Die Ursprünge der Samenbanken in Spanien

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Wie es zu Anfang mit dem Cannabisanbau war

In diesem Jahr feiert Dinafem das 15-jährige Jubiläum. Um zu verstehen, wie diese Saatgutbank entstanden ist, müssen wir jedoch viel weiter zurückgehen. Ihre Geschichte beginnt tatsächlich Ende der 1980er Jahre im Norden Post-Franco-Spaniens, wo der Anbau von Cannabis noch eine unbekannte Aktivität war, die sehr wenige Grower praktizierten.

Die ersten Outdoor-Plantagen

Unter diesen wenigen befanden sich Captain Ozone und Professor OG, seinerzeit zwei Teenager, die von der Cannabispflanze fasziniert waren und 1988 begannen, sie im Freien anzubauen. Professor OG, 16 Jahre alt und lernbegierig, pflanzte Cannabissamen, die aus Holland stammten.

Der Vorteil in jenen Zeiten war, dass die meisten Spanier noch nie eine Marihuanapflanze gesehen hatten, so dass man sich keine Sorgen machen musste, jemand würde versuchen, die Ernte zu stehlen. Sie begannen ihre Guerilla-Anbauexperimente am Stadtrand von San Sebastian und auch in ihren eigenen Gärten, wo alle verfügbaren Cannabissorten angebaut wurden.

Yon und seine erste Erfahrungen mit den Indoor-Anbau

Yon, der Anfang zwanzig war, machte allerdings seine ersten Schritte im Cannabisanbau, ohne zu wissen, dass er später eine Schlüsselfigur für die Gründung und Weiterentwicklung von Dinafem werden würde.

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In den 1980er Jahren begann dieser junge Baske, der von den Eigenschaften der Marihuana-Pflanze fasziniert war und Professor OG sowie Captain Ozone erst noch kennenlernen sollte, seine eigenen Anbauversuche in Innenräumen. Er hatte in Deutschland gelebt, beherrschte die Sprache perfekt, was es ihm leicht machte, sich auf alles einzulassen, was in Holland geschah.

Zu dieser Zeit standen die Niederlande in der Cannabisszene an vorderster Front, und einige der fortschrittlichsten Anbauanleitungen wurden auf Deutsch, der Sprache des Nachbarlandes, verfasst. Erinnern wir uns, dass in den 1980er Jahren in Holland die Hybriden-Revolution begann und das Fundament für die Cannabisbranche, wie wir sie heute kennen, gelegt wurde.

In Spanien hingegen gab es kaum Literatur über den Cannabisanbau, und das wenige Vorhandene befasste sich nur mit den Grundbegriffen. Yon handelte daher gemäß der Devise: „Wenn der Berg nicht zum Propheten kommt, muss der Prophet zum Berg gehen”.

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Amsterdam wurde zu einem seiner bevorzugten Reiseziele und Jahr für Jahr pilgerte er in die niederländische Hauptstadt. Bei einer dieser Reisen, im Sommer 1987, beschloss er, einen Club in der Amsterdamer Altstadt zu besuchen, den ihm ein Freund empfohlen hatte, eine Art Grower-Vereinigung namens Positronics.

Dies war eine echte Entdeckung, denn dort kaufte er seine erste professionelle Ausrüstung für den Indoor-Anbau, lernte viel und traf Menschen, mit denen er die gleichen Ideen teilte – Persönlichkeiten wie Mila Jensen, die ihre ersten Extrakte testete, produziert mit einem Verfahren, das heute als Eiswasser-Extraktion bekannt ist. Er probierte auch erstklassiges Cannabis – wohlschmeckende samenlose Blüten, die eine echte Gaumenfreude waren.

Nachdem sie so viel Material wie möglich für den Anbau beschafft hatten, kehrten Yon und sein Bruder mit ihrem Lieferwagen, der mit Säcken Erde, Bio-Dünger und einer Anbaulampe beladen war, nach Spanien zurück. Etwas so Gewöhnliches wie Bio-Dünger für den Anbau von Cannabis, den man heute in jedem Growshop findet, gab es in Spanien einfach nicht. Dieser kühne Grower war ein Visionär, seiner Zeit weit voraus, und Yon erkannte etwas, was Jahrzehnte brauchte, um sich im Bewusstsein vieler Cannabisgrower zu verankern: Der biologische Anbau von Cannabis ist besser für die Pflanzen und für die Konsumenten, weil das Endprodukt von höherer Qualität und frei von toxischen Substanzen ist.

