Weltdrogentag: Kiffen in der Schwangerschaft kann Ungeborenes schädigen

Berufsverband der Frauenärzte warnt zum Weltdrogentag

Der Konsum von Cannabis während der Schwangerschaft kann zu Schädigungen des Gehirns von Ungeborenen führen. Darauf weist der Berufsverband der Frauenärzte zum diesjährigen Weltdrogentag hin. Die durch das Kiffen entstandenen Beeinträchtigungen könnten sich im Falle eines Falles auf das gesamte weitere Leben des Kindes auswirken. Grundlage für diese Annahme sind die Ergebnisse einer großen Studie niederländischer Forscher.

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Wenn schwangere Frauen Cannabis rauchen oder auf anderem Wege zu sich nehmen, so kann dies zu Schädigungen des Gehirns beim ungeborenen Baby führen. Während der Schwangerschaft entwickelt sich das kindliche Gehirn auf besonders schnelle Weise, weshalb es insbesondere äußeren Einflüssen gegenüber höchst empfindlich ist. Der Konsum von Cannabis, Tabak, Alkohol und anderen Drogen zeitigt in diesem Fall rasche Entwicklungsstörungen und kann für bleibende Schäden sorgen.
Niederländische Forscher untersuchten im Rahmen einer groß angelegten Studie 96 Kinder, die während der Schwangerschaft dem Einfluss von Tabak ausgesetzt waren und verglichen deren Gehirne mit denen von 113 unbelasteten Kindern. Anschließend glichen sie die Ergebnisse mit denen von 54 Kindern ab, die während der Zeit im Mutterleib mit Cannabis belastet und deren Mütter von den Wissenschaftlern begleitet worden waren.
Die sechs bis acht Jahre alten Kinder, die im Laufe der Schwangerschaft über den Blutkreislauf der Mutter Cannabis verabreicht bekamen, wiesen dabei Veränderungen der Dicke der Hirnrinde auf, die auch im Grundschulalter per Kernspintomograf noch nachgewiesen werden konnten. Diese Veränderungen können die Funktionsweise des kindlichen Gehirns nachhaltig beeinträchtigen.
Wie der Gynäkologe Christian Albring aus Hannover, seines Zeichens Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte, gegenüber der Ärztezeitung Online (vom 19. Juni 2019) zum deutschen Weltdrogentag am 26. Juni erklärte, wirke Cannabis auf das kindliche Gehirn wie ein Gift auf negative Art und Weise ein, weshalb der Hanfgenuss während der Schwangerschaft alles andere als ungefährlich und mit dem Konsum von Alkohol vergleichbar sei. Albring erläuterte, dass viele Menschen Cannabis für eine harmlose Droge halten, und dass deshalb davon auszugehen sei, dass es eine Reihe von Frauen gebe, die während der Schwangerschaft nicht auf den Gebrauch von Haschisch und Co. verzichten. Anzunehmen, dass dies dem ungeborenen Kind nicht schade, so Christian Albring, sei schlichtweg falsch.
Zwar wurde die Untersuchung der niederländischen Forscher bisher nicht durch eine Kontrollstudie bestätigt. Dass jedoch der Mensch aufgrund seines körpereigenen Cannabinoidsystems empfindlich auf Cannabis reagiert und Babys im Mutterleib in einem stetigen Prozess der Entwicklung sind, legt nahe, dass sich die Einnahme von pharmazeutisch wirksamen Stoffen wie den Cannabinoiden auf das Kind auswirken muss – und damit auf den Konsum von Cannabis und anderen Substanzen vollständig zu verzichten wäre. Während andere wissenschaftliche Studien in den letzten Jahren darauf abzielten zu belegen, dass Cannabiskonsum per se zu verminderter Intelligenz führe – Behauptungen, die mehrfach von Forschern widerlegt worden sind –, ist die Zufuhr von psychotropen Stoffen wie Cannabis während der Schwangerschaft und auch in der Kindheit tatsächlich ein Risikofaktor, der sich negativ auf die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem und damit auf das ganze Leben des Menschen auswirken kann.
Quellen: www.aerztezeitung.de; www.biologicalpsychiatryjournal.com

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