Indoor-Anbau mit einem erweiterbaren LED-Kit

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Ein Versuchsanbau mit Do-Sweet-Dos

Druida. Photos: MesMais

Wir sprachen mit MesMais, einem langjährigen Indoor-Eigenanbauer, der im cannabiscafe.net Forum für seine Versuchsanbaue bekannt ist. Er hat mehrere mit dem Photosystem LED Lighting System ausgestattete Anbaukulturen getestet, das sich durch seine hervorragende Arbeitsleistung und einen recht günstigen Preis auszeichnet. Zudem ist es sehr modular, was bedeutet, dass man mit einer einzigen LED den Anbau beginnen kann, um dann nach Bedarf die Anzahl der Beleuchtungseinheiten zu erhöhen, wann immer es angebracht ist. Noch nie zuvor war hochwertige LED-Beleuchtung so erschwinglich. Die in diesem Bericht gezeigten Fotos stammen aus einem Versuchsanbau von Sweet Seeds' Do-Sweet-Dos.

MesMais ist ein Veteran unter den Cannabiscafé-Forumlern, seit 2003 dort registriert. Er sagt: “Als Haschisch-Konsument war ich sehr daran interessiert, mehr über diese Pflanze zu erfahren. Ich wollte den Drogenhandel nicht mehr unterstützen und mich besser um meine Gesundheit kümmern. Wie ich mich erinnere, erzählte mir mein Bruder eines Tages von cannabiscafe.net und ich zögerte keine Sekunde, mich zu registrieren, da ich sah, wie gut die Atmosphäre dort war. Cannabiscafe war damals die größte Online-Enzyklopädie über Cannabis, von der ich lernen konnte; großartige Grower, die besten, und Leute, die sich sehr für die Legalisierung einsetzten, von dem Wunsch beseelt, zu einem besseren Verständnis zu gelangen und Wissen zu teilen”.

Beleuchtung

Nach Jahren mit NDL- und dann LEC-Lampen dachte er immerfort, es lohne sich nicht, eine große Investition mit LEDs zu tätigen, er war nicht bereit, sich auf Veränderungen einzulassen. Dank der Hilfe seiner Cannabiscafe-Kumpel – und als er die Ergebnisse von Growern sah, die LEDs von Photosystem einsetzten – wurden ihm die Augen geöffnet. Die Investition war nicht so groß und die Vorteile waren vielfältig: mehr Beleuchtungseinheiten, niedrigere Temperatur, geringere Kosten und eine längere Lebensdauer. Als Photosystems einen Raum im Cannabiscafe.net eröffnete, las er viel über die LEDs in ihrem Katalog und entschied sich schließlich für den Kauf eines sehr einfach zu montierenden Bausatzes, der dann erweitert wurde.

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Anbau mit einer Leuchtstofflampe und einem LED-Streifen in einem Mini-Zelt

 

Je nach Wachstumsstadium und Größe der Pflanzen beginnt er in der Regel mit 4000K (Kelvin)-LEDs, die in einem größeren Abstand platziert werden. Beim Wechsel der Photoperiode fügt er 2700K hinzu und variiert dadurch auch das Lichtspektrum ein wenig. In diesem Fall begann er mit 4 CRI 97, 4000K, 50W. Als er die Photoperiode veränderte, verstärkte er die Beleuchtung mit einer weiteren CRI 97 2700K Einheit von 50W, und nach einigen Tagen, als die Blühphase einsetzte, erweiterte er das System mit 4 CRI 97 von je 30W. Obwohl es im Falle von LEDs vorzuziehen wäre, in Mikromol (μmol) statt Lumen zu messen, verwendet er immer einen Luxmessgerät, um Referenzwerte zu bekommen.

Bei diesem Versuchsanbau trat ein Fall von falschem Albinismus auf, d.h. eine Pflanze hatte eine weiße Spitze, ohne tatsächlich ein Albino zu sein. Es handelte sich lediglich um ein Exemplar in der Mitte des Grow-Zeltes, das von allen Seiten Licht erhielt. Überdies nutzte er einige Tage lang eine 50W-LED in sehr kurzer Entfernung und so dachte er, es sei auf zu viel Lichtstrahlung zurückzuführen. Das Problem wurde durch einen einstellbaren Regler gelöst, mit dem er die Leistung auf 30W herabsetzte (und damit überschüssiges Licht vermied).

Do-Sweet-Dos

Für diesen Anbau nahm er die Do-Sweet-Dos von Sweet Seeds. Diese Sorte stammt von einem Nachkommen der Girl Scout Cookies ab, nämlich der OG Kush Breath, gekreuzt mit Face-Off OG. Die endgültige Hybride ist sehr OG-beeinflusst, mit einem ausgeprägt amerikanischen Aroma und einer hohen Produktion von Trichomen, was eine starke Wirkung hervorruft. Sie ist einfach anzubauen und liefert sehr kompakte Blütenstände.

