Wie legal ist CBD in Deutschland?

Hanfblüten-Essenzen

Produkte mit CBD (Cannabidiol) erfahren zurzeit eine Nachfrage wie nie zuvor. Es gibt CBD-Erzeugnisse aller Couleur – Tees, Cremes, Salben, Kosmetika im Allgemeinen, ja und auch Hanfblüten mit CBD und sehr geringem Anteil an THC. Doch wie legal sind diese Produkte in Deutschland eigentlich?

Erst voriges Jahr hatte die Polizei vor einem Drogeriemarkt einen Käufer von CBD-Kaugummis schikaniert. Dabei waren diese ganz normal im Angebot der Drogerie erhältlich.

Die Deutsche Apotheker Zeitung berichtete am 8. Mai 2020 über CBD-haltige Kosmetikprodukte, die in der Apotheke verkauft werden. Häufig auch als Nahrungsergänzungsmittel. Solche Mittel “mit CBD dürfen beispielsweise nicht mit gesundheitsbezogenen Werbeaussagen versehen werden, denn einen zugelassenen Health-Claim gibt es für diese Nahrungsergänzungsmittel nicht. Auch die kosmetischen Zubereitungen dürfen von ihrer Präsentation her nicht den Eindruck erwecken, dass es sich bei diesen um ein Arzneimittel handele. Sie dürfen also nicht mit Aussagen auf Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten beworben werden” (Deutsche Apotheker Zeitung).

Das Fazit der Apotheker Zeitung ist dabei alles andere als klar: “Ob man nun in der Apotheke beim Verkauf von CBD-Kosmetika auf der sicheren Seite ist, kann nicht abschließend beantwortet werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) möchte mit der EU-Kommission über den Umgang mit CBD-haltigen Kosmetika beraten. Eine richtungsweisende Stellungnahme dazu steht momentan noch aus” (ebd.).

Besonders krass traf es jetzt den Inhaber dreier Hanfläden in Baden-Württemberg. Der muss sich wegen des Handels mit CBD-Blüten nun vor dem Amtsgericht Freiburg verantworten. Die Polizei hatte im Januar 2019 zwei der drei Läden besucht und dort vier Kilo CBD-Blüten im Wert von etwa 25.000 Euro beschlagnahmt. Der beschuldigte Inhaber der Shops versteht die Welt nicht mehr. Denn neben den Blüten hatte er auch CBD-Tees und ähnliche Produkte im Angebot. Die wurden aber weder konfisziert noch überhaupt erwähnt, obwohl es sich de facto um das gleiche Erzeugnis handelt. Im schlimmsten Fall erwarten den Ladenbetreiber 15 Jahre Gefängnis. Zumindest theoretisch. Hoffen wir, dass es dazu nicht kommt – schon gar nicht wegen wirkungsloser CBD-Blüten.

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