Know to Grow: Nützlingskunde - Schwebfliegen

Soft Secrets
18 Jan 2019

Know to Grow: Mit Schwebfliegen Schädlinge im Zaum halten

Im Rahmen unserer kleinen losen Reihe zum Cannabisgrowing für Einsteiger fahren wir in diesem Artikel fort mit der Nützlingskunde. Diesmal sehen wir uns die Schwebfliegen an, Insekten, die aussehen wie zarte Wespen, die aber nicht stechen. Unseren Pflanzen können Schwebfliegen hilfreiche Dienste erweisen. Schwebfliegen sind häufige Insekten und kommen überall bei uns vor. Sie sind allerdings nicht käuflich zu erwerben. Ausgewachsene Schwebfliegen sind gelb, weiß oder orangefarben mit schwarzen Streifen und bis etwa 2 Zentimeter lang. Sie schweben über den Blüten, um den Nektar zu schlürfen – ähnlich wie Kolibris. Obwohl sie so ähnlich aussehen wie Bienen oder Wespen, stechen sie nicht und sind für den Menschen auch sonst nicht gefährlich. Ausgewachsene Tiere sind Pollensammler – es sind die Larven, die unsere Schädlinge bekämpfen. Die Larven sind schneckenähnliche Maden, grün oder grau gefärbt. Ein dunkles, klebriges Exkrement ist der beste Beweis für die Anwesenheit der Schwebfliegenlarve. Die Eier sind weiß und zylindrisch und werden einzeln an Stellen abgelegt, an denen viele Blattläuse leben. Schwebfliegen bevorzugen Blattläuse, obwohl sie auch Würmer, Raupen, Schmierläuse, Schildläuse und Thripse fressen. Die Larven kriechen über die Blattoberflächen und suchen nach Beute. Wenn sie ein Opfer gefunden haben, erfassen sie es, saugen es aus und häuten es. Eine Larve kann in einem Monat Hunderte von Insekten fressen. Große Schwebfliegen-Populationen können 70 bis 100 Prozent einer Blattlausplage bekämpfen. Die Puppen überwintern im Boden oder in Pflanzenresten und erscheinen im späten Mai oder Juni. Weibliche Fliegen legen ihre Eier an Stellen ab, an denen eine hohe Blattlausdichte herrscht. Die Brut schlüpft innerhalb von zwei oder drei Tagen, und die jungen Larven beginnen ihre Jagd. Sie ernähren sich für zwei oder drei Wochen, bevor sie sich verpuppen. Nach wiederum zwei Wochen erscheinen sie als ausgewachsene Schwebfliegen. Abhängig von der Spezies, können bis zu sieben Generationen pro Jahr produziert werden. Locke Schwebfliegen mit Nektar und Pollen produzierenden Pflanzen an, zum Beispiel mit Astern, Alyssum, Calendula, Kornblumen, Dill, Fenchel, Lavendel, Goldrute, Minze, Sonnenblumen, Zinnien und vielen anderen. Pflanze die Gewächse so, dass immer irgend etwas blüht und dein Garten das ganze Jahr über für Schwebfliegen attraktiv ist. Einige Arten ahmen Bienen und Wespen in Aussehen und Verhalten nach, um sich vor Fraßfeinden zu schützen. Eine Spezies wedelt mit den Vorderbeinen, um die Fühler einer Hornisse nachzuahmen. Ein genauerer Blick auf die Flügel verrät uns, um was es sich handelt. Bienen und Wespen haben nämlich vier Flügel, Fliegen zur zwei.
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