Cannabis Gardening ohne Chemie

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Cannabis Gardening outdoors: Prinzipiell sind schädliche Insekten eher ein nur geringer Risikofaktor im Outdoor-Gardening, da die Natur durchaus in der Lage ist, sich selbst zu regulieren.

Pflanzenschädlinge (z.B. die im Freien weniger gefährlichen Blattläuse, Spinn- oder Rote Milben, Schildläuse, Trauermücken und Weiße Fliegen) werden zu einem großen Teil von ihren natürlichen Feinden in Zaum gehalten.

Allerdings sind hungrige Gesellen, wie Schnecken, Raupen, Thripse (Blasenfüssler), Asseln, Erdflöhe, Ratten, Mäuse und diverse Käfer trotzdem eine Gefahr für Hanfpflanzungen.

Cannabis ist in den ersten zwei Monaten am meisten gefährdet. Die Pflanzen produzieren in dieser Zeit nämlich noch keine Cannabinoide. Später, etwa ab der neunten Woche, wenn die Pflanzen THC entwickeln, verschwinden viele der Schädlinge, vor allem Insekten, zumeist ganz von allein.

Cannabis Gardening – Prophylaxe

Die schädigenden Tierchen können auf verschiedene Weise von unseren Hanfpflanzen ferngehalten oder vertrieben werden. Eine natürliche Prophylaxe ist beispielsweise die Mischkultur. Marijuana wird zusammen mit anderen Pflanzen kultiviert. Am ehesten eignen sich Pflanzen, die z.B. ätherische Öle enthalten, und die somit einen starken Duft verströmen. In Frage kommen u.a. Minze-Arten, Gewürzpflanzen und sogar Zwiebeln und Knoblauch (und auch andere Lauch-Arten). Knoblauchknollen und ganze Zwiebeln können um die Hanfpflanzen in die Erde eingegraben werden, Minze- und Gewürzgewächse platziert man idealerweise als Pflanzung um das Cannabis herum.

Minze ist ein guter Schutz vor Insekten – auch beim Cannabis Gardening. Der aromatische, mitunter beißende Geruch vertreibt viele der Plagegeister, sogar Mäuse sind vom Minzduft angewidert.

Nützlinge

Eine weitere Methode, die draußen glücklicherweise auch von Mutter Natur selber vorgenommen und organisiert wird, sind Nützlinge, also die oben schon angesprochenen natürlichen Feinde der Schädlinge. Einige Insekten erweisen in diesem Zusammenhang gute Dienste (z.B. fressen Marienkäferlarven unglaublich gern Blattläuse) aber auch Vögel, wie Eichelhäher, Rotkehlchen, Stare, Spatzen, Meisen und Schwalben oder Amphibien und Reptilien, wie Frösche, Kröten, Lurche, Echsen und sogar Schildkröten ernähren sich gern von Hanffressern. Wer die Möglichkeit hat, kann auch Enten und Hühner durch die Plantage schicken; die Vögel sind perfekte Helferlein gegen Cannabisschädlinge!

Hausmittel und Fallen

Einge Grower bereiten sich fürs Cannabis Gardening natürliche, also pflanzliche Spritzlösungen aus Gewürzpflanzen, Kräutern und ähnlichem. Oftmals werden Auszüge bzw. Aufgüsse aus Knoblauch, Pfeffer, Ceyenne, Zwiebel, Tabak, Rettich oder Kaffee, auch gern in Kombination, hergestellt, mit denen die Cannabispflanzung besprüht werden.

Beispiel: Kräuterlösung fürs Cannabis Gardening

Im Hanf-Handbuch findet sich eine feine Anleitung zur Herstellung eines ökologischen Spritzmittels von Tanja Tütner: „Ein Kilogramm frische Kräuter wie Brennesseln (sic!), Rainfarn, Ackerschachtelhalm oder 100 Gramm getrocknete Kräuter in 10 Liter Wasser einen Tag (24 Stunden) einweichen. Dann alles eine halbe Stunde kochen lassen. Durchsieben und je nach gewünschter Wirkungsweise nach dem Abkühlen weiter verdünnen. Zum Düngen verdünnt man im Verhältnis 1:10 mit Wasser, zum Spritzen noch mehr, nämlich 1 zu 20. Farnkraut-Brühe kann unverdünnt gespritzt werden.“

Eine weitere Möglichkeit der Schädlingsbekämpfung sind Fallen unterschiedlichster Art. Bier- oder Hefefallen, speziell für Schnecken, sind relativ populär, allerdings mindestens genauso fies, da die Tiere im Alkohol ertrinken. Im Gartenmarkt oder im Growshop kann man gelbe oder blaue, viereckige Leimtäfelchen kaufen, die nach dem Prinzip Fliegenfänger funktionieren. Diese sind meistenfalls gegen Trauermücken und Thripse wirksam.

Am wenigsten brutal ist die Methode, Tierchen von Hand abzusammeln oder einfach Pappe um die Pflanzen auszulegen. Dreht man nach einiger Zeit, besonders am frühen Morgen, die Pappe um, so hängen ein Menge Käfer, Raupen, Asseln, Schnecken usw. darunter, die man auf diese Weise wunderbar aus seinem Garten entfernen kann. Auch ein Zaun oder Zäunchen aus Fliegengitter oder Kükendraht kann hilfreich sein. Zieht man sein Kraut nicht im eigenen Garten, sondern irgendwo im Wald, können gegen Rehe, Kaninchen und andere schreckhafte, menschenscheue Tiere abgetragene Kleidungsstücke oder auch Hundefell um die Plantage ausgelegt werden. Die Maßnahme bewirkt den Vogelscheuchen-Effekt – verscheucht die Tiere, ohne sie zu verletzen oder gar zu töten und sollte deshalb auch in jedem Fall einen Versuch wert sein.

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