Skunk #1

Soft Secrets
08 Jun 2015

Eine reinrassige Varietät.


Eine reinrassige Varietät.


Skunk #1

Skunk #1, eine reinrassige Varietät, die die Geschichte der Cannabis revolutionierte, ist verbreiteter, allgegenwärtiger und erfolgreicher als fast jede andere kommerzielle Sorte.

Name der Sorte: The Pure (ursprünglich Skunk #1)
Züchter: Flying Dutchmen
Genetik: 75% Sativa / 25% Indica
Herkunft: Colombian x  Mexican x Afghan
Blühphase: 8 Wochen
Outdoor-Ernte: 56 Tage oder Mitte bis Ende September

Skunk #1 ist überhaupt einer der ersten kommerziellen Cannabis-Hybride. Dieser wahrhaftige Superstrain wurde aus über zwanzigtausend Pflanzen selektiert, und seine Herkunft aus dem Gewächshaus bedeutet: Skunk kann drinnen oder draußen angebaut werden, in nahezu allen Klimaten, denn sie kann sich sowohl an künstliche als auch an natürliche Lichtzyklen anpassen. Als optimale Mischung kolumbianischer, mexikanischer und afghanischer Genetiken ist Skunk#1 eine unverfälschte, reinrassige Sorte, in der sich alle optimalen Eigenschaften dieser Landrasse-Sorten vereinen. Das macht die Genetik stabiler, zugänglicher, viel einfacher anzubauen und zu kontrollieren - ganz abgesehen davon, dass es dem Grower möglich ist, Dinge wie Wirkung, Geschmack, Erntezeit und Ertrag zu prognostizieren. 

Es ist keine Seltenheit, dass man in Plantagen unter tausenden Saatpflanzen verschiedener Marken Skunk-Phänotypen wiedererkennt. Tatsächlich hatte diese Sorte einen so großen Einfluss auf die frühe kommerzielle Hybridzüchtung, dass etwa in Großbritannien bis heute die ansehnlichen Blütenstände von Indoor-Pflanzen zumeist als "Skunk" bezeichnet werden, selbst wenn keine genetisch-verwandtschaftliche Beziehung besteht. Der Name ist zu einem Synonym für potente Indoor-Nuggets geworden – eben doch was anderes als die milderen Outdoor-Blüten oder das schwache Ditch Weed.

Herkunft der Skunk #1

Bevor jeder Cannabissamen online kaufen und sein eigenes Gras anbauen konnte, war die internationale Cannabisbranche sehr heterogen. Damals, in den 1970er und 1980er Jahren, kam das meiste selbst angebaute Marihuana aus in Tütengras vorhandenen Samen, der in eigenen Plantagen oder auf freiem Feld eingepflanzt wurde. Dies änderte sich grundlegend, als einige bewanderte Grower Züchter wurden, Kultur- und Landrasse-Sorten aus der ganzen Welt sammelten, nach Hause brachten, um sie anzubauen, zu stabilisieren und zu kreuzen.

Um diese Zeit herum fanden sich einige prominente Schwergewichte der Szene zusammen, um eine der berühmtesten und einflussreichsten Sorten aller Zeiten zu kreieren - die Skunk #1. Ein Amerikaner, "Sam the Skunk" genannt, hatte erlesene Samen von zahlreichen Kulturvarietäten aus der ganzen Welt gesammelt und brachte sie Mitte der 1970er Jahre nach Holland - zusammen mit einigen neuen Kreuzungen wie der Skunk #1. Dies war die Initialzündung für die vereinten holländischen und amerikanischen Anstrengungen, die die Branche revolutionierten und zahllose neue Zuchtprojekte anstießen.

Einmal in den Händen eines versierten, begnadeten Züchters namens Eddy, wurden diese sorgfältig gesammelten "Bush Seeds" an verschiedenen Orten in den Niederlanden gepflanzt – auch in massiven Gewächshäusern, in denen sich die natürlichen Lichtzyklen nutzen ließen und die eine geschützte Umgebung für die Selektion der interessantesten Genetiken boten. Durch Selektion von buchstäblich Tausenden Pflanzen wurde der Skunk #1 stabilisiert und um das Jahr 1984 herum der erste echte reinerbige holländische Hybride erzeugt.

Von Sacred Seeds über Mar Mar zur Seed Bank und dann Flying Dutchmen hatte Eddys Zuchtprojekt die Cannabisszene für immer verändert. Die Skunk #1 war zur archetypischen Varietät der speziell selektierten Genetiken geworden, die sich nicht nur mit Erfolg anbauen ließ - man konnte auch aufgrund ihrer Stabilität das Ergebnis vorhersagen.

