Drogenaffinitätsstudie 2025: Cannabiskonsum junger Männer steigt

Mercedes.Frank
08 Jul 2026

Am ersten Juli wurden neue Zahlen zum Cannabis-Konsum junger Menschen hierzulande vom Robert-Koch-Institut veröffentlicht. Die Zahlen basieren auf der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG), der früheren Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.


Befragt wurden zwischen April und Juli 2025 7001 junge Menschen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren.

Cannabis-Konsum junger Menschen steigt moderat an

Und es wurde einmal mehr festgestellt, dass der Cannabis-Konsum seit Inkrafttreten des Cannabis-Gesetzes 2024 keine großen Veränderungen erfahren hat. Denn er steigt bei jungen Menschen, speziell bei jungen Männern, seit Jahren moderat an, so das Robert-Koch-Institut. Und dieser moderate Anstieg beim Konsum junger Männer ist schon seit 20 Jahren zu beobachten. Irgendein Effekt aufgrund der Gesetzesänderung sei nicht festzustellen gewesen. 

Andere Studien haben ein ähnliches Bild ergeben, nämlich einen allenfalls leichten Anstieg. Eine Studie der Universität Trier kommt sogar zu dem Schluss, dass der Konsum stabil geblieben sei.

Von den 18- bis 25-jährigen Männern gaben 31,6 % an, im vergangenen Jahr Cannabis konsumiert zu haben. Bei den Frauen dieses Alters beträgt der Anteil nur 18,8 %. Bei den 12- bis 17-jährigen jungen Männern waren es 7,2 %, bei den gleichaltrigen Frauen nur 4,6 %.

Unterschiede bei jungen Erwachsenen und Minderjährigen

Ein interessanter Aspekt der Umfragen war, dass es Unterschiede zwischen jungen Erwachsenen und Minderjährigen gibt. Denn bei jungen Erwachsenen steigt der Konsum leicht an, während er bei unter 18-jährigen rückläufig ist. Aber auch das ist nicht Neues, wie schon andere Studien gezeigt haben.

Das mag damit zusammenhängen, dass Präventionsmaßnahmen wie Angebote an Schule eben genau die Altergruppe der unter 18-jährigen erreicht. Aber eben nicht mehr jemanden mit 23 Jahren. 

Daher sollen sich in Zukunft auch mehr Präventionsprogramme an junge Menschen außerhalb der Schulen richten. Sie müssen also außerhalb der Schulen angeboten werden. Da gibt es derzeit aber gar nicht mal so viele. Das ist vermutlich aber auch eine Frage der Zahlen. 

Wenn die Zahlen der Konsumenten nicht großartig ansteigen, wird sich Anzahl der Maßnahmen wohl auch nicht unbedingt erhöhen. Das ist natürlich  auch immer eine Sache der Finanzierung. Aber erst Umfragen in den kommenden Jahren werden wirklich Aufschluss darüber geben, ob und wie sich der Konsum verändert.

Siehe auch

Wo wird weltweit am meisten Cannabis konsumiert?

Neue Studie: Jugendkonsum von Cannabis auf 20-Jahres-Tief

 

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Mercedes.Frank