Medizinisches Cannabis reicht hinten und vorne nicht

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In Deutschland herrscht in puncto medizinisches Cannabis Notstand

Deutsche Cannabis-Patienten haben es nicht leicht. Zwar ist seit März 2017 per Gesetzesänderung in der BRD in Sachen medizinisches Cannabis theoretisch alles besser geworden – aber leider eben nur das: theoretisch …
Wer sich als Patient mit Cannabis Linderung seiner Leiden verschaffen kann, darf sich vom Arzt seit März 2017 Cannabisblüten auf Rezept verordnen lassen. Die Krankenversicherer bezahlen diese Medikation jedoch nur in seltenen Fällen. Viele Patienten müssen sich ein Privatrezept besorgen und dann die Blüten für teures Geld (bis zu 28 Euro pro Gramm!) in der Apotheke selber finanzieren. Wer ein solches Rezept hat – egal ob Privat- oder Kassenrezept – der hat aber in vielen Fällen trotzdem das Nachsehen, denn durch diverse, immer wieder auftretende Lieferengpässe seitens der ausländischen Exporteure aus den Niederlanden und Kanada können viele deutsche Apotheken schlichtweg keine Cannabismedizin aushändigen. Teilweise dauert es von der Bestellung beim Apotheker bis zur Übergabe der Blüten ein halbes Jahr.
Der MDR hat auf seinen Internetseiten einen aktuellen Artikel zum Thema veröffentlicht, in dem es heißt: “Die Produzenten sind dem Ansturm offenbar nicht gewachsen, denn in immer mehr europäischen Ländern wird Cannabis als Medizin zugelassen. ‘Ich brauche eigentlich das Pedanios 22/1,’ nennt Sven Lobeda, Apotheker in Dresden-Johannstadt, ein Beispiel. Doch das ist derzeit nicht lieferbar. Die Patienten können nicht einfach auf eine andere Blütenart ausweichen, da sich die Inhaltsstoffe unterscheiden. Die Apotheke hat noch einige Sorten vorrätig, doch andere sind nicht zu bekommen” (Quelle).
Ab dem 4. Quartal 2020 kündigt die Bundes-Cannabisagentur innerhalb des Bonner BfArM deutsche Eigenproduktionen von Medizinalcannabis an. Doch die genehmigte Menge wird bei Weitem nicht für alle deutschen Patienten ausreichen, das ist jetzt schon klar. Auch finden viele Patienten keinen Arzt, der willens ist, die begehrte Medizin zu verschreiben – meist aus Unwissenheit oder Angst vor Strafverfolgung (was freilich nach der Gesetzesnovelle Blödsinn ist).
Wir sind also noch lange nicht an einem Punkt angekommen, an dem medizinisches Cannabis zur Normalität geworden ist. Bleibt zu hoffen, dass die Gesetzeslage durch spezifizierte Modfikationen künftig deutlicher wird – zum Wohle der Patienten.
Hier geht es zum Artikel des MDR Online: https://www.mdr.de/nachrichten/politik/gesellschaft/cannabis-rezept-probleme-lieferung-100.html

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