Schweizer Nationalrat: Kiffen für die Forschung?

Ausschreibung für therapeutischen Hanf
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Der Schweizer Nationalrat will Cannabiskonsum zu Forschungszwecken freigeben

Die Regierung der Schweiz bzw. der Schweizer Nationalrat will das Betäubungsmittelgesetz überdenken. Überdies soll der Artikel 8a zu Pilotprojekten in einzelnen Schweizer Städten zu wissenschaftlichen Zwecken umgesetzt werden. Das berichtete unter anderem der Schweizer Rundfunk SRF am 10. Dezember 2019.

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Gesetz soll geändert werden

Am 10. Dezember 2019 hat der Schweizer Nationalrat entschieden, eine entsprechende Änderung des Gesetzes vornehmen zu lassen. Das Pilotprojekt soll dabei Aufschluss darüber geben, wie sich das Konsumverhalten von Cannabisgenießern ändert, wenn Hanfprodukte über spezielle Abgabestellen, zum Beispiel über Apotheken, an erwachsene Schweizer Bürger abgegeben wird. Der SRF berichtete: “Das allgemeine Cannabisverbot gilt weiterhin, wie der Bundesrat in seiner Botschaft schreibt. Die Vorlage schafft lediglich die rechtliche Grundlage dafür, dass maximal auf fünf Jahre befristete und streng reglementierte Studien durchgeführt werden können. Eine allfällige Änderung des bestehenden Regulierungsmodells muss vors Parlament” (Quelle).

Plan greift nur bei Gebrauch zum Genuss

Die geplante Gesetzesänderung gilt übrigens tatsächlich nur für den rekreativen Konsum von Cannabis durch Erwachsene. Die medizinische Verwendung von Hanf wird von dem Experimentierartikel nicht tangiert. Diese soll auf anderem Wege geklärt werden, da die Verordnung von Cannabis als Medizin andere Vorzeichen mit sich bringt – nämlich die Linderung von Krankheiten und Krankheitssymptomen durch Cannabis.

Maximal 20.000 Teilnehmer

Die Schweiz denkt an, höchstens 20.000 Personen zu dem Modellversuch zuzulassen. Die entsprechenden Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein und irgendwie unter Beweis stellen, dass sie erfahren im Konsum von Cannabis sind. Die monatliche Abgabemenge von Cannabis wird außerdem beschränkt. Weitere Voraussetzung an der Teilnahme ist, dass die Gemeinde, in der die Probanden leben, sich an dem Projekt beteiligt. So haben unter anderem Basel, Bern, Genf und Zürich signalisiert, dass sie daran interessiert sind, an dem Versuch teilzunehmen.

Was soll mit dem Projekt herausgefunden werden?

Die Fürsprecher des geplanten Modellversuchs wollen mit dem Projekt eruieren, “wie der Cannabiskonsum in Zukunft reguliert werden kann, und wiesen in der Debatte immer wieder darauf hin, dass die Studien stark reglementiert würden. Dies betonte auch Gesundheitsminister Alain Berset in seinem Votum” (Quelle).

Hier geht es zu einem Artikel des Schweizer Rundfunks zum Thema: https://www.srf.ch/news/schweiz/schweizer-drogenpolitik-nationalrat-will-kiffen-zu-forschungszwecken-erlauben
Und hier geht es zu einem weiteren Artikel desSRF zum selben Thema: https://www.srf.ch/news/schweiz/liberale-cannabis-politik-der-heutige-entscheid-ist-keine-revolution?fbclid=IwAR3E2MFYAr9fdERf9FTdCfjwbO8_9EIRxp8_1-TNi9mEcaaTsazUOqOte90
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