Schlafstörungen: Cannabis kann helfen

Hanfblüten-Essenzen

Eines der Hauptanwendungsgebiete, die auch heute von Cannabis bedient werden (auch im hedonistischen Rahmen, also bei Freizeitgenuss), ist die beruhigende und schlaffördernde Effektivität des Hanfes. Denn Cannabis ist ein gutes Mittel bei Schlafstörungen.

Deshalb gab es früher auch diverse Mittel, sogar Cannabistabletten, die als Schlafmittel, Beruhigungsmittel (Sedativa) und bei nervöser Übererregtheit verordnet werden konnten.

Hanf und Barbital?

Das Präparat „Satival-Zyma“ zum Beispiel enthielt sowohl Cannabis-Extrakt wie auch Barbital, das ist ein langwirkendes Derivat der Barbitursäure, also ein starkes Schlafmittel, das im Zusammenspiel mit Cannabis und bei unsachgemäßer Anwendung sicherlich so manchen Patienten nachhaltig ausgeknockt haben dürfte.

Barbiturate waren im 20. Jahrhundert lange Jahre beliebte Hypnotika (Schlafmittel), die bei Schlafstörungen verordnet wurden, sind aber seit 1992 in der Schweiz und in Deutschland nicht mehr als solche zugelassen und unterliegen dem Betäubungsmittelgesetz.

Barbital und Cannabis war sicher ein richtiger Hammer, auch wenn in der Packungsbeilage stand: „Satival-Zymal führt ohne schädliche Nebenwirkungen einen ruhigen und erfrischenden Schlaf von normaler Dauer herbei, bei dem ein klares und beschwerdefreies Erwachen erfolgt“. Eine Tablette galt als Beruhigungsmittel und Einschlafhilfe, zwei Tabletten als Schlafmittel.

Cannabis-Präparate

Weitere Cannabis-Präparate, die als Schlaf- oder Beruhigungsmittel Verwendung fanden, waren unter anderem Satival (ebenfalls Cannabis sativa und Barbital), Somnysat (bestand aus „Cannabissaft“, was immer das heißen mag), Plantival aus Leipzig (Dr. Schwabe) und Liquochloral, das aus Cannabisextrakt, Chloralhydrat, Bilsenkrautextrakt und Kalium bromatum bestand.

Das Produkt Necamurin, das in der pharmazeutischen Fabrik Gorgass im deutschen Zerbst 1933 hergestellt wurde, war einst ein Cannabis-Präparat der Veterinäre. Necamurin bestand aus vergiftetem Hanf, was auch immer das bedeuten mag, und wurde zur Tötung von Mäusen eingesetzt.

Mit Weed gegen Mäuse?

Die entsprechenden Gifthanf-Köder wurden ausgelegt, die cannabishungrigen Mäuse fielen darüber her, naschten daran und verstarben schließlich. Kurios, wofür der gute alte Hanf so herhalten musste.

Cannabis ist als vielseitige Medizin und sogar für eher eigenartige Anwendungen im Grunde unschlagbar. Ein echtes Universalmittel, fast ein bisschen wie Essigessenz, die man einerseits ins Essen rühren, andererseits zum Kloputzen verwenden kann.

Diese Vielseitigkeit des Cannabis ruft aber dann auch zuweilen so manchen Scharlatan auf den Plan. Denn es gab auch Mittel, die nur zweifelhafte Effekte bzw. Erfolge bei genauso zweifelhaften Indikationen aufwiesen. Das Präparat „Rad-Jo“ vom Rad-Jo-Versand aus Hamburg wurde als Pharmakon zur Erleichterung der Geburt und gegen Erbrechen in der Schwangerschaft angepriesen und mit massiven Reklameaktionen bekannt gemacht. In Wirklichkeit war der Nutzen des Produkts höchst umstritten und wurde wissenschaftlich sogar widerlegt (Fankhauser 2003: 156f.).

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