Wie CBD das Gehirn vor Acrylamid bewahren kann

Mercedes.Frank
05 Jan 2026

Aktuelle Studien legen nahe, dass Cannabidiol (CBD) eine schützende Wirkung auf das Gehirn vor schädlichen Umwelt- und Lebensmittelschadstoffen haben könnte. Insbesondere im Fokus: Acrylamid – eine Chemikalie, die fast täglich in unserer Ernährung vorkommt.


Die Belastung durch Umweltgifte ist ein fester Bestandteil des modernen Lebens. Eines dieser Gifte ist Acrylamid, das entsteht, wenn stärkehaltige Lebensmittel bei hohen Temperaturen frittiert, geröstet oder gebacken werden. Eine bahnbrechende Studie, die im Dezember 2025 im Journal of Neuroscience Research veröffentlicht wurde, gibt nun Hoffnung: CBD könnte die durch Acrylamid verursachte Neurotoxizität signifikant lindern.

Was ist Acrylamid und warum ist es gefährlich?

Acrylamid bildet sich ganz natürlich bei der sogenannten Maillard-Reaktion – etwa beim Backen von Brot, Frittieren von Pommes oder Rösten von Kaffeebohnen. Das Problem: Die Substanz überwindet mühelos die Blut-Hirn-Schranke. Einmal im Nervensystem angelangt, verursacht sie oxidativen Stress und Entzündungen. Langfristig stört dies die neuronale Kommunikation und wird mit der Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Die Studie: CBD im Test gegen die Neurotoxizität

Forscher der Universität Patras in Griechenland untersuchten in einem Tiermodell, ob die Verabreichung von CBD den schädlichen Auswirkungen von Acrylamid entgegenwirken kann. Hierbei wurden männliche Mäuse einer kontrollierten Acrylamidbelastung ausgesetzt.

Die Ergebnisse waren deutlich: Mäuse, die ausschließlich Acrylamid erhielten, zeigten:

  • Angstähnliche Verhaltensweisen und verminderte motorische Aktivität.
  • Biochemische Hirnschäden, verursacht durch einen Anstieg proinflammatorischer Zytokine (TNF-α und IL-6).
  • Gestörte cholinerge Signalübertragung, die für Gedächtnisleistung und Kognition essenziell ist.

Die schützende Rolle von CBD

Die Gruppe von Tieren, die zusätzlich zu Acrylamid mit CBD behandelt wurde, wies eine bemerkenswerte Resilienz auf. CBD konnte die Marker für oxidativen Stress senken und die körpereigenen antioxidativen Abwehrkräfte teilweise wiederherstellen. Besonders beeindruckend war die Wirkung auf das Verhalten: Die Angstzustände nahmen ab und die motorischen Fähigkeiten verbesserten sich signifikant.

Erhalt der Neuroplastizität durch BDNF

Ein Schlüsselergebnis der Forschung betrifft das Protein BDNF (brain-derived neurotrophic factor). BDNF ist entscheidend für die Neuroplastizität – also die Fähigkeit des Gehirns, sich anzupassen und neue Verbindungen zu knüpfen. Während Acrylamid den BDNF-Spiegel im Hippocampus drastisch senkte, konnte die Gabe von CBD diesen Rückgang stoppen. Dies deutet darauf hin, dass CBD nicht nur oberflächliche Symptome lindert, sondern tiefgreifende Schutzmechanismen für die neuronale Gesundheit aktiviert.

Ein potenzielles Therapeutikum gegen Umweltgifte

Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass CBD aufgrund seiner entzündungshemmenden und neuroprotektiven Eigenschaften ein hohes Potenzial als therapeutisches Mittel besitzt. Es könnte helfen, die moderne Belastung durch Umwelt- und Nahrungsmittelgifte abzufedern. Obwohl diese Ergebnisse aus Tiermodellen stammen, ebnen sie den Weg für klinische Studien am Menschen, um CBD als präventiven Schutz für unser Nervensystem zu etablieren.

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