Cannabis muss legal sein
Hanf und Alkohol gleichbehandeln
Hanf und Alkohol gleichbehandeln
Dass Alkohol in unseren Gefilden legal ist und Cannabis nicht, ist das Ergebnis eines Aktes reinster Willkür. Allmählich geht auch den Legalisierungsgegnern jegliches Argument aus. Selbst die deutschen Mainstreammedien kommen nicht mehr umhin, die drogenpolitische Entwicklung kritisch zu sehen. So ist in der Süddeutschen Zeitung gerade ein Artikel erschienen, der sich mit genau dieser Problematik befasst. Hier einige Auszüge:
"Manchmal lohnt ein kleines Sprachexperiment. Man nehme ein paar typische Sätze über die Gefahren des Konsums von Cannabis und tausche ein einziges Wort aus. Zum Beispiel: Der regelmäßige Konsum von Alkohol schadet der Hirnreifung von Jugendlichen. Oder: Vor allem Jugendliche, die vor dem 15. Lebensjahr mit dem Trinken beginnen, müssen mit erheblichen Schäden rechnen. Das Ergebnis ist verblüffend. Trotz des Austauschs werden die Sätze nicht falsch - obwohl sie jetzt von der erlaubten Droge Alkohol handeln statt von der verbotenen Droge Cannabis."
Und: "Die Konsumenten haben das Cannabis-Verbot ohnehin längst wirkungslos gemacht. Die Masse von Leuten, die sich jeden Tag auf illegale Weise ihr Gras besorgen, könnte die Polizei auch mit der doppelten Zahl der Beamten nicht eindämmen. Sie kann die Hobby-Anbauer nicht kontrollieren, nicht die Schmuggler, die Zwischenhändler oder die Dealer. Ja, der Staat ist nicht mal den Internet-Händlern gewachsen, die Kräuter mit künstlichen Cannabinoiden mischen."
Und schließlich: "Damals wie heute ist eine Legalisierung der richtige Weg. Cannabis sollte für Erwachsene, nicht aber für Jugendliche frei erhältlich sein. Wer es vertreiben möchte, muss dafür eine Konzession beantragen und steht unter besonderer Aufsicht. Das Gras selbst sollte man mit einer Gras-Steuer belegen, die bis zu 200 Prozent des Produktwertes betragen kann."
Ein guter Ansatz, wie wir finden. Lest den ganzen Artikel auf http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/drogenpolitik-gebt-das-hanf-frei-1.2289422