Versamtes Weed. Volles Genusserlebnis trotz Samen

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Ob outdoor oder indoor – viele hatten schon einmal Pech. Ob eine männliche Pflanze übersehen wurde oder in der Umgebung noch jemand Hanf anbaut – wenn die weiblichen Blüten bestäubt werden, dann sitzen sie voll mit Samen. Diese rauben der Pflanze Energie, die sie nicht in die Harzbildung stecken kann. Schlimmer ist jedoch jedes einzelne Saatkorn, das in der Mischung übersehen wird. Beim Rauchen knacken die Samen und kratzen im Hals. Das ist aber weniger schlimm als krebserregende Stoffe, die sich in den verkohlenden Samen bilden.

Wer bei der Ernte feststellt, dass er nicht vereinzelte, sondern viele Samen in seinem Marijuana hat, kann noch alles retten. Das Trimmen der Blüten kann man sich hingegen sparen. Nach dem Trocknen werden die Wirkstoffe extrahiert. Für kleine Mengen und hoffentlich einmalige Vorkommnisse möchte sich niemand in Kosten stürzen.

Es ist eine Geschmacksfrage, ob man Joint, Bong, Vapo oder Brownie bevorzugt. Wer gerne mit Wirkstoffen nascht, der kann seine versamte Ernte verarbeiten und sogar komplett verbacken. Das getrocknete Marijuana wird in den Backofen gegeben, um es für zehn bis 20 Minuten bei 100 Grad zu erhitzen. Danach ist das Material richtig trocken. Es wird Oliven- oder Rapsöl darauf gegossen, bis dieses wenigstens einen Zentimeter über den Hanfblüten steht. Das wird nun für 60 bis 120 Minuten bei 100 bis 110 Grad im Backofen erhitzt. Die Cannabinoid-Säureformen werden durch das Erhitzen decarboxyliert, wodurch THC-Säure in seine aktive Form THC umgewandelt wird. Das abgetropfte und erkaltete Öl kann pur eingenommen werden, die Reste werden verbacken. Genau darüber haben wir bereits in Ausgabe 6/18 detailliert berichtet. Ohne großen Kostenaufwand kann die versamte Ernte nach und nach verarbeitet und konsumiert werden, die Samen sind sogar noch gesund.

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CO2-Extraktion

Wer inhalieren möchte, sollte andere Extraktionsverfahren bevorzugen. Diese sind teils arbeits- oder kostenaufwändig. Am klassischsten wäre ein Pollinator. Modelle, die mithilfe einer sich drehenden Siebtrommel die Harze aus den Blüten schütteln, sind simpel in der Bedienung. Für richtig gute Ergebnisse sollten die trockenen Blüten gekühlt werden. Wenn möglich, sollte der ganze Pollinator bzw. der Verarbeitungsraum gekühlt werden. Außerdem sollte nicht alles in eins gesiebt werden. Nach einer knappen Minute kann das Gehäuse bereits ausgeschabt werden, um die hochwertigste Siebung zu gewinnen. Die besten Kristalle fallen zuerst aus.

Für die Ice-Wasser-Methode braucht es neben genügenden Mengen an Eis auch die passenden Behältnisse und Siebsäcke. Wird eine Alkoholextraktion bevorzugt, muss für hochprozentigen Trinkalkohol tief in die Tasche gegriffen werden. Wer keine passenden Geräte besitzt, erlebt möglicherweise eine richtige Sauerei. Immerhin muss das versamte Marijuana ein paar Tage im Alkohol ziehen, damit die Harze sich lösen. Dann wird das Blütenmaterial abgefiltert, damit der Alkohol sich verflüchtigt, das „Haschöl“ bleibt zurück. Trinkt man hingegen gerne Spirituosen, können die versamten Blüten ein paar Wochen vor dem Trinken eingelegt werden. Doch Vorsicht: Die Wirkungen von Alkohol und Marijuana verstärken sich.

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BHO-Extraktion

Einige haben möglicherweise bereits eine Rosin-Presse. Eine kleine Menge Marijuana wird zwischen Backpapier gelegt und dann in die Rosin-Presse gegeben. Zwei erhitzte Metallplatten drücken alles zusammen. Die Harze lösen sich zum Teil und bleiben am Backpapier kleben. Der Rest kann verbacken werden. Wenn jedoch Hanfsamen enthalten sind, dann wird das Hanfsamenöl mit herausgepresst, welches nicht erhitzt und inhaliert werden soll. Für die versamte Ernte käme die Rosin-Presse nicht in Frage.

Bei Extraktionsverfahren mit CO2 oder mehrfach gereinigtem Butangas entsteht ein starker Extrakt, welcher sich optimal zum Dabben eignet. Viele haben bereits ihr BHO-Wax mit Butangas in passenden Extraktionsgeräten gewonnen. Der Honey-Bee-Extractor ist eines der bekanntesten Geräte für die Butangas-Extraktion. Doch auch bei anderen gängigen Modellen kann nur im Freien gearbeitet werden, da sich das explosive Gas verflüchtigen muss. Dies muss also ständig neu erworben werden, das geht ins Geld. CO2-Extraktionsgeräte sind aufwendiger und können das Gas zurückgewinnen. Kenner erklären jedoch, dass der Charakter des Marijuanas verloren geht. Butan würde hingegen neben den Cannabinoiden auch Terpene, Terpenoide und Flavonoide aus den Blüten gewinnen. Wer neben der THC-Wirkung auch das Sortenprofil und den Geschmack von seinem Dab schätzt, wird deshalb auf BHO-Extrakte setzen.

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Potenter Extrakt

Es gibt diverse Flüssiggase, mit denen Wirkstoffe aus dem trockenen Marijuana gewonnen werden können. Jede dieser Techniken hat ihre Vor- und Nachteile. Wer einmalig seine versamte Ernte retten will, wird teure Geräte meiden. Geht es einem jedoch um hochwertige Extrakte, dann können sich die Anfangskosten auszahlen. Zugleich kann bei der Ernte der intensive Arbeitsschritt des Feintrimmings übersprungen werden. In jedem Fall lässt sich die versamte Ernte noch retten.

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