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Aufgrund seines Besuchs bei Positronics konnte Yon seinen ersten semibiologischen Indoor-Anbau organisieren. Er beschloss, von nun an ganz seiner Leidenschaft nachzugehen, gab seinen Job im Hotelgewerbe auf und begann mit dem Anbau von Marihuana. Er war davon überzeugt, dass der Cannabisanbau und die medizinische Verwendung von Cannabis eines Tages kein in Untergrund-Kreise verbanntes Tabuthema mehr sein würde.

Das Vereinigte Königreich, eine Schule für Professor OG

Professor OG, der in der gleichen Stadt wie Yon in Nordspanien lebte (wobei sie sich noch nicht kannten), verstand ebenfalls, dass die Zeit gekommen war, sich in der Welt umzuschauen. Im Jahr 1991, bereits in seinen Zwanzigern, beschloss er, nach London zu ziehen, wo er einen Dealer aus dem East End kennenlernte, der ihn mit qualitativ hochwertigen Blüten versorgte und ihm berichtete, es gebe in London mehrere Grower, die gute Blüten produzierten, und wenn er mehr darüber erfahren wolle, solle er sich in die Buchhandlung Compendium in Candem Town begeben.

Auf diese Weise fand Professor OG eine vollständige Bibliothek mit Handbüchern über Cannabisanbau und Cannabissorten – sie befassten sich mit allen Themen, über die jeder Grower gerne mehr wissen wollte – und sein Leben änderte sich.

Zu diesen Büchern gehörten unter anderem Marihuana Botany von Robert Clark, Marihuana Chemistry von Michael Stark, Marihuana Grower’s Handbook von Ed Rosenthal. Indem er all diese US-Handbücher immer und immer wieder durchlas, wurde er, ohne dass er es gewollt hatte, zu einem Experten auf diesem Gebiet. 1991 war die Cannabiskultur noch eine sehr prekäre Angelegenheit oder praktisch nicht existent.

In einer dieser Abhandlungen fand er eine Information, die später seinem Leben in eine ganz neue Richtung lenken sollte, den allerersten Hinweis auf feminisierte Samen; damals bekam er schon eine Vorstellung von der Möglichkeit, Samen zu produzieren, die nur weibliche Nachkommen hervorbringen.

Amsterdam: Willkommen in der Zukunft

Nach den Erfahrungen in London entschied Professor OG, dass Amsterdam der nächste Schritt sein würde. Er zog 1992 dorthin um und eine neue Welt tat sich vor seinen Augen auf. Damals wütete das Coffeeshop-Fieber. In Holland war einen revolutionärer gesetzlicher Rahmen für Cannabis geschaffen worden, der die Nation zum gelobten Land der Züchter, Anbauer und Konsumenten werden ließ.

Als Professor OG in der niederländischen Hauptstadt ankam, fand er dieselbe Szene vor, von der Yon so fasziniert war: eine noch junge Branche, welche die Produktion und den Vertrieb von Cannabis professionalisiert hatte. Vor allem aber konzentrierte er sich auf neue Hybride, beispielsweise erzeugt von Wernard Bruining und Züchtern aus Kalifornien wie Old Ed, die nach Amsterdam gezogen waren, um an der Züchtung und Stabilisierung von Sorten wie Haze zu arbeiten.

Sein Aufenthalt in den Niederlanden ermöglichte ihm, mehr über Indoor-Produktionsverfahren zu lernen. Es gab Growshops, in denen man alles Notwendige für eine professionelle Ausstattung kaufen konnte, z.B. Natriumlampen, Hydrokultursysteme, Zubehör für Dichtpflanzungen, Leuchtstofflampen für die Produktion von Stecklingen, Klimaanlagen, Bio-Dünger usw.

