Marijuanapflanzen indoor stützen

Marijuanapflanzen indoor stützen

Man kann dem Gras beim Wachsen zusehen

Marijuana gehört zu den Pflanzen, die unter guten Bedingungen wirklich mehrere Zentimeter am Tag wachsen. Indoor fehlt das wechselhafte Lichtspektrum von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang mit dem teils bewölkten Himmel. Es fehlen auch die harten Temperaturschwankungen, das anhaltende Niesel- oder Regenwetter sowie der böige Wind. Das sind alles Faktoren, mit denen Outdoorpflanzen kräftiger wachsen, dennoch müssen auch sie häufig gestützt oder in der gewünschten Position angebunden werden.
Hier geht es um die Indoorpflanzen, die bei guten Growern Bedingungen vorfinden, mit denen sie ganze Blütenmassen bilden, die natürlich als Gewicht auch nach unten drücken. Drücken sich die Pflanzen wegen ihres eigenen Gewichts zu Boden, werden sie schneller schimmeln und die Pflanzen nicht mehr ausgewogen beleuchtet oder durchlüftet. Sie werden letztendlich weniger Quanti- und Qualität bringen. Deswegen werden hier schnell ein paar Möglichkeiten geschildert, wie man die Pflanzen stützen kann. Diese Maßnahmen dienen auch dazu, die Pflanzen auszurichten, um sie gleichmäßiger beleuchten zu können.
Es gibt grundsätzlich zwei ganz unterschiedliche Situationen beim Indooranbau für die Blüte: Werden die Marijuanapflanzen noch bewegt oder bleiben sie bis zur Ernte an Ort und Stelle stehen? Wenn diese Pflanzen noch bewegt werden sollen, dann wären Bambusstäbe in den Töpfen oder Pflanzenjojos gut. Das Pflanzenjojo wird an der Decke an einem schräg nach oben gebogenen dünnen Nagel befestigt, der Haken wird runtergezogen und soll an die Pflanze geklemmt werden. Leider lösen sich die Haken gelegentlich von alleine und beim Hochschnellen zerreißen sie die Blätter. Deswegen sollte man den Haken um die Pflanze legen und in den Kunststofffaden einhaken.
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Werden die Töpfe nicht mehr bewegt, dann wären Pflanzennetze besser. Diese werden einfach etwas über die Pflanzen gehängt und leicht gespannt, bevor die Blüte eingeleitet wird. Je nach Wuchskraft der Pflanzen kann das Netz etwas niedriger oder höher gespannt werden. Die Pflanzen müssen im Normalfall erst dann gestützt werden, wenn sie wirklich Blüten ansetzen, weswegen das Pflanzennetz also ruhig auf Höhe vom mittleren bis oberen Drittel der Pflanzenhöhe hängen kann. Die Pflanzen wachsen durch die Netzmaschen und werden durch dieses Netz gestützt. Da die Pflanzen sich auch von selber etwas nach dem Licht ausrichten, werden sie die Fläche sehr gut begrünen. Zur Ernte kann man entweder die Pflanzen aus dem Netz herausschneiden und dieses noch einmal verwenden. Oder das Netz wird zerschnitten und beim nächsten Durchgang ein neues Netz verwendet.
Wenn man immer die selben Netze nimmt und einmal in der Kammer gute Vorrichtungen anbringt, um die Netze einfach nur reinzuhängen, dann ist das auf jeden Fall viel einfacher, als wenn jede Pflanze mit einem Pflanzenjojo oder Bambusstab einzeln ausgerichtet werden muss. Weiterhin könnte man über den Pflanzen mit einer Lichtschiene arbeiten. Mit Pflanzenjojos, die von der Decke runterhängen, würde dies nicht gehen.
Gelegentlich hat es selbst im Profisystem mit hydroponischem Anbau Sinn, wenn man die Pflanzen noch bewegen kann. Es sind Pflanzen, und die einen wachsen schneller und höher als die anderen. Wer die kleineren nicht aufbockt, sollte diese wenigstens unter die Lampen und die großen zum Rand stellen. Wer vorher ein Pflanzennetz gespannt hat, kann das nicht mehr machen oder muss vor der Blüte gut abschätzen, welche der Pflanzen wie wachsen werden. Auch dann, wenn die Pflanzen mal unvorhergesehen umgestellt werden, weil vielleicht ein technisches Gerät ausgetauscht wird oder ein Bewässerungsschlauch abspringt, wäre das Pflanzennetz ein Nachteil. Man müsste es dann wirklich zerschneiden und hinterher auf Bambusstäbe oder Pflanzenjojos setzen.
Bambusstäbe lassen sich immer wieder verwenden, außerdem findet man im Gartenhandel Pflanzklammern oder mehrfach verwendbaren Kabelbinder für Pflanzen. Diese werden als „Pflanzenbinder“ bezeichnet. Mit Bindfäden zu arbeiten wäre wirklich zeitraubend. Bei Steinwollmatten oder einem Fließtisch werden die Bambusstäbe wenig Halt finden, in diesen Situationen wären wieder die Pflanzenjojos die bessere Wahl. Wenn für diese einmal genug Haken an der Decke sind, kann man sie immer passend umhängen und hat auch mit diesen Pflanzenjojos wenig Arbeit.
Das alles bedeutet, dass es auf einen selbst ankommt, sich einmal auf die gewählte Technik einzustellen. Dann wird man die Pflanzen sehr gut stützen. Diese legen sich nicht ineinander und stehen damit luftiger. Die Feuchtigkeit kann besser entweichen, Schimmel wird nicht oder nicht so schlimm ansetzen. Das Licht wird ebenfalls besser zur Wirkung kommen. Das bedeutet, dass man Marijuanapflanzen, die sich durch ihr Blütengewicht zur Seite legen könnten, besser bereits beim Umstellen von 18/6 auf 12/12 Stunden mit einem Pflanzennetz präpariert oder kurz danach mit Bambusstäben oder Pflanzenjojos stützt.
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Gerade die Pflanzenjojos ziehen an den Pflanzen, diese sollten schon eine gewisse Substanz mitbringen, bevor sie angebracht werden.
Es gibt natürlich auch Strains, die nur klein, gedrungen und stabil oder auch groß und dennoch stabil wachsen.
Es kommt zudem auf die eigenen Anbaumethoden oder die Ausgangssituation an, wie wackelig die „Herzdamen“ unter den Lampen stehen. Häufig muss nicht jede Pflanze gestützt werden. Wer es auf die Hauptbuds absieht und deswegen auf den Quadratmeter 25 Setzlinge stellt, denen vor der Blüte oder zu deren Beginn die Seitentriebe abgetrennt werden, der hat hinterher 25 dicke Buds unter den Lampen.
Diese müssen im Normalfall nicht gestützt werden. Einige Strains verholzen während der Blüte jedoch nicht wie die anderen und behalten biegsame Äste, die mit der Blütenpracht schnell runterhängen.
Es gibt sehr viele Faktoren beim Marijuanaanbau und vieles sieht man der neuen Sorte erst beim eigentlichen Anbau an. Wer nicht weiß, ob ein Pflanzennetz notwendig ist und es nicht auf Verdacht einsetzen möchte, der kann immer noch mit Bambusstäben oder Pflanzenjojos arbeiten.
Text: Robert B.

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