Cannabis-News Deutschland, Schweiz und Österreich

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Text: Markus Berger

Medizinalcannabis: Verarbeitung im Kriegsbunker

In Kürze wird die erste Charge deutschen Medizinalcannabis erwartet. Bis es soweit ist, erhalten Patienten therapeutischen Hanf aus Importbeständen, zum Beispiel aus Portugal und Kanada. Diese werden von der Firma „Bavaria Weed“ aus Starnberg in einem Kriegsbunker auf dem ehemaligen Militärgelände des Fliegerhorstes in Leipheim verarbeitet und für den Vertrieb verpackt. Die Auflagen und Sicherheitsvorkehrungen, die von der deutschen Bundesopiumstelle zur Bedingung für die medizinische Cannabisverarbeitung gemacht worden waren, sind streng. So sehen sie unter anderem vor, dass die Einrichtung, in der die Hanfblüten gelagert und fertig gemacht werden, einbruchssicher sind. Daher finden sich in der Bunkeranlage nicht nur meterdicke Wände und Stahltüren. Auch Überwachungskameras sind überall installiert und jeder Mitarbeiter muss sich in regelmäßigen Abständen einem Drogenscreening unterziehen. Die aus dem Ausland angelieferten Blüten werden zunächst im Labor kontrolliert. Erst wenn sie von dort aus als einwandfrei deklariert wurden, dürfen sie für den Vertrieb an die Apotheken weiterverarbeitet werden. Quelle: www.br.de

„Cannabis ist kein Brokkoli“

Die neue Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) hat es genau wie ihre Vorgängerin Marlene Mortler nicht leicht. Wie auch, wenn man als Abgesandter der drogenpolitisch verantwortlichen Regierungskreise so ganz und gar überhaupt nichts zum Thema beizusteuern weiß, außer hohle Phrasen? Wie schon Mortler gerät auch Daniela Ludwig durch ihre inkompetenten und lächerlichen Aussagen ins Kreuzfeuer derjenigen, die sich für eine vernunft- und wissenschaftsbasierte Drogenpolitik einsetzen. Mit der Kampagne „Kiffen ist nicht cool“, die sich gegen den Konsum von Cannabis richtet, hat Ludwig nun für medialen Wirbel gesorgt, indem sie sich öffentlich äußerte, dass Cannabis kein Brokkoli ist. Wie Vorgängerin Mortler verharmlost dabei auch Ludwig den Alkohol. Fakt ist, dass Daniela Ludwig sich durch solche Aktionen weder beliebt macht, noch dass sie damit irgendetwas zu erreichen in der Lage ist. Auch Kinder und Jugendliche – gerade die jungen Leute – sind heutzutage binnen Sekunden fähig, sich über die freien Medien selbst ein Bild zu machen. Die Zeiten der alleinigen Vorherrschaft des Fernsehens sind vorbei. Auch eine Daniela Ludwig bzw. ihre Regierung wird das eines Tages verstehen. So macht man keine Politik für mündige Menschen. Quelle und Infos: lucys-magazin.com; blogs.taz.de/drogerie

Corona: Events fallen reihenweise ins Wasser

Auch im Herbst ist, was Corona betrifft, noch keine wirkliche Entspannung in Sicht. Nach wie vor werden alle Veranstaltungen in Deutschland abgesagt, zuletzt die Mary Jane Hanfmesse in Berlin, die im September hätte nachgeholt werden sollen, nachdem im Frühjahr und Sommer alle Events abgesagt werden mussten. Bis zuletzt hatten die Veranstalter gehofft, die Expo unter freiem Himmel doch durchführen zu können. Doch sogar Aussteller hatten sich dafür stark gemacht, dass alle Hanfmessen, die für das Coronajahr angekündigt gewesen waren, auf 2021 verschoben werden. Zu groß ist die Gefahr, dass die teilnehmenden Unternehmen den Aufwand letztlich doch umsonst betreiben, da die Covid-19-Pandemie noch nicht gebannt ist. Quelle: www.hanfverband.de; maryjane-berlin.com

Schweiz: Petition für gerechtere Drogenpolitik

In der Schweiz läuft zurzeit eine Petition „Für eine gesetzeskonforme Drogenpolitik. Art. 19b BetmG: Nicht strafbar soll nicht strafbar sein“, die sich an Frau Bundesrätin Karin Keller-Sutter richtet. Die Hauptpetentin Silvia Zwahlen ist Cannabisaktivistin und Inhaberin des privaten Hanfmuseums Tägerig, das seit 1996 besteht. Die Petition behandelt die Artikel 19a, Ziff. 2. und Artikel 19b, Ziff. 2. BetmG: Wer nur eine geringfügige Menge eines Betäubungsmittels für den eigenen Konsum vorbereitet oder zur Ermöglichung des gleichzeitigen und gemeinsamen Konsums einer Person von mehr als 18 Jahren unentgeltlich abgibt, ist nicht strafbar. In leichten Fällen kann das Verfahren eingestellt oder von einer Strafe abgesehen werden. Es kann eine Verwarnung ausgesprochen werden. Dies wird in der Schweiz zurzeit so nicht einheitlich umgesetzt, und genau dagegen richtet sich die Petition. Silvia Zwahlen benötigt 100.000 Mitzeichner, damit die Petition vom zuständigen Ausschuss bearbeitet werden kann. Bisher sind nur wenige Hundert Unterschriften gesammelt. Quelle: www.openpetition.eu; www.hanfmuseum.ch

Österreich: So denken die Österreicher über Cannabis

In Österreich wird genauso über Cannabiskonsum, Drogenpolitik und Hanf als Medizin diskutiert wie in anderen Ländern. Jetzt hat das österreichische Gesundheitsportal netdoktor.at im Auftrag von C³ Ethics Austria GmbH (künftig Spectrum Therapeutics Austria GmbH) eine entsprechende Onlinebefragung österreichischer Bürger durchgeführt. Knapp 85 Prozent Teilnehmer an der Umfrage haben Produkte wie CBD-Öle oder Hanfcremes gekauft. Über 70 Prozent sprechen sich für die Anwendung von Cannabis zu therapeutischen Zwecken aus. Mehr als 74 Prozent von diesen Befragten glauben, dass insbesondere im Bereich der Humanmedizin aktuell das größte Potenzial für Cannabis gegeben ist, 14 Prozent der Teilnehmer sehen in den Bereichen Kosmetik und Wellness den Haupteinsatzbereich des Hanfes. Freiverkäufliche CBD-Öle würden, so die Umfrageteilnehmer, vor allem zur Schmerzlinderung, bei Schlafstörungen und innerer Unruhe helfen. 36 Prozent der weiblichen und 43 Prozent der männlichen Befragten halten die Nutzung von CBD-Produkten bei Epilepsie im Kindesalter für wirksam. Mit mehr als 68 Prozent sind die meisten Teilnehmer der Umfrage der Ansicht, dass Hanfmedizin eine sinnvolle Ergänzung konventioneller Medikamente darstellt. Quelle: www.ots.at

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