und das Super Silver Haze Abenteuer

Selbst erfahrene Grower können Probleme bekommen, wenn sie von ihren bewährten Anbaumethoden und Cannabissorten abweichen. Es gibt Indica-Grower, Sativa-Grower und All-Round-Grower. Diese Geschichte handelt von dem gewagten Abenteuer einer Gruppe von Indica-Growern, die ihr Glück mit einer extremen Sativa versuchten. Bart B. Spricht mit Mr. Greenthumb aus Deutschland.

Selbst erfahrene Grower können Probleme bekommen, wenn sie von ihren bewährten Anbaumethoden und Cannabissorten abweichen. Es gibt Indica-Grower, Sativa-Grower und All-Round-Grower. Diese Geschichte handelt von dem gewagten Abenteuer einer Gruppe von Indica-Growern, die ihr Glück mit einer extremen Sativa versuchten. Bart B. Spricht mit Mr. Greenthumb aus Deutschland.

Die Pflanzen sind in der Wachstumsphase, aber wegen der niedrigen Temperatur schießen sie nicht gerade in die Höhe.

Die GGA (German Growers Association) ist ein großer Zusammenschluss von Cannabis- und Haschliebhabern, die sich vor einigen Jahren zusammentaten, um etwas gegen die miserable Qualität von kommerziellem Cannabis zu unternehmen. Klugerweise fassten sie den Entschluss, es selbst anzubauen. Zuerst draußen, aber wegen ständiger Probleme mit Wildtieren und Dieben wechselten viele GGA-Mitglieder zum Indoor-Anbau und legten ihre Plantagen unter Lampen an.

“Wir begannen mit einem 600-Watt-NDL-System, das schon bald auf drei und vier Systeme erweitert wurde”, erzählt Mr. Greenthumb, “und bevor wir erkannten, was eigentlich vor sich ging, waren wir bereits dem Indoor-Anbau verfallen. Seitem haben wir sehr, sehr viele Lampen gekauft. Unsere Mitglieder hatten schon jede Menge Erfahrung im Anbau gesammelt, sowohl mit ihren eigenen Pflanzungen als auch mit großen, kommerziellen Anbauprojekten, indoors und in Gewächshäusern – in der Schweiz mit bis zu 5000 Pflanzen pro Ernte.

Schließlich wechselten die Pflanzen in die Blühphase. Die niedrige Temperatur hat den Vorteil, dass die Größe der Super Silver Haze unter Kontrolle gehalten wird.

Irgendwo im Herzen Europas, weit entfernt von den Amsterdamer Grachten und den majestätischen Bergen der Schweiz, richtete das GGA-Team einen modernen High-Tech-Hydro-Anbauraum mit vierzehn 600-Watt-NDL-Lampen in einem alten, leerstehenden Gebäude ein.

Von Anfang an erwies es sich als ziemlich schwierig, diesen großen Anbauraum in so einer städtischen Wohngegend aufzubauen. Schließlich wollten wir nicht, dass sich die Leute fragten, wo all diese Brummies voller Material herkamen und was hinter der ganzen Sache steckt. Daher war es äußerst wichtig, dass wir bei der Arbeit sehr umsichtig vorgingen. Weil die Grower-Szene in unserem Land nicht so riesig ist, ist es nicht immer einfach, an eine größere Menge Klone zu kommen. Glücklicherweise hatten wir in einem unserer GGA-Mitglieder eine gute Bezugsquelle für qualitativ hochwertige Klone.

