze sind seitdem nicht milder geworden:

  • Besitz von Cannabis: mindestens 4 Jahre Haft 
  • Schmuggel: extrem hohe Strafen  
  • Auch CBD/CBG werden wie harte Drogen behandelt

Philippinen – lebenslange Haft möglich

Cannabis und alle Extrakte sind verboten. Auch nach dem Ende der Duterte-Ära bleibt das Land extrem restriktiv:

  • 500 g Cannabis oder 10 g Harz: lebenslange Haft  
  • Hohe Geldstrafen  
  • Der „Krieg gegen Drogen“ hat eine brutale Geschichte

Saudi-Arabien – religiös begründete Härte

Saudi-Arabien verfolgt Drogenkonsum als „Verbrechen gegen Gott“. Touristen sollten hier keinerlei Risiko eingehen:

  • Haftstrafen für Ausländer  
  • Härtere Strafen für Einheimische  
  • Hinrichtungen bei schwereren Vergehen

Vereinigte Arabische Emirate – selbst CBD kann gefährlich werden

Die VAE haben eines der strengsten Antidrogengesetze der Region. Schon kleinste Mengen können zu massiven Problemen führen:

  • Besitz von Cannabis: bis zu 15 Jahre Haft  
  • 2021 wurde ein Brite wegen CBD‑Vape‑Ölen verhaftet

Türkei – harte Strafen trotz Tourismus

Die Türkei unterscheidet nicht zwischen „weichen“ und „harten“ Drogen:  

  • Besitz: bis zu 5 Jahre Haft  
  • Schmuggel: bis zu 15 Jahre

Hinweis: Auch medizinisches CBD kann zu Schwierigkeiten führen.

Brunei – Schariarecht und extrem hohe Strafen

Brunei verbietet alle psychoaktiven Substanzen, selbst Alkohol. Es gibt überraschenderweise Rehabilitationszentren, aber das macht die Gesetze leider nicht weniger hart:

  • <500 g Cannabis: bis zu 20 Jahre Haft  
  • >600 g: Todesstrafe möglich

El Salvador – harte Strafen in Mittelamerika

El Salvador ist eines der strengsten Länder der Region. Es gibt Diskussionen über medizinische Reformen, aber bisher keine Entspannung:
- 2 g Cannabis: 1–2 Jahre Haft  
- größere Mengen: 10–15 Jahre

Slowakei – eines der strengsten Länder Europas

Europa ist insgesamt sicherer – aber nicht überall. Auch Frankreich bleibt streng, aber die Slowakei ist 2026 klar das härteste EU‑Land, denn es unterscheidet nicht zwischen Cannabis und Heroin:
- Besitz kann zu mehrjährigen Haftstrafen führen  
- Keine Toleranzgrenzen

Fazit: Informieren, bevor ihr reist

Wenn ihr in eines dieser Länder reist, verzichtet am besten komplett auf Cannabis – selbst auf ärztlich verschriebenes CBD. Genießt stattdessen Kultur, Natur und Küche des Landes. Vor jeder Reise lohnt sich ein Blick in die aktuellen Drogen- und Betäubungsmittelgesetze, denn Unwissenheit schützt bekanntlich vor Strafe nicht.

Dieser Artikel bietet keinen vollständigen Überblick über alle restriktiven Länder, zeigt aber die Orte, an denen Cannabis 2026 besonders gefährlich werden kann.

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Valentina Lentz