Professor OG hatte auch Zugang zu qualitativ hochwertigem Cannabis. Genau wie Yon besuchte er Positronics, das seinerzeit das Pioniergeschäft schlechthin war, und dort fühlte er sich wie ein Kind in Disneyland. Hier konnten Grower Stecklinge kaufen, Mutterpflanzen anschauen und das Endprodukt probieren – anders gesagt, sie konnten über alles, was den Cannabisanbau betrifft, Erfahrungen sammeln. Darüber hinaus wurden alle Arten von Gerätschaften für den professionellen Anbau angeboten; die Kundschaft konnte auch selbst hergestellte Beleuchtungssysteme mit 400-W-, 600-W- und sogar 1000-W-Lampen kaufen.

Es war die Zukunft, der Professor OG 1992 in Amsterdam begegnete: Professionalität, Qualität, Transparenz und legaler Anbau. Er verstand, dass die Leidenschaft, die ihn zu einer Branche getrieben hatte, welche im Rest der Welt noch ein Leben im Verborgenen fristete, tatsächlich zu einer wirklichen Industrie werden konnte.

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Klar, zu dieser Zeit gab es in den Niederlanden keine einzige feminisierte Saatgut-Sorte. Der Gebrauch von feminisiertem Samen wurde gar nicht in Erwägung gezogen. Die Pflanzen wurden nicht einmal aus Samen gezogen, da die Verwendung von Stecklingen als die große Innovation in der Produktion galt, was Stabilität, Einheitlichkeit und Qualität gewährleistete.

Zurück in der Heimat: Das Baskenland, der Garten Spaniens

1993, als Professor OG nach Spanien zurückkehrte, begann er, das auf seinen Reisen Gelernte anzuwenden. Er legte im Freien mehrere Plantagen an, darunter viele Guerillakulturen außerhalb der Stadt, welche er mit Hilfe seiner Freunde betrieb. Professor OG verschrieb sich seiner Leidenschaft mit Haut und Haaren, vom Frühling bis zum Herbst, und er verwendete stets hochwertiges Saatgut aus Holland sowie speziell für Cannabis entwickelten Bio-Dünger.

Seine Erntefrüchte waren etwas in Spanien so noch nie zuvor Gesehenes: hochwertige samenlose Blütenstände mit einem Geruch und einer Potenz, die den Erzeugnissen aus den Niederlanden in nichts nachstanden – mit dem einzigen Unterschied, dass die Pflanzen im Freien angebaut wurden. Der Einsatz der sehr potenten Sorten, welche dazu beigetragen hatten, die niederländischen Hybriden zu schaffen und zu stabilisieren, und die Lektionen, die er über den Cannabisanbau gelernt hatte – dies und seine Blüten führten zu einer Cannabisrevolution.

“Ich baute wirklich alle Sorten an, die seinerzeit in den Katalogen erhältlich waren – viele Skunk#1 und Skunk-Serien, die die Vorgänger von Critical waren. Es waren billige, potente, schnelle und ertragreiche Pflanzen mit einem intensiven Aroma. Ich erinnere mich an Sorten wie Early Skunk und Shiva Skunk, die eine Kreuzung Northern Lights x Skunk war. Wir begannen auch Sativas zu verwenden: Northern Lights#5 x Haze…”, erinnert sich Professor OG.

Andere Grower begannen sich für diese neue Produktionsmethode zu interessieren. Professor OG lehrte sie die Grundlagen, erst einmal mit kleinen Anbauen zu beginnen… und so bildete sich nach und nach in der Stadt San Sebastian ein kleiner Kreis von Cannabisanbau-Experten. Dies waren die Jahre, in denen der Eigenanbau in Spanien begann, der Anfang einer Bewegung, die später an Stärke zunahm und die einheimische Cannabisszene für immer veränderte. Das Land entwickelte sich von einem Importeur und Verbraucher marokkanischen Haschischs zum größten Marihuana-Garten Europas.

Yon and Professor OG: Liebe zu Cannabis auf den ersten Blick

Yon war ebenfalls aus Amsterdam zurückgekehrt und machte sich an die Arbeit mit seinem Indoor-Anbau. Im Gegensatz zu Professor OG, der seine Pflanzen in den Bergen und in besetzten Häusern anbaute, tat Yon dies in seinem eigenen Haus. Er lebte mit seinen Gewächsen zusammen und konnte daher seine ganze Aufmerksamkeit auf sie richten. In seiner Heimplantage gab es insgesamt 226 Pflanzen, 6400W Leistung der Lampen, was zu jener Zeit einmalig war.