Doch kaum hatten wir den Anbauraum komplett eingerichtet, stellte sich heraus, dass unser gewohnter, bewährter Klon-Lieferant dieses Mal nicht liefern konnte. Es blieb nichts Anderes übrig als uns woanders nach Klonen umzusehen, mit denen wir unseren neuen Anbauraum bepflanzen konnten. Bis dahin waren wir sehr erfolgreich, wenn wir hauptsächlich entzückende – wenn auch kommerzielle – Indica-Sorten verwendeten. Wir hatten sehr wenig Erfahrung ausschließlich mit Sativa-Sorten, als uns  Super Silver Haze-Klone angeboten wurden. Das Team-Mitglied Mr. G stellte im Netz einige Recherchen an und kam zu dem Ergebnis, dass wir die Klone so schnell wie möglich in unserem neuen Anbauraum zum 'Arbeiten' bringen sollten.”

Den Anbauraum einrichten

Nach 22 Tagen Blühphase sind noch keine Anzeichen von Blütenbildung zu erkennen.

“Zuerst reinigten wir den ganzen Raum, brachten an den Wänden weiße Folie an, wonach das zerfallende Gebäude gleich sehr viel besser aussah. Wir entschieden uns für Steinwollplatten als Pflanzmedium (in Libra-Kästen). Neun Libra-Kästen wurden immer unter zwei 600-Watt-NDL-Lampen platziert, um den Raum maximal zu nutzen; dann konstruierten wir Holzrahmen, um die Libra-Kästen zu stützen. Da die Bedeutung der Lüftung – wenn man drinnen anbaut – in vielen Anbauräumen unterschätzt wird, entschlossen wir uns, lieber ganz sicher zu gehen und verwendeten einen 5000 m3-Ventilator, den wir in eine schalldichte Box mit schallgedämpften Abluftrohren einbauten, die wiederum mit zwei 2500 m3 Kohlefiltern versehen waren.

Indem wir so vorgingen, waren wir sicher, jegliche Lärmbelästigung unterbunden und unangenehme Gerüche auf ein absolutes Minimum reduziert zu haben. Unser Lufteinlass war dieses Mal passiv, und das funktionierte wirklich gut. Ich meine damit, wir verwendeten keine Zuluftpumpe. Der Vakuumextraktor wurde mit einem Thermostaten verbunden, der die Geschwindigkeit des Ventilators regulierte. Dann schoben wir einen 500-Liter-Behälter in den Raum und schließlich wurden alle Röhre und Drähte gut miteinander verbunden, so dass es an der Zeit war, die Lampen einzuschalten und unter ihnen die Klone einzupflanzen.

Ein Blick auf das Anbauprojekt nach 49 Tagen Blüte. Zu diesem Zeitpunkt wären viele Indica-Sorten bereits ausgereift.

Als der Raum betriebsbereit war, gab es draußen Frost. Selbst unter diesen Bedingungen nahmen wir an, dass die vierzehn 600-Watt-NDL-Lampen den Anbauraum ausreichend beheizen würden. Leider war das nicht der Fall… Wo die Klone standen, war die Temperatur niedrig trotz all dieser Lampen und obwohl wir weitere Wärmequellen einsetzten. So kamen unsere Klone nur mühsam in die Gänge, obgleich sie immer noch gut aussahen. Wir benutzten 2 x 5 Kilowatt Propangasheizer und ein mobiles 2000-Watt-Heizgerät, um die Temperatur in einem vernünftigen Rahmen zu halten. Glücklicherweise hielt sich die Luftfeuchtigkeit so etwa im Bereich zwischen 45 und 60 Prozent. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu sehr absank, besprühten wir die Pflanzen jeden Tag mit warmem Wasser (25 Grad), in das Hesi Supervit gemischt war. Erfreulicherweise verbesserte sich die Lage nach einigen Wochen, die Temperatur stieg, wodurch auch die Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanzen zunahm. Es sah gut aus. Den Klonen wurde nur wenig mehr als eine Woche Anzuchtphase eingeräumt, bevor die Blühphase ausgelöst wurde. Wie ich bereits erwähnte, waren wir lediglich mit dem Anbau kommerzieller Indicas vertraut, die gewöhnlich in acht Wochen blühen, und so waren wir etwas besorgt, weil anfangs die Blütenbildung nur langsam in Gang kam. War dies zurückzuführen auf die niedrigen Temperaturen oder leichten Eisenmangel – oder lag es einfach an der minderwertigen Genetik der Pflanzen? Kurz, war war mit diesen Sativas eigentlich los?”

