Petition: Gegen Diskriminierung von Drogenkonsumenten

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Die Diskriminierung von Drogenkonsumenten beenden: Auf der Plattform Open Petition hat Dr. phil. Dipl.-Psych. Christian Andreas Dombrowe eine neue Petition gestartet, in der er fordert, dass die Diskriminierung von Nutzern psychotroper Stoffe endlich aufhört.

Der Hauptpetent fordert:

  • eine grundlegende Reform des Betäubungsmittelgesetzes, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt.
  • die Anerkennung des Selbstbestimmungsrecht der BürgerInnen in Bezug auf die Entscheidung für oder gegen den Konsum psychoaktiver Substanzen.
  • den Schutz der Freiheit und der Menschenrechte aller BürgerInnen, die psychoaktive Substanzen konsumieren.
  • einen legalen, regulierten Markt für psychoaktive Substanzen zu schaffen. Die Produktion und Distribution solcher Stoffe sollte über Lizenzverträge von der Bundesregierung reguliert werden.
  • eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende, sachgerechte Informationspolitik zu psychoaktiven Substanzen.
  • die Begnadigung und Rehabilitation aller aufgrund von Drogendelikten verurteilten BürgerInnen.

Zur Begründung

Die repressive Drogenpolitik der Bundesregierung war über Jahrzehnte nicht erfolgreich (gemessen an ihrem eigenen Anspruch den Markt für illegale Drogen zu reduzieren) und hat großen gesellschaftlichen Schaden angerichtet. Es ist Zeit für einen Neustart.

Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) in seiner gegenwärtigen Form beruht auf Ideologie und nicht auf Wissenschaftlichkeit. Wie die von Prof. David Nutt im Jahr 2010 veröffentlichte Studie zur Gefährlichkeitsbewertung von Drogen eindeutig belegt, sind die im BtMG vorgenommenen Einteilungen und Bewertungen von Drogen nicht länger wissenschaftlich haltbar.

Diskriminierung von Bürgern aufgrund von Substanzkonsum steht nicht im Einklang mit Artikel 3 des Grundgesetz.

Diskriminierung beenden!

Christian Andreas Dombrowe erläutert:

Die Wahrnehmung der Gefährlichkeit gegenwärtig illegaler Drogen ist durch jahrzehntelange Desinformation und sensationalistische Medienberichterstattung völlig verzerrt.

Zur Orientierung: in Deutschland sterben jährlich 1.400 Menschen an den Folgen illegaler Drogen, wobei ein Großteil dieser Todesfälle vermeidbar wäre, wenn die KonsumentInnen wüssten was und wie viel sie von einer Substanz einnehmen. Aufgrund der Kriminalisierung des Gebrauches psychoaktiver Substanzen fehlen den KonsumentInnen diese Informationen meist. Die gegenwärtige Drogenpolitik ist ein mittelbarer kausaler Faktor bei jedem dieser Drogentoten. Demgegenüber stehen in Deutschland jährlich 74.000 alkoholbedingte Sterbefälle und 110.000 tabakbedingte Sterbefälle.

Wir argumentieren hier nicht für eine Alkohol- oder Tabakprohibition, sondern für eine realistische Perspektive auf die Gefährlichkeit derzeit illegaler psychoaktiver Substanzen.

Wie eine Substanz wirkt und wie gefährlich sie ist, hängt laut dem Neuropsychiater und Sucht-medizinischen Experten Carl Hart (2021) von vier Faktoren ab: Dosis, Applikationsweg, Set und Setting. Gegenläufig zu der in der politischen Öffentlichkeit viel bemühten Darstellung, liegt die Gefährlichkeit nicht in der Substanz selbst begründet.

Hier geht es zur Petition, die online gezeichnet werden kann.

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