Karbonisiertes Cannabis – Lifestyle Trend

Karbonisiertes-Cannabis
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Bei jedem neu aufkommenden Gesundheits- oder Lifestyle-Trend möchten Firmen abkassieren. Sie wollen vom nächsten großen Hype profitieren, und mit dem teilweise legalen, sich ständig entwickelnden Cannabismarkt verhält es sich nicht anders! Wenn sich 2018 als das Jahr unzähliger CBD-Produkte betiteln lässt, mit allem, was von Gleitmitteln bis hin zu Süßigkeiten erhältlich ist, dann stellen Sie sich darauf ein, dass 2019 das Jahr des Cannabisgetränks sein wird! Karbonisiertes Cannabis (Cannabisgetränke mit Kohlensäure) IST die nächste große Sache!

Dieses Jahr im Juli wurde in San Francisco die erste Messe für Cannabisgetränke veranstaltet und das sollte schon alles über das Potenzial und die Nachfrage für dieses Produkt sagen.  Business-Trend-Analysten machen es fest an einer Prognose vom September 2018 auf Bloomberg.com. Sie sagt voraus, der Markt für Cannabisgetränke könnte bis 2022 600 Millionen Dollar wert sein (ich persönlich meine, dass dies eine zurückhaltende Schätzung ist). Marihuana als Genussmittel ist jetzt in ganz Kanada und in 10 US-Bundesstaaten legalisiert, wobei New York in diesem Jahr eventuell in diese Liste aufgenommen wird. Das ist äußerst aufregend, weil es bedeutet: Auf diesem Markt gibt es noch so viel Potenzial und Spielraum für Wachstum – denn trotz des “Booms” von legalem Cannabis steckt dieses Geschäft noch in den Kinderschuhen.

Warum Drinks?

Trinken ist völlig unkompliziert, sozial akzeptiert, diskret; Getränke werden kostengünstig produziert, haben eine lange Haltbarkeit, sind leicht zu bekommen, häufig ein Kompliment für eine exzellentes Essen oder man gönnt sich zu Hause eben mal was Besonderes. Am wichtigsten: Trinken hat keinen schädlichen Einfluss auf die Gesundheit oder die sozialen Aktivitäten anderer wie das Rauchen und Vaping, die Gerüche und unerwünschten Rauch (Passivrauchen) verursachen.

Diese Gründe zeigen aber auch, weshalb der Alkohol eine sozial akzeptierte Droge geblieben ist, die man sich genehmigt trotz der möglichen verheerenden Auswirkungen auf die Gesundheit. Es scheint, wenn er nur drinkbar ist, dann ist alles in Ordnung. Es ist cool, herumzualbern, “wie sehr einem gerade nach einem Drink ist” oder zu prahlen, man könne sich an nichts von der letzten Nacht erinnern (aber es war einfach fantastisch). Und jedem im Büro oder über die sozialen Medien mitzuteilen: “Heute abend lasse ich mich so richtig volllaufen!” Versuche dies einer mit Cannabis, und die Reaktion wird viel frostiger ausfallen! Das ist verrückt, wenn man sich überlegt: Wann hast du das letzte Mal jemanden Freitagnacht auf der Straße einen Joint rauchen sehen, der auf seine Schuhe kotzte und wegen einer Prügelei festgenommen wurde? Oder die Dienste des überlasteten Gesundheitswesens werden in Anspruch genommen und dadurch blockiert – und das alles wegen selbst verschuldeter Rauschzustände?? (ein Song von “The Streets” kommt mir in den Sinn). Aber hey, ich schweife ab, Freunde, das hier ist ein Artikel zu einem speziellen Thema. Dennoch ein interessanter Punkt, nicht wahr?

Also zurück zur Sache … Mit der Legalisierung ergibt sich die Möglichkeit, Cannabis in dieser verbraucherfreundlichen, sozial akzeptierten Form zu präsentieren, die wohl auch jene ansprechen könnte, die gegen Cannabis eingestellt sind – und sich vielleicht doch verführen lassen, es einmal auszuprobieren (und es sehr wahrscheinlich genießen werden). Man überlistet sich selbst und redet sich ein, das Produkt sei nun (in einer hübschen Flasche, eine Frau mit brillianter Haut auf dem Etikett, die Yoga praktiziert) akzeptabler und habe den Rang eines neuen Superfood erlangt. Oder es ist nun in Ordnung, wenn du es mit einem aufgeklatschten Craft Beer-Etikett kaufen kannst, wobei behauptet wird, es sei von veganen Hipstern in einer Blockhütte gebraut worden, inmitten eines eigenen, sich selbst erhaltenden Ökosystems, unter Verwendung der Tränentropfen von Albino-Einhörnern. Der Einfluss der Verpackung und die Macht der Werbung hat vieles zu verantworten!

