Medizin: Cannabis ohne Rausch

Trister

Kann Cannabis als Medizin auch ohne Rausch seine Wirksamkeit entfalten? Diese Frage stellen sich zurzeit viele Menschen, die von Hanfmedizin hören. Dabei ist die therapeutische Wirksamkeit in der Tat nicht von den psychotropen Effekten der Cannabispflanze abhängig.

Vielen Patienten hilft bereits eine Dosierung von Cannabisblüten oder entsprechenden Extrakten unterhalb der psychoaktiven Schwelle, also ohne Rausch zu induzieren. Das heißt, dass viele Betroffene, die von Cannabismedizin profitieren können, noch nicht einmal die psychischen Nebenwirkungen der Pflanze hinnehmen müssen. Und weitere Nebenwirkungen, abgesehen von weniger ausgeprägten Effekten wie einer vorübergehenden Mundtrockenheit, gehen von Cannabismedizin im Grunde nicht aus.

Rauschfrei par excellence: Cannabidiol

Dieser Tage ist aber ein weiterer Wirkstoff aus der Hanfpflanze immer wieder im Gespräch – gerade in der Schweiz. Es handelt sich um einen Cannabiswirkstoff (im Fachjargon als Cannabinoid bezeichnet) des Namens Cannabidiol, kurz CBD.

CBD weist, abgesehen von einer gewissen beruhigenden Wirkung, keine berauschenden Effekte auf. Es hat aber ein enormes medizinisches Potenzial.

In der Schweiz sind überdies Cannabissorten vollkommen legal, die hauptsächlich ebenjenes CBD aufweisen, dabei aber THC-Werte enthalten, die unterhalb von einem Prozent liegen.

Seit etwa einem Jahr können Erwachsene entsprechende CBD-Sorten im Tabak- oder Hanfshop, im Kiosk und andernorts erwerben. Ohne jede Angst vor Repression. Gerade Patienten, die von den mannigfaltigen medizinischen Qualitäten des Cannabidiol profitieren, haben damit eine wirksame Medizin zur Hand.

CBD wird zurzeit wissenschaftlich vielfach untersucht und hat sich als potenziell heilsam bei Angststörungen, Epilepsie, schizophrenen Psychosen, Bewegungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Entzündungen, Schmerzen und Spannungszuständen erwiesen. Außerdem kann es der Behandlung von Abhängigkeiten (THC, Nikotin und Opiate) dienen.

Verschreibungsfähige Substanz

Die medizinische Wirksamkeit von THC und auch der gesamten Hanfpflanze ist in vielerlei Hinsicht immer wieder belegt worden und wird nach wie vor wissenschaftlich stetig untersucht. In Deutschland ist Cannabis deshalb seit März 2017 eine verschreibungsfähige Substanz.

Cannabis und THC werden für die Therapie der unterschiedlichsten Erkrankungen und Symptome verwendet, sie sind in der Krebsheilkunde ebenso einsetzbar wie in der Behandlung von Nervenleiden. Sie können gegen Übelkeit und Erbrechen, Spastiken und Muskelkrämpfe, Schmerzen, Bewegungsstörungen, Entzündungen, Allergien, psychische Krankheiten, Glaukom, Ohrengeräusche (Tinnitus), Magen- und Darmprobleme, Epilepsie, Lungenleiden, Einschlafprobleme und weitere Leiden helfen.

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