Cannabismedizin im Mikroformat

Cannabis kann von manchen Patienten auch in sehr geringen Mengen verwendet werden. Denn eine recht unbekannte, bislang kaum erforschte und neue Variante des Gebrauchs von Cannabismedizin spricht sich allmählich unter Cannabispatienten herum: die Nutzung von Gras oder Hasch im Mikroformat – nämlich in Form von Microdosing.

Wie funktioniert‘s?

Manchen Patienten, vornehmlich Schmerzpatienten, berichten, dass die orale Einnahme einer sehr geringen Menge Cannabis – etwa in der Größe einer Erbse – ihre Schmerzen effektiver lindert als größere Mengen gerauchten oder verdampften Materials.

Das ist natürlich interessant, aber gleichzeitig schwer zu erklären, weil die aufgenommenen Wirkstoffe des Cannabis bei solchen Mengen im absoluten Mikroformat in Richtung homöopathischer Dosierung gehen.

Es gibt aber auch Patienten, die derart geringe Dosen verdampfen oder rauchen, meist in einer Pfeife und ohne Zusatz von anderen Stoffen, und über eine Verbesserung ihrer Symptome und Schmerzen berichten.

Nur Placeboeffekt?

Kritische Geister merken, wenn es um Mikrodosierung im Allgemeinen geht, gerne an, dass die Probanden vermutlich nur einem Placeboeffekt aufsitzen und sich die Verbesserung von Symptomen durch solch geringste Dosen nur einbilden.

Hier kann in der Tat niemand das Gegenteil beweisen, und eventuell haben die Kritiker sogar Recht.

In der Praxis ist es jedoch reichlich egal, ob die Wirksamkeit der Therapie effektiv pharmakologischer Natur oder nur eingebildet ist. Dem Migräniker wird es nämlich herzlich egal sein, aus welchem Grund seine Kopfschmerzen besser werden, Placebo hin, Placebo her.

Cannabis-Mikrodosierung in der Praxis

Um Cannabis-Mikrodosierung zu praktizieren, wird einfach ein kleines Stückchen Cannabisblüte oder Haschisch geschluckt.

Patienten gaben eine ungefähre Menge von bis zu etwa 0,1 Gramm an, also etwa hundert Milligramm Materials, das sie herunterschlucken und mit Wasser nachspülen.

Dieselbe Menge kann auch in einer Pfeife oder Wasserpfeife bzw. im Vaporizer inhaliert werden, dann allerdings ohne Zusatz von Tabak und anderen Stoffen. Die individuelle Menge muss jeder für sich selbst herausfinden.

Artikel: Microdosing zum Frühstück

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