Skunk #1-Anbau, Phänotypen und Wirkung

Skunk-Pflanzen sind für Einsteiger leicht anzubauen und sehr beliebt bei Leuten, die nur über einen begrenzten Raum verfügen. Kolumbianische Genetiken produzieren normalerweise große, schlanke, graziöse Pflanzen mit langen Internodien und grasigen, Haze-artigen Buds; mexikanische Gene zügeln diese Streckungstendenzen und bewahren gleichzeitig das klare, nur etwas benommen machende High, das kennzeichnend für Landrasse-Sativas ist. Auch die lange kolumbianische Blühphase wird durch die Vereinigung mit der mexikanischen Sativa verkürzt, aber die afghanische Vaterpflanze ist hauptsächlich verantwortlich für die kleine, untersetzte Statur, die achtwöchige Blühphase und die ertragssteigernden Eigenschaften der Skunk #1.

Skunk-Pflanzen sind üblicherweise sehr robust, kräftig und "nicht nachtragend", für gewöhnlich halten sie Stress aus. Die zentralen Stängel sind dick und kräftig, was einen beeindruckenden Ertrag ermöglicht. Skunk-Pflanzen lassen sich in allen möglichen Systemen leicht anbauen - es ist wirklich keine Hexerei - und auf die Beseitigung der zentralen Cola, um das Wachstum der Seitenzweige und die Blütenproduktion zu fördern, reagieren sie extrem gut. Super-Cropping, Topping oder FIM führen zu exzellenten Resultaten; diese Verlässlichkeit und Beständigkeit ist im Wesentlichen auf die echte, reinerbige Natur der originalen Skunk #1 zurückzuführen und erklärt ihre Omnipräsenz und Langlebigkeit in der gesamten internationalen Cannabisszene.

Die meisten Skunk #1-Pflanzen lassen sich klein und buschig halten. Für eine derart sativadominante Sorte ist es erstaunlich, dass sie wie eine Indica wächst. Der Abstand zwischen den Nodien ist relativ kurz, aber für einen gute Luftstrom reicht es dennoch. Die Blätter sind mittelgroß bis groß und von gold- bis mittelgrüner Farbe. Die Colas sind bauchig, dick, schwer und sehr dicht, präsentieren rötliche bis orangene Griffel, haben kurze Blätter an den Spitzen und sehr viele Calyxe, an denen unzählige winzige Seitenzweige hängen - ein charakteristisches Merkmal dieser Sorte. Ein weiteres Indiz für Skunk-Genetik ist, dass eine kleine Blüte dieser Sorte "expandiert", nachdem sie einen Grinder passiert hat, sich dann aufplustert zu einer vollen Ladung penetrant riechenden Marihuanas. 

Der zitronige Blütenduft wird ausgeglichen durch ein würziges, berauschendes, markantes Aroma, wobei keines eine Ähnlichkeit mit den typisch afghanischen Tönen aufweist. Die Wirkung ist sehr stark, denn Körper und Geist werden durch den 75%-igen Sativagehalt stimuliert, der durch den 25%-Indicaanteil ausgeglichen und gemildert wird. Sie ist kein "Leisetreter"; die kräftige Wirkung der originalen Skunk #1 hält länger an und bleibt die gesamte Zeit auf einem angenehm hohen Niveau.

Mit Skunk #1 verwandte Hybride


Pot of Gold

Vor etwa acht oder zehn Jahren wäre die Annahme, dass nicht weniger als sechzig Prozent der kommerziellen Cannabishybride zumindest etwas vom Skunk #1 enthielten, eine zurückhaltende Schätzung gewesen. Einige von diesen sind Kreuzungen zwischen Skunk #1 und Afghani, wie beispielsweise Super Skunk von der Sensi Seed Bank, oder Big Buddha's Cheese, die eine stechendere Variante des traditionellen Geruchs bietet, mit stärkeren Zitrusnoten und einem beinahe bitteren Unterton als Ergebnis des höheren Afghani-Anteils.

Andere offenbaren ihr Skunk-Erbe durch Geschmack, Aroma, äußeres Erscheinungsbild und Wirkung. Orange Bud ist eine alte Sorte, die hinsichtlich Blütenstruktur, Geschmack und Wirkung der Skunk #1 ähnelt, und auch der Old-School-Klassiker Warlock von Magus Genetics hat ein starkes Skunk-Erbe.

Weil für alle Flying Dutchmen-Kreuzungen eine originale, reine Skunk verwendet wurde, was half, schwierige Genetiken zu zähmen, werden Grower, die sich einen einfachen Anbau wie mit der Skunk #1 wünschen, mit Pot of Gold (Hindu Kush x Skunk #1), Dutchmen’s Royal Orange (California Orange x Skunk #1) oder Aurora B. (Northern Lights x Skunk #1) von der legendären Marke zu einem vergleichbaren Erfolg kommen.

 

 

 

 

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