Zum 5. Mal öffnete die “Eventpyramide Vösendorf” am Stadtrand von Wien ihre Pforten für Cannabisgeschäftstreibende: Vom 19. bis 21. Oktober trafen sich hier Aussteller aus vielen Ländern und stellten sich und ihre Produkte vor – auch wenn es deutlich weniger als in den Vorjahren waren.

Zum 5. Mal öffnete die “Eventpyramide Vösendorf” amStadtrand von Wien ihre Pforten für Cannabisgeschäftstreibende: Vom 19. bis 21. Oktober trafen sich hier Aussteller aus vielen Ländern und stellten sich und ihre Produkte vor – auch wenn es deutlich weniger als in den Vorjahren waren.

Es macht schon einen großen Unterschied, ob man das allererste Mal die “Cultiva” besucht oder bereits in den Vorjahren mit dabei war – denn nur dann hat man die Möglichkeit, konkret zu vergleichen. Wer die “Cultiva” 2012 zum ersten Mal besucht hat, wird sicherlich recht angetan gewesen sein – schließlich überzeugt die Location und auch das Außengelände war schön gestaltet. Wer jedoch bereits in den Vorjahren an der Messe teilnahm, berichtete von einem kontinuierlichem Rückgang – vor allem in Hinsicht auf die Anzahl der vertretenen Aussteller. So war deutlich zu bemerken, dass viele der großen Düngerfirmen einfach fehlten, viele der noch in den Vorjahren genutzten Flächen lagen brach.

Auch die Publikumszahlen gingen erneut zurück, aber immerhin kamen am Samstag deutlich mehr Besucher als am Freitag und am Sonntag – an diesem Tag war das Wetter aber auch zu schön: Ab 12 Uhr mittags schien die Sonne non stop aus einem strahlend-blauen Himmel. Daher wurde einem am Samstag nicht (wie dann am Sonntag) schnell kalt, wenn man zum Rauchen hinaus ins Freie musste.

Am Samstagabend fand nach dem traditionellen Ausstelleressen die groß angekündigte “5-Jahresparty” in unmittelbarer Nachbarschaft statt: In der “Wellness-Lounge” (einer hübsch und modern angelegten Pool-Landschaft) wurden psychedelische Muster an die Wände projiziert, dazu dröhnte Goa-Trance aus den Boxen. Getanzt wurde allerdings weniger – man stand lieber an der Bar oder saß in gemütlichen schwarzen Ledersesseln herum, um den geschäftigen Tag gepflegt ausklingen zu lassen.

Eines der absoluten Messe-Highlights waren sicherlich die Vorträge von Jorge Cervantes, der an allen drei Tagen ab 16 Uhr von seinen Grow-Erfahrungen berichtete. Auch die Kochshow von Robert Preissler fand täglich statt, ebenso wie die von Fritz Pinteritsch. Manche der nur einmal abgehaltenen Seminare wurden in verschiedenen Kombinationen von den selben Experten abgehalten – darunter Peter Rausch und Dr. Kurt Blass. Obwohl sich inhaltlich einiges wiederholte, gab es doch viel Interessantes zu erfahren – auch wenn es manchmal schwer fiel, dem Vorgetragenen konzentriert zu lauschen, da die auf der unmittelbar daneben befindlichen Congress-Bühne gespielte Musik doch sehr laut und damit extrem störend war. Vor allem die Bässe drangen bis in den improvisierten “Raum” vor, in welchem die meisten Vorträge gehalten wurden. Jeweils am Ende eines Vortrages wurde den Besuchern meist die Möglichkeit gegeben, eigene Fragen zu stellen – davon wurde reger Gebrauch gemacht, wobei auffiel, dass es nur ein einziges Mikrofon gab, welches immer umständlich hin und her gereicht wurde. Vielleicht sollte an gewissen Dingen doch nicht zu sehr gespart werden.

Am Sonntag war das Wetter feucht-kalt und damit sehr ungemütlich – vielleicht lag es ja daran, dass deutlich weniger Besucher als am Vortag kamen. Bereits am Nachmittag begannen die ersten Stände mit dem Abbau und als die Messe pünktlich um 18 Uhr beendet wurde, bemühten sich alle, möglichst schnell fertig zu werden, um wieder nach Hause zu kommen.

Sollte sich der rückläufige Trend in Hinsicht auf Aussteller und Publikum auch in den nächsten Jahren fortsetzen, wird sich die Cultiva langfristig wohl kaum halten können. Am sinnvollsten wäre es sicherlich, in Absprache mit der inzwischen ja nur noch alle zwei Jahre stattfindenden CannaTrade in Zürich, jährlich wechselnde Messen in Österreich und der Schweiz zu veranstalten. Schließlich war es den Veranstaltern der CannaTrade in diesem Jahr gelungen, ihre Messe auch ohne die sonst immer so essentiellen Samenbanken und –händler erfolgreich zu veranstalten. Auch der Wechsel nach Zürich und die dortige neue Location wurde von Ausstellern wie Besuchern gut angenommen – da macht es doch Sinn, lieber miteinander als gegeneinander zu arbeiten.

Wo ein gegeneinander hin führt, haben wir bereits in Deutschland erlebt – hier gab es für kurze Zeit gleich zwei Hanfmessen (die CannaBusiness und die InterHanf) und in Folge wurden beide Messen eingestellt. In den heutigen, von Sparsamkeit geprägten Zeiten, in denen (neben den obligatorischen spanischen Hanfmessen) neue Events wie das Prager CannaFest zu den angesagtesten Hanf-Business-Terminen Europas zählen, wird es Zeit, am selben Strang zu ziehen. Zumal eigentlich alle das Gleiche wollen: Legalize it!

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