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Japanischer Wasabi aus Österreich

Soft Secrets
27 May 2026

Versteckt zwischen den Bergen im Süden Österreichs geschieht etwas, das man eher in einem japanischen Gebirgstal erwarten würde als in einer Hightech-Indoor-Farm. Martin und Eszter kultivieren dort frischen Wasabi. Nicht in schlammigen Bergbächen, sondern in einem vollständig kontrollierten hydroponischen Indoor-System.


Genau das macht dieses Projekt so besonders. Denn echter Wasabi gilt weltweit als eine der schwierigsten Kulturpflanzen überhaupt.

Während immer mehr Spezialkulturen ihren Weg in Gewächshäuser und Indoor-Farmen finden, bleibt echter Wasabi eine Ausnahmeerscheinung. In der Natur wächst die Pflanze nur unter äußerst spezifischen Bedingungen: kühles, fließendes Wasser, konstante Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und vor allem nahezu keinerlei Spielraum für Fehler. Genau deshalb scheitert der kommerzielle Wasabi-Anbau so häufig.

 

Ein japanischer Gebirgsbach – nachgebaut im Indoor-System

Um diese natürlichen Bedingungen nachzubilden, entwickelten Martin und Eszter ihr eigenes rezirkulierendes Floating-System. Temperatur, Wasserqualität und Nährstoffversorgung werden darin permanent überwacht und angepasst.

Die Pflanzen starten als In-vitro-Kulturen, die direkt aus Japan importiert werden. Anschließend wachsen sie mehrere Monate, bis die Rhizome kräftig genug für die Ernte sind. Ein Teil der Pflanze bleibt dabei stets erhalten, wodurch die Pflanzen direkt erneut austreiben können. Dadurch ist eine erneute Ernte bereits nach fünf bis sechs Wochen möglich.

Der gesamte Prozess findet indoor statt: Anbau, Ernte, Verarbeitung und Verpackung.

Der frische Wasabi wird anschließend zu Pulver und Pasten weiterverarbeitet – für Restaurants, Lebensmittelunternehmen sowie Anwendungen im Food-, Wellness- und Gesundheitsbereich. Die Nachfrage nach hochwertigem, in Europa angebautem Wasabi steigt rasant, insbesondere weil immer mehr Spitzenköche nach echtem Wasabi suchen statt nach der bekannten grünen Meerrettichpaste, die häufig unter demselben Namen verkauft wird.

größte Wasabi-Anlage Europas

Präzision, Stabilität und vollständige Kontrolle

Laut Martin dreht sich beim erfolgreichen Wasabi-Anbau alles um Stabilität. Bereits kleinste Schwankungen in Wasserqualität oder Nährstoffbalance können die Kultur destabilisieren. Deshalb setzt das Team auf ein rezirkulierendes Hydrosystem, bei dem Konstanz und Präzision im Mittelpunkt stehen.

Für die Nährstoffversorgung entschieden sie sich schließlich für Produkte aus der Aqua-Linie von CANNA, ergänzt durch Produkte wie CANNA CALMAG AGENT und CANNA RHIZOTONIC. Laut den Growern erwies sich insbesondere die Stabilität der Nährlösung in Umlaufsystemen als entscheidender Faktor.

Die gesamte Anlage wird zudem größtenteils mit Solarenergie betrieben – besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass der komplette Betrieb von lediglich sechs Mitarbeitenden geführt wird.

 

Indoor Farming wird immer spezialisierter

Der Indoor-Anbau von Wasabi zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich Controlled Environment Agriculture weiterentwickelt. Während sich Indoor Farming früher hauptsächlich auf Salate und Kräuter konzentrierte, rücken heute zunehmend exklusive Spezialkulturen mit hohem Marktwert in den Fokus.

Gerade diese empfindlichen Pflanzen, die sich im Outdoor-Anbau nur schwer konstant kultivieren lassen, scheinen perfekt für vollständig kontrollierte Anbausysteme geeignet zu sein.

Die Vorstellung an sich wirkt beinahe surreal: Eine Pflanze, die traditionell in kalten japanischen Gebirgsbächen wächst, gedeiht heute in einer österreichischen Indoor-Farm – umgeben von Pumpen, Sensoren und schwimmenden Kultivierungsbecken.

Vielleicht liegt die Zukunft des Indoor Farmings gar nicht im Größerwerden. Wirklich spannend wird sie womöglich erst dann, wenn sie hochspezialisiert wird.

Besuch der größten Indoor-Wasabi-Farm Europas – PhytoniQ & CANNA
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