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In seinen Grow-Zelten hatte er nur hochwertige Sorten, darunter G13, Shiva und California Orange, eine seiner Lieblingssorten, die sehr süß war. Yon widmete seinen Pflanzen viel Zeit und behandelte sie vor allem mit viel Liebe. Er begann, Mutterpflanzen zu kultivieren und von ihnen Stecklinge zu nehmen, um diese mit dem SOG-Verfahren systematisch anzubauen, wie in Holland.

Es wurden sehr einheitliche und höchst ertragreiche Pflanzen produziert, da er nur Bio-Dünger gebrauchte. Pflanzen waren sein Leben, er lebte für die Pflanzen. “Was einige von uns nur bei Positronics, Amsterdam, gesehen hatten, reproduzierte Yon in seiner Heimplantage in San Sebastian. Die Pflanzen waren makellos, perfekt. Alle waren erstaunt über die Qualität der Blüten. Es war die beste Indoor-Plantage im ganzen Baskenland“, erinnert sich Professor OG.

Damals, 1993, lernten sich Professor OG und Yon über einen gemeinsamen Freund kennen. Beide waren sehr überrascht über das Cannabiswissen des jeweils anderen, das in der Region beispiellos war. So begannen sie bald zusammenzuarbeiten und lange Gespräche zu führen, in denen sie sich über alles, was sie eigenständig gelernt hatten, austauschten.

Die Kenntnisse von Yon waren zu dieser Zeit in Spanien wirklich konkurrenzlos. Er hatte eine vorbildliche Anbaumethode entwickelt, und sein Haus war zu einer regelrechten Pilgerstätte geworden, da Grower aus der ganzen Welt kamen, um seine Arbeit zu bewundern und von ihm zu lernen.

Diejenigen, die später die wichtigsten Growshops im Baskenland eröffnen sollten, waren seine ersten Besucher. Zu jener Zeit war seine Indoor-Plantage etwas ganz Ungewöhnliches und etwas Vergleichbares gab es nur in Amsterdam zu sehen. Wer sein bescheidenes Domizil aufsuchte, konnte den gesamten Zyklus (Mutterpflanzen, Stecklinge und das Endergebnis der getrockneten Blüten) erleben und sogar das Endprodukt kosten. Es war eine sehr wichtige Zeitperiode für die beiden Grower, da sie viel voneinander lernten. Yon lernte einiges über den Outdoor- und Guerilla-Anbau, Professor OG über den Indoor-Anbau.

Sie begannen, neue Sorten zu testen, indem sie die beiden “Welten” zusammenbrachten und Outdoor-Plantagen statt mit regulärem Saatgut mit den Stecklingen der von Yon ausgewählten Sorten anlegten.


Die ersten Hybride “made in Euskadi”

1995 begann dieses fortschrittliche Grower-Team, ihre eigenen Kreuzungen zu erschaffen. Die Sorten wurden nicht nur aus niederländischen Genetiken erzeugt, sondern auch mit Landrasse-Saatgut aus der ganzen Welt.

Sie erhielten Samen aus Marokko, von jenen Freunden, die sich entschlossen hatten, sozusagen “zu den Mauren zu gehen”, sowie aus Indien und Nepal, da einige enthusiastische baskische Bergsteiger in diesen Ländern auf Wanderpfaden unterwegs waren. “Wir haben auch einige Kreuzungen mit Sativas aus Brasilien durchgeführt”, sagt Professor OG.

“Wir kreuzten eine brasilianischen Sorte mit einer Skunk und diese Züchtung wurde bei der noch jungen Grower Community sehr beliebt. Sie wurde im Freien kultiviert, mit sehr guten Ergebnissen. Die Skunk war so dominant, dass sie, obwohl sie mit einer brasilianischen Sorte gekreuzt worden war (letztere als gute Sativa ein Spätentwickler), eine kurze Blühphase beibehielt. Dies war eine nützliche Eigenschaft angesichts unseres nördlichen Klimas, da die Herbstregen viele Ernten ruinierten.“

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Die Bahia Landrasse war eine Sorte namens Cabeza de Negro, und Professor OG führte zusammen mit anderen Growern mehrere Zuchtexperimente mit ihr durch. Der Kreis von Growern umfasste etwa 30 Personen, die sich gegenseitig halfen, indem sie Wissen und Marihuana-Sorten (als Stecklinge) unter sich austauschten.

