Tödlicher Haschkuchen?

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Kann Cannabisgebäck das Leben gefährden?

Jetzt soll schon der Haschkuchen das Leben bedrohen. Kaum war die medizinische Legalisierung gesetzlich in Kraft getreten, konnten es diverse Zeitungshäuser und Sender nicht lassen, zunächst die mediale Bekanntgabe der vermeintlichen Gefährlichkeit von Cannabis laut zu zelebrieren. Plötzlich war Cannabis für Schlaganfälle und Herzinfarkte verantwortlich. Auch die beiden “Cannabistoten” von vor zwei Jahren waren wieder herausgekramt worden, obgleich sich schon damals hatte kein Nachweis dafür finden lassen, dass der Hanf für die Toten verantwortlich gewesen war (Soft Secrets hatte berichtet) – wie auch, eine eventuell tödliche Dosis Cannabis bzw. Cannabinoide darf der Erwachsene erst ab dem Verzehr mehrerer Kilogramm erwarten.
Ein neuer Fall schockierte die Medien so sehr, dass diese ihre Rezipienten sogleich zu schockieren bedacht waren: In Bremen hatte eine 25 Jahre alte Frau in einem Flüchtlingsheim Cannabiskuchen gegessen und war daraufhin zusammengebrochen. Sie musste gar im Krankenhaus wiederbelebt werden. Den Kuchen hatte sie von einem 16-Jährigen bekommen. Nach dem Genuss der Süßspeise hatte sie einen Herz-Kreislaufstillstand erlitten. Das ist beileibe keine schöne Sache. Vom Cannabiskuchen kann das aber nicht kommen. Per oraler Aufnahme eine tödliche Cannabisüberdosis aufzunehmen, ist im Grunde unmöglich.
Bei Radio Bremen hat man sich mit der Frage nach dem tödlichen Hanfkuchen an den stellvertretenden Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands (DHV), Florian Rister, gewendet. Der erklärte, dass der medizinische Notfall womöglich von Streckstoffen herrühre, die dem Cannabis hätten beigegeben worden sein können. Auch der Zusatz von synthetischen Cannabinoiden bzw. Cannabinoid-Analoga sei denkbar, so Rister. Solche Stoffe können in der Tat lebensgefährlich sein. Bei den Streckmitteln ist vor allem Blei eine der riskantesten Substanzen, aber auch Glas- und Eisenspäne werden dem Marijuana recht häufig beigemischt, um es schwerer zu machen. Und die synthetischen Cannabinoide können ohnehin, je nach Substanz und Dosierung, lebensbedrohliche Wirkungen herbeiführen. In manchen Städten ist nachweislich Gras mit unbekannten Mengen solcher aufgesprühten Cannabinoide im Umlauf. Solches Marijuana zum Backen zu verwenden, sei dringend abgeraten!
Lest den Artikel von Radio Bremen auf http://www.radiobremen.de/gesellschaft/themen/cannabis-kuchen-bremen100.html

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