Cannabis News Deutschland, Schweiz und Österreich

Cannabis-News-Deutschland

Medizinisches Cannabis aus Neumünster

Ende 2020 wird die erste deutsche Ernte an medizinischem Cannabis für die Apotheke erwartet. Eines der Unternehmen, die vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn den Zuschlag für die Produktion erhalten haben, ist die Aphria Deutschland GmbH – ein Tochterunternehmen des gleichnamigen kanadischen Pharmaherstellers –, die in Neumünster eine Produktionsanlage im Hochsicherheitsstil aufgebaut hat. Das BfArM hat vorerst eine Herstellungszeit von vier Jahren zu je einer Tonne Medizinalcannabis genehmigt – eine Menge, die nicht ausreichen wird, um den Bedarf der deutschen Patienten zu bedienen. Schon jetzt ist klar, dass weiterhin auch Import-Cannabis aus den Niederlanden und Kanada ins Land geholt werden muss, um der Nachfrage vonseiten der Apotheken auch nur annähernd entsprechen zu können. Der Anbaubunker der Aphria GmbH befindet sich im Gewerbegebiet Neumünster-Süd und besteht aus mehr als 14.000 Tonnen Stahlbeton. Dazu kommen dann vor Inbetriebnahme noch 400 Überwachungskameras und ein Drohnenabwehrsystem, um den Auflagen der deutschen Regierung zu genügen. Anfang August war das Richtfest des Gebäudes, demnächst soll die Anlage in Betrieb genommen werden, damit Ende des kommenden Jahres die ersten Chargen auf den Markt kommen können.

Quelle: www.ndr.d

Hanfparade 2019 schwach besucht

Die diesjährige Hanfparade am 10. August in Berlin – immerhin bereits die 23. Auflage – war mit etwa 8000 Teilnehmern leider nicht besonders gut frequentiert. Trotz der zunehmenden Salonfähigkeit des Cannabis auch in Deutschland, konnten die Veranstalter auch in diesem Jahr keinen Besucherrekord verzeichnen. Pressemeldungen der Polizei sprachen gar nur von ungefähr 4000 Demonstranten, die für eine Veränderung der Cannabis- und Drogenpolitik durch Berlins Innenstadt zogen. Diese Diskrepanz, was die Teilnehmerzahlen angeht, ist der Presse übrigens jedes Jahr zu entnehmen. Dabei soll, so scheint es jeden August aufs Neue, von behördlicher Seite das Interesse an der Thematik heruntergespielt werden, wohingegen die Organisatoren der Parade versuchen, wahrheitsgemäße Informationen über die Anzahl der Besucher nach außen zu geben. Auf dem Youtube-Kanal des Deutschen Hanfverbands (DHV) ist sowohl eine Videodokumentation der Hanfparade 2019 zu sehen wie auch eine Sammlung von Links zu Presseartikeln zu finden. Wie DHV-Geschäftsführer Georg Wurth berichtet, war die diesjährige Parade „eine friedliche Veranstaltung“, positives Feedback sei auch von Passanten und Touristen gegeben worden, die den Demozug zufällig beobachten konnten.
Quellen: www.hanfparade.de; www.youtube.com/watch?v=8HjPSD_9TUM

Schweiz: Legalen Cannabis-Produzenten geht die Luft aus

Der Hype ums Schweizer legale Cannabidiol-Marijuana erlebt zurzeit eine Flaute. Der Grund dafür: ein rasanter Preisverfall aufgrund zu vieler Hersteller – und Produkte. 2016 war der Boom um das erlaubte CBD-Cannabis gestartet und hatte eine immense Vergrößerung des Markts von Cannabis-Produzenten zur Folge. Gab es anfangs gerade mal fünf Hersteller solcher Hanfprodukte in der Eidgenossenschaft, waren es 2017 schon 490 Unternehmen (!), die das legale Weed anbauten und vertrieben. Immer mehr Geschäftsleute witterten das große und vor allem schnelle Geld und begannen, ihre Produktionen von CBD-Gras immer größer aufzuziehen. Das Ende vom Lied war, dass der Markt mit allen möglichen Cannabidiol-Waren förmlich überschwemmt wurde – und heute, wo die Schweiz 665 legale Hanfproduzenten zählt, ein enormer Preisverfall Schwierigkeiten bereitet. Das Überangebot an CBD-Weed und verwandten Produkten sowie die nachlassende Nachfrage seitens der Käufer führte allmählich zu einem Wertabfall der legalen Gras-Sorten, weshalb vor allem kleinere Hersteller und Händler nicht mehr mithalten können. Die Neue Zürcher Zeitung berichtete am 24. Juli 2019: „Während Anfang 2017 für ein Kilo legales Cannabis bis zu 6000 Franken verlangt werden konnten, sind es heute nur noch zwischen 1000 und 1500 Franken“. Damit ist in Kürze ein Ende des Booms abzusehen, was Insider schon lange vorhergesehen hatten.
Quelle: www.nzz.ch

Österreich: Bürger für Legalisierung von Cannabis

Mehr als die Hälfte der Österreicher ist nach einer Umfrage für eine Lockerung der landeseigenen Cannabispolitik. Das ergab eine repräsentative Erhebung, die das im CBD-Bereich agierende Startup-Unternehmen MAGU im Juli dieses Jahres in Auftrag gegeben hatte. Demnach stimmten 54 Prozent der Befragten für eine Legalisierung von Cannabis. Besonders der nicht psychoaktive Wirkstoff Cannabidiol (CBD) ist bei den Österreichern beliebt, wie sich im Rahmen der Umfrage ergab. Ungefähr Dreiviertel der CBD-erfahrenen Bürger halten die medizinischen Qualitäten (vor allem Schmerzbekämpfung und Schlafförderung) des Cannabinoids für gut bis sehr gut. Das Marktforschungsinstitut Integral, das mit der Umfrage betraut war, hatte zu diesem Zweck 1009 Personen zwischen 16 und 69 Jahren befragt. Dabei gab jeder zweite Teilnehmer an, den Unterschied zwischen CBD und dem psychotropen THC zu kennen. Ganze 78 Prozent der Befragten erwarten von der sich neu firmierenden Regierung Österreichs, dass CBD-Produkte künftig besser verfügbar gemacht werden. Insgesamt und in der Betrachtung der Umfrageergebnisse der einzelnen Bundesländer sind die meisten Österreicher in der Tat für eine baldige Freigabe des Cannabis. Auf die Frage, ob Cannabis in Österreich generell legalisiert werden soll, antworteten nur Bürger aus Nieder- und Oberösterreich sowie aus Salzburg mehrheitlich negativ, die Befragten aus den sechs übrigen Ländern sprachen sich hingegen in der Mehrheit für eine Lockerung der Hanfpolitik aus.
Quelle: www.kleinezeitung.at

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