Studie will Gefährlichkeit von Cannabis belegen

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Uni München prüft Gefährlichkeit von Hanf

Wie es um die Gefährlichkeit von Cannabis steht, ist seit ewigen Zeiten bekannt. Hanfdrogen sind, und das wissen wir alle aus zahlreichen Publikationen und Untersuchungen, vergleichsweise harmlos – im Gegensatz zur Volksdroge Alkohol, die ungeniert erworben, weitergegeben und genossen werden darf. Jetzt hat das Bundesgesundheitsministerium mal wieder eine Studie in Auftrag gegeben, die belegen soll, dass Cannabis eben nicht so ungefährlich ist. Das berichtete unter anderem die Frankfurter Allgemeine am 28. November 2017.
Die Studie „Cannabis: Potential und Risiken. Eine wissenschaftliche Analyse (CaPRis)“ wurde vom Bundesgesundheitsministeriums gefördert und an der Universität München durchgeführt. Das Ergebnis: Hanfprodukte sind für Kinder und Jugendliche nicht zu empfehlen. Das wussten wir allerdings schon vor der Veröffentlichung der Studienergebnisse – und kein einziger Befürworter einer Legalisierung hatte jemals davon gesprochen, Cannabis für diese Gruppe junger Menschen freizugeben, im Gegenteil. Eine regulierte Legalisierung würde ja erst den Jugendschutz ermöglichen.
Auf der Website der deutschen Drogenbeauftragten (zurzeit Marlene Mortler) wird zusammengefasst, wie die Wissenschaftler vorgegangen sind, um ihre Ergebnisse zu erhalten: Die Studie “fasst den aktuellen Forschungsstand zum Thema Cannabis zusammen. Im Rahmen der Studie wurden alle hierfür bedeutsamen in den letzten 10 Jahren in deutscher und englischer Sprache publizierten Daten und Forschungsarbeiten ausgewertet. Dargestellt werden sowohl die Risiken des Cannabiskonsums zu Rauschzwecken als auch der Nutzen von Cannabinoiden zum medizinischen Gebrauch” (Quelle).
Die spektakulären Erkenntnisse werden ebenfalls auf der Website erörtert: “Regelmäßiges Kiffen ist gerade für Kinder und Jugendliche wirklich gefährlich. Die Entwicklung einer Cannabisabhängigkeit ist keine Seltenheit, das Risiko für psychische Störungen, wie etwa Depressionen, Angsterkrankungen und Psychosen erhöht sich. Das gilt zumindest bis zum Abschluss der Gehirnentwicklung mit Anfang 20” (ebd.). Da fragt man sich unwillkürlich, wieso eine solche Arbeit überhaupt im Auftrag gegeben worden ist.
Wer sich für den kompletten Wortlaut der Studie interessiert, der kann eine entsprechende Publikation (um die 500 Seiten stark) demnächst in Buchform erwerben. Das Buch erscheint im wissenschaftlichen Springer Verlag.
Lest den Artikel der Frankfurter Allgemeinen auf http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/cannabis-studie-kiffen-gefaehrdet-die-gesundheit-15314419.html
Hier geht es zur Website der Drogenbeauftragten: http://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressekontakt-und-mitteilungen/2017/2017-4-quartal/aktuelle-studie-des-klinikums-der-universitaet-muenchen-cannabis-potential-und-risiken-eine-wissenschaftliche-analyse-capris.html

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