Von Barcelona nach Bilbao: Die Spannabis beginnt ein neues Kapitel

Valentina Lentz
26 Apr 2026

Die Spannabis blickt auf mehr als zwei Jahrzehnte in Barcelona zurück. Seit ihrer ersten Ausgabe 2002 im Palau Sant Jordi und dem anschließenden Umzug in die Fira de Cornellà entwickelte sie sich zur größten Cannabis‑Messe Europas. In Spitzenjahren wie 2017 kamen bis zu 30.000 Besucher, und die Stadt bot mit ihren zahlreichen Social Clubs und einer lebendigen Szene den idealen Nährboden für ein internationales Branchentreffen.


Über mehr als zwanzig Jahre war die Spannabis ein fester Bestandteil der europäischen Cannabisszene – und Barcelona ihr Zuhause. Die Messe wurde 2002 erstmals im Palau Sant Jordi veranstaltet, zog aber bereits ab der zweiten Ausgabe dauerhaft in die Fira de Cornellà um, wo sie bis 2025 blieb. Barcelona wurde zum globalen Bezugspunkt – ein Ort, an dem Unternehmen, Aktivisten und Fachleute zusammenkamen und die Messe weit über das Gelände hinaus das Stadtbild prägte.

Cannabiskultur in Barcelona 

In dieser Zeit entwickelte sich die Spannabis zur größten Cannabis‑Messe Europas, mit einer Ausstellungsfläche von rund 18.000 m² und zeitweise bis zu 30.000 Besuchern, etwa im Jahr 2017. Barcelona bot dafür den idealen Nährboden: eine lebendige Szene, rund 200 Cannabis Social Clubs und eine internationale Community, die jedes Jahr Marken, Aktivisten, Fachleute und neugierige Besucher anzog. Die Messe wirkte weit über das Gelände hinaus – sie prägte das Stadtbild, brachte internationale Unternehmen mit lokalen Projekten zusammen und machte Barcelona zu einem globalen Treffpunkt der Branche.   

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©Freelentzer

Die letzte Spannabis in Barcelona (2025)

Die 22. Ausgabe im März 2025 markierte das Ende einer Ära. Vom 14. bis 16. März kamen über 25.000 Besucher - auch wenn es zum Teil in Strömen regnete - in die Fira de Cornellà, die seit 2002 das Zuhause der Messe gewesen war. Der geplante Abriss des Geländes machte einen Umzug unvermeidlich – und Barcelona verlor damit den einzigen Ort, der die Größe und Anforderungen der Spannabis erfüllen konnte.  

Die Ausgabe 2025 bot noch einmal alles, was die Messe auszeichnet: internationale Marken, Neuheiten aus Genetik, Vaporizer‑Technik, Extrakten und CBD‑Produkten sowie ein dichtes Programm aus Panels, Musik und Side‑Events.

Bilbao 2026: Ein Neustart mit starken Zahlen

Mit der 23. Ausgabe begann die Spannabis ein neues Kapitel im Bilbao Exhibition Centre (BEC). Vom 17. bis 19. April 2026 verwandelten mehr als 20.000 Besucher, rund 300 Aussteller und 3.000 akkreditierte Fachbesucher das BEC in einen der größten Cannabis‑Treffpunkte Europas.  

Die Messe wurde von spanischen Medien als „historisch“ und „mit außergewöhnlicher Resonanz“ beschrieben. Bilbao bot dafür die passende Infrastruktur: moderne Hallen, klare Abläufe und eine professionelle Organisation, die von Ausstellern und Besuchern gleichermaßen gelobt wurde.

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Ein neuer Standort mit eigener Dynamik

Mit dem Umzug nach Bilbao verändert sich nicht nur der geografische Rahmen der Spannabis, sondern auch das Umfeld, in dem die Messe stattfindet. Das Bilbao Exhibition Centre bietet moderne Hallen, klare Strukturen und viel Platz für Aussteller und Besucher. Die Stadt selbst bringt eine andere Energie mit: weniger touristisch, stärker industriell geprägt und mit einer eigenen, historisch gewachsenen Cannabis‑Community, die seit Jahren eng mit der baskischen Aktivismus‑ und Clubkultur verbunden ist.

Tatsächlich ist die Spannabis dem Baskenland nicht völlig neu. Bereits in der Vergangenheit gab es Spannabis‑Ableger in Bilbao, die parallel zur Hauptmesse in Barcelona stattfanden. Die Ausgabe 2026 ist jedoch das erste Mal, dass die Hauptveranstaltung vollständig dorthin verlegt wurde.

Was einige Besucher in diesem Jahr bemerkten, ist die sichtbarere Präsenz der baskischen Polizei, die bei Großveranstaltungen traditionell stärker vertreten ist. Diese Wahrnehmung tauchte vereinzelt in sozialen Medien auf. Die Messe verlief laut offiziellen Quellen jedoch regulär, gut organisiert und mit sehr positiver Resonanz - keine Berichte über besondere Zwischenfälle oder außergewöhnliche Maßnahmen.

Damit beginnt für die Spannabis ein neues Kapitel: ein Standortwechsel, der neue Möglichkeiten eröffnet, ohne die Identität der Messe zu verändern – und die Zahlen zeigen, dass die Veranstaltung auch außerhalb Barcelonas ihre Strahlkraft zu behalten scheint.

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Valentina Lentz