Deutsche Patienten bevorzugen Cannabis aus Apotheken
Eine Umfrage unter knapp 8000 deutschen Patienten, die medizinisches Cannabis nutzen ergab, dass eine überwältigende Mehrheit von ihnen es vorzieht, ihr medizinisches Cannabis in Apotheken zu kaufen. Die Umfrage wurde von der Bloomwell Group GmbH, einem der führenden europäischen Unternehmen im Bereich medizinisches Cannabis, durchgeführt.
Bloomwell befragte im September 2026 online anonym 7.913 Patienten, die medizinisches Cannabis nutzen. Die Befragung erfolgte auf nicht repräsentativer Basis, und es wurden anonymisierte Datensätze von Cannabis-Patienten im sechsstelligen Bereich sowie Verschreibungen im siebenstelligen Bereich analysiert.
Illegaler Erwerb belastet Patienten
„Die Befragten gaben an, dass der illegale Erwerb von Cannabis für sie 4,5-mal so belastend ist wie das Einlösen eines ärztlichen Rezepts für medizinisches Cannabis in einer Apotheke. Zudem äußerten sie Bedenken hinsichtlich der Qualität und Reinheit illegaler Produkte. Produkttransparenz, Information und Beratung sind ebenfalls wesentliche Gründe für sie, von der illegalen Selbstmedikation zu einer legalen, medizinisch begleiteten Behandlung mit medizinischem Cannabis überzugehen“, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
„Da die Preise für medizinische Blüten bei zwei Euro pro Gramm beginnen, ist die Therapie nun auch für Patienten erschwinglich geworden, deren Kosten seit Ende Juli 2026 nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden. Die Cannabis-Telemedizin ist hier die letzte Rettungsleine für die Patienten, steht jedoch erneut unter Beschuss durch das Bundesgesundheitsministerium“, fügte das Unternehmen hinzu.
Schwarzmarkt macht Menschen krank
„Der Schwarzmarkt macht die Menschen krank. Die Ergebnisse unserer Umfrage lassen sich kaum anders interpretieren. Stress, Verunreinigungen und eine ständige, unterschwellige Sorge belasten die Betroffenen erheblich. Diese psychischen und gesundheitlichen Folgen der erneuten Kriminalisierung finden in der öffentlichen Debatte viel zu wenig Beachtung. Stattdessen konzentriert sich die Debatte hauptsächlich auf unbewiesenen Missbrauch. Tatsächlich hat sich die breite Einführung der digitalisierten Cannabis-Therapie sehr positiv auf die Gesundheitsergebnisse ausgewirkt, allein schon durch die Verringerung der Risiken illegaler Selbstmedikation“, erklärte Dr. med. Julian Wichmann, Mitbegründer und Geschäftsführer der Bloomwell GmbH.
Von den 7.062 Patienten, die angaben, Erfahrungen sowohl mit medizinischem Cannabis aus der Apotheke als auch vom Schwarzmarkt zu haben, zeigte sich eine klare Präferenz für medizinisches Cannabis aus der Apotheke.
Apotheke immer besser als Schwarzmarkt
96,7 % geben an, dass medizinisches Cannabis aus der Apotheke „sauberer und reiner“ ist als Cannabis vom illegalen Markt.
98,2 % geben an, beim Bezug von Cannabis mit einem gültigen Rezept in einer deutschen Apotheke besser informiert und beraten zu werden als auf dem illegalen Markt.
94,4 % geben an, dass medizinisches Cannabis aus der Apotheke für sie günstiger ist als minderwertiges Cannabis auf dem illegalen Markt.
„Auf einer Skala von eins (kein Stress) bis zehn (viel Stress) bewerten die Befragten den illegalen Erwerb von Cannabis mit durchschnittlich 8,1. Den Bezug von ärztlich verschriebenem medizinischem Cannabis aus der Apotheke bewerten sie mit durchschnittlich 1,8. Der illegale Markt verursacht somit etwa 4,5-mal so viel Stress wie das Einlösen eines digitalen Rezepts in einer Apotheke. 79,8 Prozent nennen das „allgemeine Wohlbefinden“ als wichtigen Grund für legales medizinisches Cannabis. Zudem geben 77,8 Prozent an, Angst vor Verunreinigungen auf dem illegalen Markt zu haben, und 77,4 Prozent begrüßen die Produkttransparenz. Zwei Drittel nennen ausdrücklich gesundheitliche Gründe“, so Bloomwell.
Die Zahl der Menschen, die von illegalen Strukturen auf legale medizinische Verschreibungen umsteigen, wächst in Deutschland weiter. Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Mengen, die deutsche Apotheken über Bloomwell an Patienten abgaben, im dritten Quartal 2026 um weitere 50 Prozent.
Gleichzeitig ist auch der Preis für medizinisches Cannabis gesunken.
Und das wird in der zukünftigen Gesundheitspolitik hoffentlich auch zur Kenntnis genommen und entsprechend agiert. Cannabis kann eine hilfreiche Alternative zu herkömmlichen Medikamenten sein. Und in den allermeisten Fällen eine preiswertere.
Siehe auch
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