Homöopathische Hanfprodukte: Ist das legal?

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Homöopathische Behandlung mit Cannabis: Was ist erlaubt, was nicht?

Der Cannabis-Experte und Mediziner Dr. Franjo Grotenhermen erklärt in seinem Buch „Die Behandlung mit Cannabis und THC‟ (Nachtschatten Verlag), wie es sich in Deutschland bis zur Änderung des Betäubungsmittelgesetzes im März 2017 verhalten hat. Denn Cannabis war bis zu diesem Zeitpunkt „als illegale Substanz eingeordnet, die nicht verschreibungsfähig ist‟.

Dies galt „sogar für homöopathische Cannabispräparate aus THC-reichem Hanf“, obwohl in den Potenzen keinerlei Cannabinoide nachweisbar sind.

Homöopathische Gesetze?

Die Gesetzeslage hat sich heutzutage geändert, denn inzwischen ist Medizinalcannabis eben doch verschreibungsfähig. Wie es um die arzneiliche Verwendung von Cannabis-Homöopathie steht, wurde bislang allerdings noch nicht weiter diskutiert.

Interessant ist in diesem Zusammenhang zu wissen, dass es homöopathische Arzneimittel aus potentem Cannabis sogar auf dem Schwarzmarkt gibt. Zwar stehen die Chancen eher schlecht, beim Dealer auf der Straße solche Cannabispotenzen zu bekommen. Wer sich aber in den inneren Kreisen der Psychonautenszene bewegt, der wird früher oder später eventuell auch an solche Pharmaka gelangen.

In Österreich und in der Schweiz gelten nach wie vor andere Gesetze, denn dort wurde Cannabis noch nicht als regulär verordnungsfähiges Medikament eingestuft.

In Österreich gelten Zubereitungen und Hanfprodukte als legal, die einen THC-Wert von 0,2 Prozent nicht überschreiten, in der Schweiz sind Hanfsorten mit einem THC-Gehalt bis zu einem Prozent erlaubt. Franjo Grotenhermen: „Eine arzneiliche Verwendung von Hanfprodukten ist zulässig, wenn ein psychischer Effekt ausgeschlossen ist, etwa bei homöopathischer Verwendung“.

Weitere psychoaktive Homöopathika

Wer sich eingehender mit der Thematik befasst, dem wird auffallen, dass nicht nur auch andere psychoaktive Pflanzen homöopathisch verwendet werden, sondern dass eines der klassischen psychedelischen Gewächse in der Fachliteratur als Ersatz für homöopathisches Cannabis angegeben wird: Die Rede ist vom meskalinhaltigen Peyote-Kaktus.

Dazu der Hamburger Ethnopharmakologe Christian Rätsch: „Als vergleichbare homöopathische Mittel (Beziehungen) gelten Belladonna (Tollkirsche), Hyoscyamus (Bilsenkraut) und Stramonium (Stechapfel), also die alten Hexenkräuter. Als Ersatzmittel gilt Anhalonium lewinii, der Extrakt aus dem mexikanischen Peyotekaktus, der botanisch Lophophora williamsii heißt‟ (Hanf als Heilmittel, Seite 165).

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