Warum ist Unterdruck im Growroom wichtig?
„Unterdruck“ ist ein Begriff, der beim Indoor-Anbau häufig verwendet wird, aber was bedeutet er eigentlich? Einfach ausgedrückt entsteht Unterdruck, wenn ein geschlossener Raum, wie beispielsweise der Anbauraum, einen niedrigeren Luftdruck aufweist als seine Umgebung. Man stelle sich vor, man benutzt einen Trinkhalm: Wenn man Luft heraussaugt, erzeugt man ein Vakuum, das Flüssigkeit in den Halm saugt.
Wie funktioniert Unterdruck im Growrom?
Im Zusammenhang mit Ihrem Anbauraum entsteht Unterdruck durch das Gleichgewicht zwischen der in den Raum einströmenden und der aus ihm ausströmenden Luft. Wenn der Abluftventilator mehr Luft absaugt, als der Zuluftventilator zuführt, entsteht ein Unterdruck. Man kann den Unterdruck visuell überprüfen, indem man nachsieht, ob die Seiten des Anbauzeltes konkav oder nach innen gezogen erscheinen – dies ist ein Anzeichen dafür, dass man erfolgreich Unterdruck erzeugt hat.
Was sind die Vorteile von Unterdruck für Pflanzen?
Wie trägt Unterdruck dazu bei, optimale Bedingungen aufrechtzuerhalten?
Die Schaffung einer Unterdruckumgebung im Grow-Raum ist aus mehreren Gründen entscheidend:
1. Regulierung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur:
Durch den Unterdruck wird heiße, feuchte Luft schnell abgeführt, wodurch eine stabile Temperatur und Luftfeuchtigkeit aufrechterhalten werden, die für ein gesundes Pflanzenwachstum wichtig sind.
2. Vorbeugung gegen Schimmel und Mehltau:
Durch die Regulierung der Luftzirkulation und der Luftfeuchtigkeit verringert der Unterdruck das Risiko von Schimmel- und Mehltaubildung und sorgt so für eine gesündere Umgebung für die Pflanzen.
3. Geruchskontrolle:
Der Unterdruck spielt auch eine wichtige Rolle bei der Beseitigung unerwünschter Gerüche. Durch den Einbau eines Aktivkohlefilters in das Absaugsystem kann man die aus dem Anbauraum austretende Luft gründlich reinigen und so verhindern, dass Gerüche in die Wohnung gelangen.
Wie kann man im Growrrom Unterdruck erzeugen?
Welche Ausrüstung benötigt man für Unterdruck?
Um Unterdruck zu erreichen, ist eine ausreichende Belüftung entscheidend. Folgendes wird benötigt:
1. Zwei Ventilatoren: Ein Zuluftventilator, um kühle, saubere Luft hereinzuführen, und ein Abluftventilator, um warme, geruchsbeladene Luft abzuführen.
2. Ventilatorgrößen: Der Abluftventilator muss leistungsstärker sein als der Zuluftventilator. So wird sichergestellt, dass mehr Luft austritt als einströmt, wodurch der Unterdruck aufrechterhalten wird. Mann kann einen größeren Abluftventilator anbringen, damit man ihn leise betreiben kann und dennoch über zusätzliche Leistung für extrem heiße oder feuchte Tage verfügt.
3. Überlegungen zur Luftkanalführung: Man kann in schallgedämmte Luftkanäle investieren, um Geräusche zu minimieren. Die Luftkanäle gerade und kurz halten, denn lange oder gewundene Abschnitte können den Luftstrom um bis zu 2 % pro Meter verringern.
Die Erzeugung von Unterdruck im Anbauraum ist mitentscheidend für die Optimierung der Pflanzengesundheit, die Regulierung von Luftfeuchtigkeit und Temperatur sowie die Geruchsbekämpfung. Wenn die Bedingungen gut sind, sollte es auch die Ernte werden.
Siehe auch