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Ich denke, dass man jedem neuen mächtigen Trend oder dem Hype mit einem gesunden Maß an Zynismus angehen muss. Obwohl ich mir sicher bin, dass der Übergang zu Cannabisgetränken einige großartige neue Erzeugnisse hervorbringt, wird auch viel produziert werden, das den Ansprüchen nicht genügt und einfach nur von miserabler Qualität ist. Mit solchen Gedanken hielt ich es für unumgänglich, mir näher anzusehen, was da draußen passiert. Was ist legal, was nicht? Wer sind die Big Player und Unternehmen, die mit von der Partie sein wollen? Was können wir für Erzeugnisse erwarten, die in die Regale gelangen?

Während Cannabis in den USA nach gesamtstaatlichem Recht immer noch illegal ist, hindert dies die Big Player nicht daran, Geld zu investieren, ihr Territorium für Zukunftspläne abzustecken und ihre Ideen auf dem US-Dispensary-Markt auszuprobieren (Cannabisgetränke und -Lebensmittel sollen in Kanada nicht vor Juli 2019 zugelassen werden). Die Getränkeindustrie ist gerade dabei, die Art und Weise, wie Cannabis genossen wird, für immer zu verändern.

In den US-Bundesstaaten, in denen Cannabis legalisiert ist, sind bereits Cannabisgetränke erhältlich. Man kann derzeit THC- und CBD-haltige Sodagetränke als Limonade, Granatapfel- und Orangensaft sowie als alkoholische Getränke (Apfel-, Birnenmost und Lagerbier) kaufen. Sie werden jedoch sehen, dass die meisten Getränke nur CBD enthalten, da alkoholische Getränke mit THC gegenwärtig noch verboten sind. Das ist gut oder schlecht, je nachdem, welche Beziehung einer zum Alkohol hat, aber es ist wahrscheinlich die verantwortungsvollste Entscheidung angesichts der endlosen Verkettungen von Intoxikationen, die eine solche Kombination hervorrufen könnte.

Geben Sie deshalb acht (hier komme ich auf das Thema vegane Hipster-Brauer zurück!), was Ihnen verkauft wird, welche Behauptungen aufgestellt werden, denn Bier, das (angeblich) THC enthält, macht einen nicht gleichzeitig high und betrunken. TATSACHE. Alkoholisches Bier, das THC enthalten soll, wird in Wirklichkeit nur mit Terpenen gebraut, um die verräterischen Kräuteraromen von Cannabis hinzuzufügen. Demgegenüber ist Bier, das angeblich aktives THC enthält, alkoholfrei.

Was die Alkoholunternehmen betrifft, so sind einige bereits auf dem Markt vertreten, wie Heineken, Laguinitas Brewing Co, die ein alkoholfreies Bier mit THC namens “Hi-Fi-Hops” herstellen, das in US-Dispensaries verkauft wird. Viele der großen Brauereien produzieren bereits alkoholfreie Versionen ihrer Getränke und so ist es keine Überraschung, dass sie angesichts des Interesses und des ganzen Hype um Cannabis bereit sind, bei der Entwicklung von Cannabis-basierten Getränken ein Risiko einzugehen. Ein Wagnis, das sich voraussichtlich gigantisch auszahlen wird, wenn man den Statistiken über die Nachfrage bei Leuten, die ihr Gras trinken wollen, glauben kann!

In den letzten 12 Monaten gab es einige bedeutende Deals zwischen Unternehmen: Coronas Eigentümer Constellation Brands investiert 4 Milliarden Dollar in den in Ontario ansässigen Cannabisproduzenten Canopy Growth und Molson Coors investiert sehr viel Geld in den Cannabisproduzenten HEXO (in Quebec), mit dem Ziel, noch in diesem Jahr 2019 alkoholfreie, Cannabis enthaltende Getränke für den Massenmarkt in Kanada herzustellen. Und mit den Bierbrauereien ist es nicht genug. Der Mutterkonzern von Tanqueray und Johnnie Walker hat ebenfalls Interesse an Investitionen in Cannabis bekundet.

