Was ist Bewusstsein?

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Die Frage nach dem Bewusstsein stellt sich Forschern schon seit ewigen Zeiten. Der Gebrauch bewusstseinsverändernder Substanzen – zu denen natürlich auch unser geliebtes Cannabis gehört – impliziert, dass Bewusstsein nicht nur ein Erzeugnis des Gehirns sein kann.

Konventionelle Wissenschaftler konstatieren, dass das Bewusstsein ein Produkt des Gehirns und damit der neurophysiologischen und neurochemischen Vorgänge innerhalb unseres Körpers sei. Ganzheitlich orientierte Bewusstseinsforscher aus aller Welt negieren dies allerdings, weil es zu viele experimentelle Nachweise bzw. Hinweise darauf gibt, dass Bewusstsein auch ohne messbare Gehirnaktivität erhalten bleiben kann, zum Beispiel im Rahmen von Nahtoderfahrungen (NTE).

Der Psychedelik- und Bewusstseinsforscher Stanislav Grof beispielsweise hat in seinen Schriften die Analogie zum Fernseher etabliert. Zu glauben, dass das Programm des TV-Geräts vom Fernseher selbst generiert werde, zeugt von einer gewissen Naivität. Die Hardware stellt lediglich die Technologie zur Verfügung, das Programm zu empfangen und wiederzugeben. Wer den Fernseher aufschraubt, um im Innenleben des Geräts nach dem Programm zu suchen, wird sich rasch damit abfinden müssen, dass einem solchen Unterfangen keine Aussicht auf Erfolg beschieden ist.

Das Fernsehgerät ist Empfangsstation für eingehende Daten, die dann in ein Fernsehbild und Ton umgewandelt und ausgegeben werden. Stan Grof dazu: „Eine einfache Analogie ist die Beziehung zwischen einem Fernsehgerät und dem Fernsehprogramm. (…) Der Empfang des Programms – Bild- und Tonqualität – hängt stark vom reibungslosen Funktionieren des Fernsehgeräts und seiner Bestandteile ab. Störungen verursachen eindeutige und spezifische Veränderungen der Programmqualität. Manche führen zu Verzerrungen der Form, der Farbe oder des Tons, andere zu Interferenzen zwischen den Kanälen und so weiter. Wie der Neurologe, der Veränderungen des Bewusstseins als Merkmale für die Diagnose benutzt, kann ein Fernsehmechaniker von der Art der Anomalien darauf schließen, welche Funktionen und welche Komponenten defekt sind. Wenn das Problem erkannt ist, können die Verzerrungen korrigiert werden, indem diese Elemente repariert oder ersetzt werden. Da wir die Grundprinzipien der Fernsehtechnologie kennen, wissen wir, dass das Gerät nur das Programm überträgt, aber nicht seine Quelle ist. Wir wären amüsiert, wenn jemand versuchen würde, alle Transistoren, Relais und Schaltkreise des Fernsehers zu untersuchen, um herauszufinden, wie sie die Programme erzeugen. Selbst wenn wir diese fehlgeleiteten Bemühungen auf eine molekulare, atomare oder subatomare Ebene lenken, würden wir trotzdem nicht erfahren, warum zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Micky-Maus-Trickfilm, eine Star-Trek-Folge oder ein klassischer Hollywood-Streifen auf dem Bildschirm erscheinen“ (Grof 2019: 118).

Mit einigen Abstrichen können wir uns auch das menschliche Gehirn ganz ähnlich wie den Fernseher vorstellen. Es fungiert nach Ansicht einiger Forscher und Experimentatoren nicht als Erzeuger des Bewusstseins, sondern als Filter und „Reduktionsventil“, wie der Psychonaut und Schriftsteller Aldous Huxley es formulierte.

Der Mensch wäre ohne diese Filterfunktion des Gehirns den in sein geistiges Feld einströmenden Informationen hilflos ausgeliefert und nicht fähig, sein Überleben auf dem Planeten zu sichern. Lebenserhaltungstrieb und Reproduktion wären im Angesicht des übermäßigen Inputs nicht möglich.

Man stelle sich vor, dass der Mensch grundsätzlich im Zustand erweiterten Bewusstseins leben müsste, wie ihn psychedelische Substanzen, u.a auch Cannabis, induzieren. Ein Funktionieren im Alltag als physisches Wesen wäre geradezu unmöglich. Deshalb nehmen Forscher an, dass das Gehirn im „normalen Leben“ das Alltagsbewusstsein erzeugt, indem es überflüssige Frequenzen aus dem Wahrnehmungsstrom herausfiltert.

Bildgebende Verfahren erbrachten bei Untersuchungen der Hirnaktivität unter Einfluss psychedelischer Substanzen die Erkenntnis, dass während dieser Zustände Gehirnregionen miteinander verknüpft sind, die im Alltagsbewusstsein nicht interagieren bzw. dass auch Hirnregionen, die normalerweise miteinander im Austausch stehen, voneinander getrennt werden (Carhart-Harris et al. 2016).

Auf diese Weise könnte es sein, dass die Funktion des Gehirns als „Reduktionsventil“ das alltägliche, abgespeckte Bewusstsein, in summa unser Rinnsal von Bewusstsein, generiert, das nur winzig kleine Ausschnitte aller zur Verfügung stehenden Frequenzen in unser geistiges Feld durchlässt und damit das Alltagsbewusstsein erzeugt.

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