Schulmedizin: Return of Cannabis!?

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Innerhalb der modernen Schulmedizin werden Cannabispräparate – abgesehen von wenigen Ausnahmen – noch nicht wieder regelhaft verwendet. Doch das war auch einmal anders. Vor gar nicht all zu langer Zeit …

Der Schweizer Apotheker und Cannabisexperte Manfred Fankhauser erklärt:

„Wie in den vorangegangenen Zeiten wurden auch zu Beginn des 19. Jahrhunderts vorwiegend Hanfsamen, ausnahmsweise das Kraut, pharmazeutisch genutzt. In den Arzneimittellehren der Zeit tauchen diese in bereits bekannten Rezepturen auf. Hauptsächlichste Anwendungsformen waren, neben dem extern angewandten Hanföl, Hanfmilch oder Hanftee. Beliebte Indikationen waren Gonorrhoe, Blasen- und Nierenkatarrh, Hepatitis und Diarrhoe“ (Fankhauser, Manfred 2002. Haschisch als Medikament, Schweizerische Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie, Seite 80).

Propaganda & Prohibition

Erst ab den 1930er-Jahren wurde der Hanf mit der von den USA ausgehenden Cannabisprohibition mit Nachdruck (und von groß angelegten Propaganda-Aktionen unterstützt) zur Teufelsdroge deklariert, was sich auch auf die medizinische Anwendung des Hanfs auswirkte.

Der deutsche Mediziner und Experte für Cannabis- und Cannabinoidmedizin Franjo Grotenhermen sagt dazu:

„Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts ist durch widerstreitende Aspekte gekennzeichnet. Die Diskreditierung von Cannabis als Rausch- und Genussmittel führte auch zur Diskreditierung des Einsatzes von Cannabis zu medizinischen Zwecken. Zudem trug die forcierte Entwicklung synthetischer Medikamente zur Verdrängung der Naturprodukte bei“ (Grotenhermen, Franjo 2015. Hanf als Medizin, Solothurn: Nachtschatten Verlag, Seite 27).

Nur ein Medikament ist zugelassen

Heute gibt es ein Cannabismedikament, das in Deutschland zugelassen ist: Sativex.

Hierbei handelt es sich um ein pharmazeutisch-medizinisches Spray, das aus einem alkoholischen Extrakt der Hanfpflanze besteht und ein recht ausgewogenes THC-zu-CBD-Verhältnis aufweist. In Deutschland und Österreich ist Sativex als Medikation bei Multipler Sklerose zugelassen. Die Finanzierung des Pharmakons wird bei genau dieser Diganose von den Krankenkassen übernommen.

Besser Zukunft?

Sicherlich werden auch die anderen Cannabinoide und Cannabis an sich in die zukünftige Schulmedizin wieder Eingang finden, es ist nur eine Frage der Zeit.

Interessanterweise sind einige der klassischen schulmedizinischen Pharmaka im menschlichen Körper mit den Cannabinoid-Rezeptoren assoziiert, zum Beispiel blockiert das Schmerzmittel Paracetamol (Acetaminophen) den CB1-Rezeptor und entfaltet dadurch sein schmerzlinderndes Potenzial.

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