Bekiffte Literatur: hanfige Büchertipps (1)

Bekiffte Literatur ist vielfältig und mal gut und empfehlenswert, mal übel und Geldverschwendung

In unserer kleinen Serie wollen wir einen Blick auf Bücher zum Thema Cannabis werfen. Die Vielfalt an Hanfbüchern ist schier unermesslich und monatlich kommen neue Buchwerke zur Thematik auf dne Markt. Bekiffte Literatur, Teil 1, startet mit einigen Klassikern, die der Cannabisfreund kennen sollte.
Fitz Hugh Ludlow
Der Haschisch-Esser
München: Hugendubel Verlag 2007
Der Brite Fitz Hugh Ludlow war noch ein Student, als er 1857 sein Buch herausbrachte, das in wortgewaltiger Weise von den Haschisch-Erfahrungen des Autors berichtet. Ludlow war kein Kiffer, sondern ein Cannabis-Esser und machte mit gemampftem Hanfharz wahrhaftig psychedelische Erfahrungen, die sich kein normaler Grasraucher vorstellen kann. Neue Auflagen dieses berauschten Klassikers waren 1981 im Basler Sphinx Verlag und 2001 im Nachtschatten Verlag erschienen, sind dort aber inzwischen vergriffen.
Theophile Gautier
Der Haschischklub. Phantastische Erzählungen
Berlin: Ripperger & Kremers 2015
Theophile Gautier und der Pariser „Club des Hashishins“ dürften Hänflingen ein Begriff sein. Gautier war ein Romantiker, der Mitte des 19. Jahrhunderts Drogenexperimente machte und dem Haschisch geradezu verfallen war. Dieses recht neue Buch enthält „phantastische Erzählungen“, unter anderem eine neue deutsche Übersetzung des titelgebenden Texts „Der Haschischklub“. Tipp für Nostalgiker und Drogenbuchsammler.
Walter Benjamin
Über Haschisch
Frankfurt/M.: Suhrkamp 2000
Den Titel dieses Buchs dürfte jeder, der sich für Cannabis interessiert und ein wenig liest, zumindest schon gehört haben. Der berühmte Philosoph und Schriftsteller Walter Benjamin hat einige mehr als erzählenswerte Erfahrungen mit dem potenten Hanfharz gemacht und sie in diesem Band zusammengetragen. Interessant ist zum Beispiel der Text „Haschisch in Marseille“, aber auch die diversen Protokolle von Selbstversuchen sind immer wieder ein inspirierendes Lesevergnügen. Das Buch gehört in jede Hanfbibliothek.
Robert Connel Clarke
Hanf: Botanik, Anbau, Vermehrung, Züchtung
Aarau: AT Verlag 1997
Eines der Bücher, die definitiv zu den Klassikern der Cannabisliteratur gezählt werden müssen. Robert Connel Clarke ist ein Fachmann und führt wissenschaftlich fundiert, aber verständlich in die Ökologie des Hanfs, in Botanik, Anbau, Hybridisierung, Ernte, Cannabinoide, die diversen Strains und vieles mehr ein. 240 Seiten, Großformat, Hardcover.
Mathias Bröckers, Jack Herer, Katalyse
Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf
Frankfurt/M.: Zweitausendeins 1993 / Solothurn: Nachtschatten Verlag 2008
Dieses Buch hat die Sicht auf den Hanf nachhaltig verändert. Bestsellerautor Mathias Bröckers hat eine Broschüre des US-amerikanischen Cannabispioniers Jack Herer übersetzt (Titel: The Emperor Weares no Clothes) und, um eigene Inhalte ergänzt, dies bahnbrechende Buch herausgebracht. Hier findet sich für eine breite Öffentlichkeit erstmals alles zur Nutzpflanze Cannabis, zur Rauschpflanze, zur Heilpflanze und zur Cannabiskultur. Inklusive vieler wertvoller Dokumente der Zeitgeschichte, wie zum Beispiel ein Reprint der „Lustigen Hanffibel“, die Landwirten den Anbau von Cannabis nahebringt. Zuerst bei Zweitausendeins herausgekommen, dann Neuauflage im Nachtschatten Verlag, wo es bis heute erhältlich ist.
Im nächsten Teil unserer Serie präsentieren wir eine weitere Auswahl an Cannabis-relevanter Literatur.

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