Cannabismedizin: Epidyolex nur für wenige hilfreich

Epidiolex ist ein CBD-Medikament
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Das CBD-haltige Cannabismedikament Epidyolex kommt nur für etwa fünf Prozent der Kinder in Frage

Noch nicht einmal fünf Prozent der von Epilepsie betroffenen Kinder profitiert vom Cannabidiol-Medikament Epidyolex. Das berichtete die Pharmazeutische Zeitung am 12. Dezember 2019.

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Das Cannabismedikament Epidyolex ist seit kurzer Zeit zugelassen. Seit dem 15. Oktober kann es Kindern, die unter bestimmten Formen von Epilepsie leiden, verordnet werden. Sie sollen von dem CBD-Präparat profitieren. Doch wie sich herausstellt, ist Epidyolex kein Wundermittel. Und es hilft potenziell nur sehr wenigen Betroffenen.

Dravet- und Lennox-Gastaut-Syndrom

Nicht viele aller unter Epilepsie leidenden Kinder können von Epidyolex hilfreiche Effekte erwarten. Dabei kennen wir diverse verschiedene Formen der Epilepsie. Epidyolex ist für die Behandlung von Kindern ab zwei Jahren empfohlen. Und zwar zur Therapie des Dravet- und des Lennox-Gastaut-Syndroms. Diese beiden frühkindlichen Epilepsie-Formen kommen jedoch nicht häufig vor. Weniger als fünf Prozent machen die Syndrome unter Epileptikern aus.
Die Pharmazeutische Zeitung berichtet auf ihren Internetseiten: “Grundsätzlich begrüßte die Fachgesellschaft die Erweiterung der Therapieoptionen für diese Kinder, warnte aber zugleich vor zu hohen Erwartungen. Da der Wirkstoff aus der Cannabispflanze gewonnen wird, gelte er manchen Eltern als sanftes Naturprodukt” (Quelle).
Dies sei allerdings eine Fehlannahme. Nur weil ein Pharmakon aus pflanzlichen Stoffen hergestellt wird, heißt das noch lange nicht, dass dieses Medikament schonend und dabei hoch effektiv sein muss. Dieser Irrglaube kursiert in der Gesellschaft allzu häufig.

In den Zulassungsstudien habe Epidyolex sich zwar als wirksam erwiesen und die Zahl der motorischen epileptischen Anfälle um rund die Hälfte gesenkt. Etliche Kinder hätten jedoch mit Nebenwirkungen wie starker Müdigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit und Durchfall zu kämpfen gehabt. Bei einem Teil der Kinder musste das Präparat aufgrund dieser unerwünschten Symptome oder aufgrund erhöhter Leberwerte wieder abgesetzt werden.

[Quelle: Pharmazeutische Zeitung online]
Wir sehen: Auch CBD-Präparate sind weder grundsätzlich nebenwirkungsarm, noch hocheffektiv. Die Erwartungen, die mit Cannabis als Medizin einhergehen, sind häufig schlichtweg zu hoch gegriffen. Auch bei Erwachsenen Epileptikern ist Cannabismedizin nicht generell indiziert.

Hier geht es zum Artikel der Pharmazeutischen Zeitung online: https://www.pharmazeutische-zeitung.de/cannabis-nur-fuer-wenige-kinder-eine-option/?fbclid=IwAR3naGTEdKjHzHTwmelvFSOExnwgVIR2er5GFNwIvMdardJfEPAk3I6s3eE
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