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Do-Sweet-Dos Wachstum

 

Während der Blühphase hatten die Versuchspflanzen bis zum Ende schöne, längliche, harte und harzige “Knüppel” entwickelt. MesMais kommentierte, die Pflanze sei “leicht anzubauen, stabil, anspruchslos, großzügig und in zufriedenstellender Weise zu ernten. Ich würde sagen, sie ist resistent gegen Echten Mehltau und Botrytis”.

Installation

Seiner ursprünglichen Philosophie folgend, hat MesMais immer eine ökologisch-saubere Autarkie angestrebt, mit möglichst gesunden Pflanzen und ohne viele Komplikationen. Er nutzt gewöhnlich einige Grow-Zelte, LEDs, zwei Ventilatoren, Heizgeräte, einen Luftentfeuchter, einen Luftabzug und passive Luftansaugung/-absaugung.

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Reife Do-Sweet-Dos

 

In den ersten 15/30 Tagen werden die Pflanzen in einem 50x50x50 cm großen Grow-Zelt mit zwei 55W-Leuchtstoffröhren gehalten. Wenn nötig, fügt er ein paar LED-Streifen hinzu. Dies erleichtert für die Pflanzen die erste Wachstumsphase. Hier können sie weiter wachsen, während das größere Zelt von den reifenden Pflanzen besetzt ist. Dieses letztere Zelt, das für die letzten Tage des Wachstums und für die gesamte Blütephase genutzt wird, ist 80x80x160 cm groß und mit LEDs ausgestattet. Darin kultiviert MesMais neun Pflanzen in Stofftöpfen.

Klima

Die Grow-Zelte stehen außerhalb seines Hauses, im Hof – in einer Gegend mit extremem Wetter, so dass es sehr schwierig ist, Temperatur und Luftfeuchtigkeit stabil zu halten. An manchen Tagen kann die Temperatur ein Minimum von 5°C, an anderen Tagen ein Maximum von 34°C erreichen; die Luftfeuchtigkeit kann zwischen 40% und 80% schwanken. Daher werden seine Anbaupflanzen – ob im Herbst, Winter oder Frühling – immer vom lokalen Klima beeinflusst. Er sieht sich daher gezwungen, Luftfeuchtigkeit, Heizung, Be- und Entlüftung anzupassen, um günstige Umgebungsbedingungen aufrecht zu erhalten.

Beschneiden und Verwendung von Netzen

Im Verlauf des Anbaus beschneidet er mehrmals tief sitzende Zweige und Blütenstände. Beschneiden der unteren Zweige erleichtert das Gießen oder jede andere Aktion, die im Substrat durchgeführt werden muss, wie z.B. Düngung oder Reinigen. Das Beschneiden von Zweigen kann der Pflanze auch helfen, oben bessere Blütenstände zu bilden. In Innenräumen blüht es in den unteren Teilen der Pflanzen nicht ebenso stark, sie werden oft für Extrakte verwendet. Um große Einbußen zu vermeiden, entfernt MesMais im unteren Bereich daher die Knospen. Diese Aktion hat den gleichen Zweck wie das Beschneiden, d.h. Zeitverlust wird vermieden und der Pflanze geholfen, ihre Energie auf die Zweige und Blütenstände zu konzentrieren, die verbessert werden müssen, da die Lichtdurchdringung schwächer ist als beim Anbau im Freien. “Sobald man weiß, welche Größe sie erreichen werden, bedeutet alles, was in den unteren Bereichen wächst, Zeitverschwendung und Schwächung der Produktivität”, meint MesMais.

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Beschneiden von weniger wichtigen Blütenknospen

 

Er verwendet ein einfaches, effektives und abnehmbares Netzsystem mit Gummibändern und Ringverschlüssen für Getränkedosen. Der Zweck dieser Vorrichtung besteht darin, zu vermeiden, Stützen in das Substrat zu treiben und versehentlich einige Wurzeln durchzuschneiden. Er sagt dazu: “Mir kam die Idee für so was wie ein abnehmbares Netz – um die Arbeit zu erleichtern, wenn ich die Pflanzen aus dem Grow-Zelt herausnehmen muss. Ich dachte, Getränkedosen-Ringverschlüsse könnten nützlich sein, um die Zweige an einem Gummiband zu befestigen, so dass sie sich unter dem Gewicht nicht durchbiegen und auch um die Bänder in Position zu halten. Das Netz kann schnell aufgesetzt und abgenommen werden, ohne etwas zu beschädigen”.

