Grundkurs Endocannabinoide

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Im menschlichen Körper existieren Endocannabinoide

Endocannabinoide sind körpereigene Cannabinoid-Analoga. In diesem kleinen Grundkurs gehen wir nicht auf alle bisher bekannten Endocannabinoide ein, sondern kommen auf die Geschichte der ersten Entdeckung körpereigener Cannabinoid-Analoga zu sprechen, die mit dem sogenannten Anandamid begonnen hatte. Anandamid ist ein Ethanolamid der Arachidonsäure, einer vierfach ungesättigten Fettsäure. Anandamid ist darüber hinaus neben diversen weiteren Cannabionoidanaloga Bestandteil unseres endogenen Chemiehaushalts. Das heißt, dass jeder Mensch THC-ähnliche Wirkstoffe im Körper trägt.
Doch betrachten wir die Fakten der wissenschaftlichen Erforschung dieser Stoffe und ihrer Pharmakologie chronologisch: 1988 wurde von den Wissenschaftlern Devane, Howlett, Melvin und Johnson (Medizinische Fakultät; Saint Louis Universität Missouri/USA) der erste Cannabinoid-Rezeptor (CB1) und 1990 der zweite (CB2) im Körper des Menschen und einiger Säugetiere entdeckt. CB1-Rezeptoren finden sich hauptsächlich im Gehirn, auf den Immunzellen, im peripheren Nervensystem und im Urogenitaltrakt aber auch im Magen-Darm-Bereich, im Hoden, in den Blutgefäßen, im Herzen und in der Milz. CB2-Rezeptoren wurden auf den Immunzellen weißer Blutkörperchen und der Milz gefunden.
1992 fanden Professor Dr. Raphael Mechoulam (Hebrew University, Medical Faculty, Department of Natural Products, Jerusalem, Israel) und sein Team dann heraus, dass Mensch und Tier über ein endogenes Cannabinoidsystem verfügen. Nun konnte die wissenschaftliche Welt sich der Bedeutung der entdeckten Cannabinoid-Rezeptoren sicher sein. Diesen körpereigenen Cannabis-Stoff nannte die Forscher-Formation Anandamid. Wissenschaftliches Synonym: Arachidonylethanolamid.
Ananda kommt aus dem Sanskrit (eine alt-indische Sprache) und bedeutet so viel wie Glückseligkeit. Anandamid bezeichnet also das ‚Amid der Glückseligkeit’. Arachidonylethanolamid ist, wie der Name schon sagt, ein Derivat der Arachidonsäure, einer Fettsäure innerhalb der Zellmembranen und besetzt in der Hauptsache CB1-Rezeptoren.
Bereits 1993 wurden zwei weitere Anandamide, die Endocannabinoide Homo-Gamma-Linolenylethanolamid (Anandamid (20:3, n-6)) und Docosatetraenylethanolamid (Anandamid (22:4, n-6)) entdeckt. 1995 konnte die israelische Forschergruppe um Dr. Mechoulam ein viertes Endocannabinoid, das 2-Arachidonylglycerol (2-AG), nachweisen. 2-AG stimuliert neben den CB1-Rezeptoren auch die Rezeptoren der CB2-Gruppe. Tomaso et al. Berichteten 1996 über das Vorkommen von Anandamid, genauer: von Arachidonylethanolamid in der Schokolade bzw. in der Kakaobohne. Die Kakaobohne ist die Frucht des Baumes Theobroma cacao. Unter Umständen können Anandamide auch im aus Vitis vinifera gewonnen Rotwein nachgewiesen werden.

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