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Viele Alkoholunternehmen sehen die legale Cannabisindustrie als einen großen Konkurrenten und eine Bedrohung für ihren Wirtschaftszweig. Da der Absatz von Alkohol aufgrund der sich ändernden Lebensstile und Gewohnheiten der Kunden derzeit entweder rückläufig oder zum Stillstand gekommen ist, sehen sie in der Verbindung ihrer Produkte mit dem Cannabismarkt eine großartige Möglichkeit, künftige Umsätze zu sichern und weiterhin eine wichtige Rolle zu spielen.

Dieses Interesse beginnt und endet auch nicht mit der Alkoholindustrie. Große Sodaunternehmen, die oft wegen des hohen Zuckergehalts ihrer nährstoffarmen Getränke in die Kritik geraten, zeigen ebenfalls ein Interesse an einer Fusion mit Firmen der Cannabisindustrie – wenn auch zögerlich, um das Ansehen ihrer bekömmlichen Hausmarken nicht zu beschädigen. Unternehmen wie Coca-Cola (viel größer werden sie nicht!) gehören zu den Firmen, die Gespräche mit dem Cannabisproduzenten Aurora Cannabis aus British Columbia über die Entwicklung möglicher CBD-enthaltende Getränke geführt haben.

In der offiziellen Erklärung von Coca-Cola heißt es: “Zusammen mit vielen anderen in der Getränkeindustrie beobachten wir auf der ganzen Welt sehr aufmerksam die wachsende Bedeutung von nicht-psychoaktivem CBD als Bestandteil funktioneller Wellness-Getränke”. Die Verwendung von CBD würde natürlich perfekt zu allen gängigen Sodamarken passen, so dass Produkte für den Gesundheits-, Fitness-und Wellnessmarkt verpackt werden könnten. CBD würde dem Verbraucher Nutzen in Form von Stimmungsaufhellern und Energiespendern ohne THC bringen.

Cannabisgetränke (sowohl CBD- als auch THC-Sorten) haben in den US-Dispensaries gewissermaßen einen Probelauf erlebt, wo bereits im Dezember 2017 mehr als 100 verschiedene Produkte erhältlich waren – eine Anzahl, die seither zweifellos gewachsen ist und sicherlich weiter steigen wird. Der Erfolg von Cannabisgetränken ist den großen Getränkeunternehmen nicht entgangen, und sie haben auf nationaler und internationaler Ebene die Möglichkeiten der Nachahmung dieses Modells – als Gegenreaktion gegen die drohende Gefahr sinkender Alkoholverkäufe – wahrgenommen und geprüft. Im August 2018 wurde vermeldet, dass nach der Legalisierung von Cannabis in damals 9 US-Bundesstaaten (mittlerweile sind 64% der US-Bevölkerung abgedeckt) der Verkauf von Wein um durchschnittlich 16,2% und von Bier um 13,8% zurückgegangen war. Es besteht daher kein Zweifel, dass Cannabis als Genussmittel der größte Konkurrent für den Alkoholverkauf ist. Es könnte sich dazu noch als die wichtigste treibende Kraft im Getränkeabsatz erweisen, wenn man den Informationen über das Potenzial solcher Produkte Glauben schenken darf.

Analysten von Cannacord Genuity prognostizieren, dass CBD-haltige Getränke bis 2022 einen Umsatz von 260 Millionen US-Dollar und THC-haltige Getränke einen Umsatz von 340 Millionen US-Dollar erreichen könnten, was mehr als eine Verdreifachung ihres derzeitigen Anteils bedeuten würde. Weitere Prognosen gehen davon aus, bis zum gleichen Jahr könnten alle Getränke, die THC oder CBD enthalten, einen Anteil von 20% am US-amerikanischen Lebensmittelmarkt erzielen, verglichen mit den 6%, die sie derzeit halten. Der eigentliche erste große Test wird in diesem Jahr kommen, wenn Kanada den Verkauf solcher Getränke landesweit legalisiert – ein Ereignis, das viele der großen Getränkehersteller erwarten, und sie bereiten eilig ihre neuen Produkte darauf vor. Wenn sich diese Getränke als der Hit erweisen, wie allgemein erwartet wird, dann gibt es keine Grenzen mehr, und ich gehe fest davon aus, dass der Markt für Cannabisgetränke in neue, unerkundete Territorien vordringt, möglicherweise sogar das Rauchen als die vorherrschende Art des Cannabiskonsums verdrängt.

Es wäre schon ein seltsamer Fall von schwarzer Ironie, wenn einer der schlimmsten Schuldigen für die Verbreitung von Krebs, das Rauchen, sich so zum wichtigsten Therapieansatz wandeln würde.

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