Echter Mehltau bei Cannabis: Vorbeugung und effektive Bekämpfung
Der Januar stellt Cannabisanbauer vor besondere Herausforderungen. Die kalte, feuchte Außenluft erhöht das Risiko für Echten Mehltau massiv – besonders in der kritischen Blütephase. Wenn dieser Pilz nicht sofort behandelt wird, kann er die gesamte Ernte vernichten.
Was ist Echter Mehltau?
Echter Mehltau ist ein Schlauchpilz, der als weißer, mehlartiger Belag auf Blättern, Stängeln und Blüten erscheint.
Optimale Bedingungen: Temperaturen zwischen 20-25 °C und eine Luftfeuchtigkeit ab 40 %.
Gefahrenzeit: Besonders von November bis März bei niedrigen Lichtstärken.
Schnelligkeit: Sporen können sich innerhalb von 72 Stunden nach der Infektion ausbreiten.
Symptome frühzeitig erkennen
Achtet auf weiße Flecken an den Blattspitzen und Unterseiten. Im fortgeschrittenen Stadium verfärben sich die Blätter braun, die Pflanze verkümmert und der Pilz greift auf die Blütenstände über – dies führt zum Totalverlust der Qualität.
Prävention: So schützt man die Pflanzen
Luftzirkulation: Auf ausreichend Abstand zwischen den Pflanzen achten.
Klimakontrolle: In der Blütephase die relative Luftfeuchtigkeit idealerweise bei 30 % halten.
Nachtmodus: Ventilatoren und Abluft müssen auch bei ausgeschalteten Lampen laufen, um stehende, feuchte Luft zu vermeiden.
Stärkung von innen: Die Zugabe von Diatomeenerde oder Flüssigsilikat stärkt das Zellgewebe und macht Blätter widerstandsfähiger gegen Pilzinfektionen.
Stickstoff reduzieren: Zu viel Stickstoff kurz vor der Blüte macht das Gewebe weich und anfällig.
Bekämpfung und Hausmittel
Falls ein Befall auftritt, ist schnelles Handeln gefragt:
Entsorgung: Befallenes Gewebe mit sterilen Werkzeugen entfernen und sofort außerhalb des Growraums entsorgen.
Hausmittel: Lösungen aus Backsoda (Natron), Wasser und einem Tropfen Bio-Seife oder eine Milch-Wasser-Mischung (Verhältnis 1:9) können helfen, den pH-Wert auf den Blättern so zu verändern, dass der Pilz abstirbt. Die Hausmittel sollten aber immer vorsichtig getestet werden, um die Pflanze nicht zusätzlich zu stressen.
Je weniger Grower ihre Erfahrung mit Mehltau machen desto besser.