Die ersten Blüten

Nach einer quälend langen Blühphase ist die Erntezeit endlich angebrochen. Eine entzückende, bildhübsche Super Silver Haze.

“Nachdem auf die Pflanzen für 48 Tage das 12/12-Schema (12 Stunden Licht/12 Stunden Dunkelheit) angewendet worden war, begannen die Klone endlich etwas fetter zu werden. Die meisten Sorten, die wir zuvor angebaut hatten, wären um diese Zeit schon völlig ausgereift gewesen. Aber gerade so sind diese Sativa-Sorten eben; nach 50 Tagen sind noch keine Anzeichen einer einsetzenden Reifung zu erkennen. Alle Haare waren immer noch leichenblass und sprossen weiter.

Die Pflanzen hatten ihren Raum gut ausgefüllt. Die Blüten wurden langsam aber sicher härter und praller, und wir waren sehr gespannt, wie dieses Sativa-Abenteuer ausgehen würde. Wir erkannten, dass diese Sativa die hohe Dosierung der Pflanzennahrung, die wir ihnen gaben, nicht genossen, wie es unsere Indicas getan hatten. Daher gaben wir den Blüten um den 70. Blühtag herum – es war immer noch das 12/12-Zeitschema eingestellt – ein wenig PK 13-14 und schließlich explodierte die Blüte geradezu. Die Blüten wuchsen und wuchsen, zeigten jedoch immer noch keine Reifungsanzeichen, so dass wir sogar noch einen Schritt weiter gingen und einen neuen 500-Liter-Behälter mit Nährlösung zurechtmachten und den Pflanzen eine frische Ladung Nährstoffe gaben. Ab dem 90. Tag der Blühphase begannen wir damit, das System zehn Tage lang mit frischem Wasser durchzuspülen, das den richtigen pH-Wert aufwies. Anschließend, nach 100 Tagen Blühphase, konnten wir endlich ernten.”

Mühselige Schneidearbeiten

Es ist schwierig, einen Garten voller Sativas unter Kontrolle zu halten und daher wagen viele Grower diesen Schritt nicht.

“Verglichen mit Indicas gestaltete sich die Maniküre der Sativa-Blüten schwierig, weil deren Struktur weniger kompakt war. Im Vergleich zu unseren vorherigen Indica-Ernten kostete uns die Maniküre mehr Zeit. Als wir diesen Anbau begannen, sagte uns ein sehr guter englischer Grower, wir seien sehr mutig, Sativas in so einem gewerbsmäßigen Umfang anzubauen und ich fragte ihn, was er damit sagen wollte. Nun ist mir erst richtig klargeworden, was er damit meinte, und ich kann es nicht erwarten, wieder zu Indicas zu wechseln, selbst wenn ich persönlich das Ergebnis, den Smoke von Super Silver Haze, als sehr angenehm empfand. Unser Ertrag fiel am Ende recht mager aus und lag durchschnittlich bei etwa 0,68 Gramm pro Watt. Mr. G behauptete steif und fest, falls er jemals diese Sorte nochmals mit dem gleichen System anbauen würde, könnte er mühelos ein gutes Gramm pro Watt herausholen – aber dieser Fall wird nicht mehr eintreten. Er legte sich einen einzigen Klon für seinen persönlichen Gebrauch zurück, weil dieser Super Silver Haze eine exzellente Cannabissorte ist; gut getrocknet war das Endprodukt von höchster Qualität.”

Seien Sie gespannt auf weitere Abenteuer der GGA und haben Sie bis dahin  viel Freude an Ihrem Anbau. Genießen Sie Ihren Smoke – wo immer Sie sind!

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