Diese Experimente mit Landrassen führten allerdings zu der Erkenntnis, dass die niederländischen Hybride viel stabiler waren, da sie schon verschiedene Züchtungsverfahren durchlaufen hatten. Dann sah Professor OG ein – er kannte bereits die Grundlagen der Mendelschen Vererbungslehre -, wie wichtig es war, die Sorten durch Selektionsverfahren zu stabilisieren, um die Vorhersehbarkeit zu erhöhen und bessere Ernten zu erzielen.

In jenem Jahr bestand eines der Hauptziele von Professor OG bei diesen “Experimenten” darin, Pflanzen zu bekommen, die dem nördlichen Klima von San Sebastian standhalten. Dafür selektierte er Early Pearls (eine früh blühende Sativa), aus denen er eine männliche Pflanze zur Bestäubung verschiedener Sorten auswählte: Skunk, Shiva Skunk und Early Pearl selbst. Aus diesen Kreuzungen ging eine Early Skunk hervor, die sehr nützlich war, da Professor OG die Blühphase der Skunk Family aufgrund des regionalen Klimas verkürzen wollte.

Er machte Kreuzungen mit Landrassensorten aus Marokko, Nepal, Brasilien und Kolumbien. Unter diesen ersten ausgewählten Pflanzen waren auch Sorten wie California Orange, Power Plant und White Widow. Zu dieser Zeit begann auch die Idee, feminisierte Samen zu erzeugen, Gestalt anzunehmen.

“Wir sahen, dass bei Indoor-Kulturen, für die wir ausschließlich Stecklinge von weiblichen Pflanzen verwendeten, Samen in den Blüten auftauchten. Zuerst dachten wir, es könnte an Pollen liegen, der von draußen eingedrungen war. Aber dann stellten wir fest, es passierte auch im Winter, wenn es keine Outdoor-Plantagen und somit keine Bestäubung von außen gab.” Sie sahen sich die Sache genauer an und erkannten, dass diese weiblichen Klone der Mutterpflanze “Pollen-Bananen” produzierten, wenn sie höheren Temperaturen als üblich ausgesetzt waren.

Auf diese Weise erhielten diese jungen Züchter ganz zufällig ihre ersten feminisierten Samen, welche Pflanzen produzierten, die ihrer Mutter extrem ähnlich waren, sprich: ein Traum wurde wahr. Diese Pflanzen ähnelten dem ursprünglichen Klon sehr stark, reproduzierten also all diese besonderen Eigenschaften, aber mit der Lebenskraft von Samen.

Das war eine echte Entdeckung. Die Erzeugung solch hochwertiger feminisierter Samen ließ Professor OG zu einer ursprünglichen Idee zurückkehren, die er schon hatte, als er in London war, nämlich das Geschlecht der weiblichen Pflanzen mit Gibberellinsäure umzukehren und feminisierten Samen zu erzeugen.

Entschlossen, seine Theorie zu beweisen, beschaffte sich der junge Züchter die Säure und führte gemeinsam mit Yon einen ersten Test durch. Die Säure wurde verdünnt, auf von Yon ausgewählte Master Kush- und California Orange-Klone gesprüht und zum Blühen gebracht. Dabei kam jedoch heraus, dass dieses Produkt die Pflanzen dazu bringt, ihr Wachstum und damit ihre Größe zu steigern – aber es gibt keine Anzeichen von Geschlechtsumkehr.

Durch das Ergebnis entmutigt, widmeten sie diesem Projekt nicht mehr Zeit und Energie. Es dauerte noch einige Jahre bis feminisierte Samen zustande kamen. Es ist jedoch erwähnenswert, dass dieses Experiment 1996 stattfand, sieben Jahre vor der Gründung von Dinafem Seeds. Auch wenn sie dieses Mal ihr Ziel nicht erreichten, war das Experiment selbst bedeutsam – als Auftakt zu etwas sehr Großem, das noch kommen sollte. Aber das ist, mitsamt vielen anderen Abenteuern, eine andere Geschichte, die wir eines Tages erzählen werden.

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