Düngung und Vorsorgemaßnahmen

Gemäß seinem Ziel, Marihuana so natürlich wie möglich anzubauen, verwendet MesMais umweltfreundliche Düngemittel, doch nur wenig davon. Außer dass er dem Gießwasser Dünger dazugibt fügt er dem Substrat Nitroguano und Superguano von Top Crop hinzu – zwei Fledermaus-Guano-Produkte mit langsamer Freisetzung der Wirkstoffe. Insbesondere bei Nitroguano handelt es sich um frisches Guano, welcher der Erde Stickstoff zuführt, bei Superguano um reifes Guano mit hoher Phosphorkonzentration.

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Branches inférieures taillées.

 

Im Allgemeinen düngt er zurückhaltend, keinesfalls exzessiv, also in vernünftigen Mengen – und er beobachtet viel. Überdüngung ist ein Reizthema: “Ich denke, alles läuft besser, wenn weniger Missbrauch betrieben wird. Pflanzen zeigen normalerweise, wie sie sich fühlen, dann entscheide ich, mehr oder weniger zu düngen, je nachdem, welchen Eindruck sie machen.”

Pflanzen ziehen besseren Nutzen aus dieser behutsamen Düngung unter Verwendung von Bactohemp, einem Ergänzungsmittel auf der Basis von Bazillen, Bakterien und dem Algenextrakt Ascophyllum Nodosum. Es soll “das Boden- und Wurzelleben verbessern und die Pflanzen gegen möglichen Pilzbefall stärken”. MesMais verwendet es einmal pro Anbau – während des Wachstums der Pflanzen, nach der letzten Umpflanzung und vor dem Wechsel der Photoperiode. Bactohemp lässt die Wurzelmasse zunehmen, schützt vor Pilzen, fixiert den Luftstickstoff und macht Phosphor und Kalium besser assimilierbar. Zudem ist es total umweltfreundlich.

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Vegetative Phase unter Photosystem LEDs

 

Aufgrund der Klimaschwankungen (mit niedrigen Temperaturen im Winter) und der Schädlinge, die mit dem Anbau von Pflanzen in einem Hof in Zusammenhang stehen, verwendet er Kieselgur, Neemöl und Kaliumseife. Mit diesen ökologischen Vorsorgemaßnahmen verhindert er Schädlingsbefall und Pilzinfektionen.

Trocknung

Das Trocknen im Winter erfolgt in der Regel innerhalb desselben Grow-Zeltes, zumindest in den ersten Tagen. Er hat einen Ventilator, Heizgeräte und Luftabzug, um eine trockenere oder stabilere Umgebung ohne zu hohe Luftfeuchtigkeit beizubehalten, und die Pflanzen können ohne viel Risiko trocknen. Wie er es ausdrückt: “Dicht gepackte, harzige Blütenstände plus Feuchtigkeit bedeuten Botrytis, was wir alle vermeiden wollen”.

Wenn die Pflanzen trocken genug sind, nimmt er sie aus dem Grow-Zelt heraus und legt sie in einen offenen Karton, damit sie im Dunkeln vollständig trocknen. Dann werden sie für die abschließende Fermentierung in luftdichte Behälter verfrachtet.

Schlussbemerkungen

Die Do-Sweet-Dos Sorte lieferte ausgezeichnete Ergebnisse. Ihr Aroma ist erdig und blumig, am Gaumen süß mit erdigen Tönen, Gewürz- und Zitrusnoten. Ihre Wirkung ist sehr angenehm, entspannend für Körper und Geist, und nicht zu psychoaktiv. MesMais versichert uns: “Ich wünschte, ich könnte es ein zweites Mal versuchen, aber wenn diese Jungs von Sweet Seeds am laufenden Band Hybride produzieren, ist es sehr schwierig. Sie haben schon zwei oder drei weitere, die ich nicht ausprobiert habe – und ich freue mich darauf. Leider habe ich nicht mehr Platz und nicht genug Leben, um alles auszuprobieren”.

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Ein “Stillleben”-Bild von Do-Sweet-Dos nach der Ernte

 

MesMais war sehr zufrieden mit seinen LED-Anbauerfahrungen. Bis heute versucht er herauszufinden, was seinen Bedürfnissen und denen seiner Pflanzen am besten entspricht. Der abschließende Kommentar zu seinen Erfahrungen mit LEDs von Photosystem: “Ich verwende LEDs erst seit kurzer Zeit und muss noch viel lernen, aber das Ergebnis ist zufriedenstellend. Ich bin glücklich und denke, andere Beleuchtungssysteme kann man vergessen”.

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