Mit Handy-App Cannabis-Sucht beenden?

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Heute gibt es für alles eine App. Na gut, für fast alles. Apps sind Programme, die vor allem auf Handys bzw. heute auf Smartphones zum Einsatz kommen. Die Abkürzung App leitet sich vom Terminus “Applikation” (Anwendung) ab. Jetzt wollen Mannheimer Wissenschaftler eine solche Handy-App entwickeln, die Cannabis-Abhängigen helfen soll, von ihrer Sucht loszukommen.

Das berichtete die Stuttgarter Zeitung am 6. Juli 2020.

Eine Forschungsgruppe des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim sucht zurzeit 30 Probanden, die bereit sind, an der zur App-Entwicklung notwendigen Studie teilzunehmen. Die Teilnehmer sollten zwischen 14 und 30 Jahren sein und regelmäßig Cannabis konsumieren. Auf welche Art der Hanf eingenommen wird, soll dabei keine Rolle spielen. Wichtig ist, dass der Konsum regelmäßig, am besten täglich, stattfindet.

Fragwürdig ist das Einstiegsalter. Jugendliche von 14 Jahren sollten lieber nicht schon kiffen, da sich der Konsum auf die Entwicklung des Gehirns auswirken kann, wenn Personen bereits in so jungem Alter mit dem Cannabiskonsum beginnen.

Ziel der Studie sei es zu untersuchen, wie sich die allgemeine Verfassung der Konsumenten über mehrere Tage hinweg verändert – und ob das der Fall ist. “Mit den Ergebnissen soll es gelingen, den Teufelskreis zwischen Konsum, Stimmung und Suchtdruck zu durchbrechen”, berichtet die Stuttgarter Zeitung.

Mit Unterstützung der Handy-App soll dann durch spezielle Belohnungssysteme und mit Hilfe von diversen Atemübungen das Suchtverhalten beeinflusst und letztlich eingedämmt werden. So zumindest das heere Ziel.

Bis die App auf dem Markt erscheinen wird, soll es nach Angaben der Wissenschaftler noch einige Jahre dauern. Am Ende soll eine voll automatisierte App herauskommen, die Kiffern mit problematischen Konsummustern Hilfestellung geben soll. Die Stuttgarter Zeitung: “Wer mitmacht, der bekommt ein Leih-Smartphone, auf dem er täglich bis zu zehn Fragen beantworten muss. Eine Fragerunde dauert rund zwei Minuten” (Quelle: ebd.). Teilnehmende Probanden erhalten bis zu 30 Euro für ihre Statusmeldungen.

Hier geht es zum Artikel der Stuttgarter Zeitung.

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