Stärkt CBD die Immunabwehr?

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Wirkt antientzündlich, aber nicht gegen Viren

Text: Robert Brungert

THC kann in Deutschland außerhalb der Apotheken noch nicht legal gehandelt werden. Deswegen werden dem CBD geradezu Wunderheilkräfte zugesprochen, die es in vielen Situationen auch hat.

Wer an einer Autoimmunerkrankung leidet oder eine Organtransplantation hinter sich hat, muss seine Immunabwehr in den Griff bekommen. Cannabidiol drosselt die Immunabwehr, hat keine schwerwiegenden Nebenwirkungen und schädigt keine Organe. CBD ist das perfekte Medikament zum Drosseln der Immunabwehr. In der Virenzeit, also auch während der Covid-19-Pandemie, soll diese Immunabwehr jedoch möglichst gut funktionieren. Es müssen Antikörper gegen die Viren gebildet werden, damit ein Infekt überwunden wird. Mit einer schwachen Immunabwehr wird eine schwere Erkrankung mit schleppendem Verlauf um so wahrscheinlicher.

Werbliche Spammails erklären, dass CBD die Immunabwehr stärkt. Dieses stimmt nicht generell. Cannabis scheint die Immunabwehr zu stählern. Wer ständig zum Joint greift, wird tendenziell seltener krank. Das werden selbst einige Mediziner bestätigen, die Cannabis gerne weit mehr Patienten zugänglich machen möchten. CBD als Reinstoff oder als überwiegendes Cannabinoid wird jedoch die Immunabwehr drosseln. Da die Menschen unterschiedlich auf Cannabinoide reagieren, macht es bei einigen vielleicht einen kleinen, bei anderen einen großen Unterschied. Die eigene Beobachtung zeigt, dass ein Absetzen von CBD bei einem drohenden Infekt in der Erkältungszeit nahe liegt. Es scheint so zu sein, dass der Körper einem bereits sagt, dass CBD in diesen kritischen Tagen besser weggelassen wird.

Während der Covid-19-Pandemie gibt es auch Stimmen, die sagen, dass CBD entzündungshemmend wirkt. Damit könnte es sinnvoll gegen die Covid-19-Lungenentzündung eingesetzt werden. Diese tritt zum Glück nur bei schweren Verläufen auf. Genau wie Antibiotika könnte CBD also die Entzündung lindern, würde jedoch die Immunabwehr drosseln. Das schwächere Immunsystem kann weniger gut Antikörper gegen die Viren bilden. Covid-19 könnte erst recht einen schweren Verlauf nehmen..

Zum besseren Verständnis: Wenn eine vorbeugende Wirkung von CBD gegen SARS-CoV-2-Viren oder als Desinfektionsmittel erforscht wird, scheint es jedoch nicht um die innere Einnahme zu gehen. Das Cannabidiol soll die Blutbahn nicht erreichen.

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Der neue Pandemie-Alltag

Solange es möglich ist, sollte bei Covid-19 kein Medikament mit immunschwächender Wirkung verabreicht werden. Dies gilt auch bei anderen viralen Effekten. Wer nicht an einem Virus, sondern einem bakteriellen Effekt leidet, würde durch das antibakteriell wirkende CBD profitieren. Dabei könnte eine hohe Dosis möglicherweise die Darmflora belasten. In einer gesunden Darmflora leben Milliarden nützlicher Bakterien und zerlegen die Nahrung. Wenn diese sich weniger gut vermehren können oder absterben, belastet das den Organismus. Eine seltene CBD-Nebenwirkung ist deswegen die Diarrhö. Bei entzündlichen Darmleiden wirkt CBD lindernd. In den allermeisten Situationen wird eine normale CBD-Dosis nicht die Darmtätigkeit beeinträchtigen, sondern möglicherweise verbessern.

Genauso kann ein CBD-Öl oder -Extrakt als Creme oder auch orale Einname einige bakterielle Hautleiden lindern oder bei Wundheilung helfen. Bei offenen Wunden sind Bakterien, weniger jedoch Viren eine Gefahr.

Cannabis enthält zig Cannabinoide und viele weitere Wirkstoffe. Wer regelmäßig Marijuana raucht, in dem CBD nicht dominiert, wird seine Immunabwehr stärken. Bei HIV kann der Joint wahre Wunder bewirken, da er den Appetit anregt und die Stimmung hebt. Ein HIV-Patient wird jedoch keinen CBD-Strain wählen.

Eine schwere Autoimmunerkrankung ist so ziemlich das letzte, was einen plagen kann. Bei transplantierten Organen geht es sogar ums Überleben, da es Organspender nicht in Massen gibt. Wenn CBD als Reinstoff oder ein konzentrierter CBD-Strain die Immunabwehr drosselt, ist es ein Segen für unzählige Patienten und möglicherweise auch Allergiker, die ebenfalls an einer zu starken Immunabwehr leiden.

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Wenn CBD dominiert, drosselt es die Immunabwehr

Cannabis kann Wunder bewirken, es kommt auf die richtige Anwendung an. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung ohne viralen Effekt kann CBD möglicherweise zur Heilung beitragen. Bei einer durch SARS-CoV-2 ausgelösten Lungenentzündung sollte eine andere Therapie gewählt werden. Auch Cannabis wäre in diesem Moment kein geeignetes Mittel der Behandlung. Dieser scheint die Immunabwehr zwar zu stärken, das aber über Monate hinweg und nicht als Akutbehandlung. Dennoch kann ein CBD-armer Cannabisextrakt auch während einer durch SARS-CoV-2 ausgelösten Lungenentzündung die anderen Leiden lindern. Ob dies sinnvoll ist, kann dabei von Fall zu Fall verschieden sein.

Es gibt widersprüchliche Stimmen zu diesem Thema, und möglicherweise widersprechen sich einige medizinische Studien. Doch jeder kann sich als Nichtmediziner diese Frage stellen: Wenn CBD bei Autoimmunerkrankungen hilft, da es die Immunabwehr drosselt, weswegen sollte es dann gegen virale Effekte vorbeugen oder helfen?

Die logische Antwort heißt also, dass man mit CBD während der Grippezeit oder Covid-19-Pandemie vorsichtig dosieren soll. Kommt dieses Cannabidiol nur ergänzend im Strain oder Extrakt vor, kann es wie bei HIV vernachlässigt werden.

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