Schweiz legalisiert vorerst nicht

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Schweiz legalisiert wissenschaftliche Studien, nicht aber den Freizeitkonsum

In der Schweiz tut sich ja in Sachen Cannabis so einiges. CBD ist legal und entsprechende Hanfsorten auch. Growen mit Cannabis unter einem Prozent THC ist ebenso erlaubt, mehr aber auch nicht. Auch künftig wird es eventuell wissenschaftliche Studien zum Hanfkonsum geben – die Schweiz legalisiert aber nicht vollständig. Das wurde jetzt wieder einmal beschlossen, wie die Schweizer Morgenpost (Smopo) am 19. Mai 2018 berichtete.
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) hat darüber nun abgestimmt und kam zu dem Ergebnis, dass wissenschaftliche Studien zu Cannabis sehr wohl wünschenswert seien. Eine vollständige Freigabe für Erwachsene und zum Freizeitgebrauch wird es aber vorerst nicht geben. Eine sogenannte Motion – das ist eine Eingabe bei den Behörden – hatte gefordert, für Cannabis einen “Experimentierartikel als Grundlage für Studien zur regulierten Cannabis-Abgabe” ins Gesetz zu implementieren. Dem stimmte die Kommission mit 12 zu 11 Stimmen zu. Eine knappe Kiste also. Eine entsprechende Eingabe der Grünen zur Erneuerung des nationalen Hanfgesetzes (“Bundesgesetz zur Hanfregulierung” = neues Schweizer Hanfgesetz) wurde hingegen mit 14 zu 11 Stimmen abgelehnt. Die Smopo erläutert: “Die Mehrheit der Kommission betont, dass Hanf keine harmlose Droge sei und bisher sämtliche Versuche für eine Legalisierung vor dem Volk gescheitert seien. Der Support für ein Hanfgesetz hätte eine fatale Signalwirkung und würde die Präventionsarbeit torpedieren” (Quelle).
Was sich jedoch bald zum Besseren wenden könnte, ist die Versorgung von Schweizer Patienten mit medizinischem Cannabis. Wie die Smopo berichtet, hatte die Kommission die Motion ““Ärztliche Abgabe von Cannabis als Medikament an chronisch Kranke. Tiefere Gesundheitskosten und weniger Bürokratie” mit 21 zu 0 Stimmen (bei 3 Enthaltungen) durchgewunken. Das lässt zumindest für Kranke hoffen, in Kürze weniger bürokratische Scherereien mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu haben und stattdessen eine wirksame Medizin nutzen zu können. Immerhin ist das ein Anfang.
Hier geht es zum Artikel der Schweizer Morgenpost: http://smopo.ch/keine-legalisierung-von-cannabis/

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