MONSTERPFLANZEN

Auf den Fotos sind Pflanzen in Nordkalifornien zu sehen, doch im gesamten Bundesstaat gibt es eine große Anzahl riesiger Pflanzen, auch viele in Oregon, wo ein etwas kühleres Klima herrscht.

REGION

Auf den Fotos sind Pflanzen in Nordkalifornien zu sehen, doch im gesamten Bundesstaat gibt es eine große Anzahl riesiger Pflanzen, auch viele in Oregon, wo ein etwas kühleres Klima herrscht.

Der wesentlichste Aspekt ist die lange Anbauzeit von 8 bis 10 Monaten. Das Wetter kann auch ein wenig schlechter oder kühler sein. In diesem Fall müssen sie mit Gewächshaus-Plastikplane geschützt werden. In Argentinien können große Pflanzen fast überall angebaut werden. Viva las pampas!

GENETIK

Das wichtigste Kriterium für die Auswahl der genetisch geeignetsten Riesenpflanzen – es müssen Pflanzen sein, die an das lokale Mikroklima gewöhnt sind. Was ich dort in Argentinien tun würde – gutes Erbgut bei einer guten Samenbank ausfindig machen (egal, ob es sich um Sativa oder Indica handelt, sie müssen vor allem draußen gut wachsen), einen genetischen Mix mit lokalen Sorten, und würde in Argentinien sechs oder mehr Generationen lang anbauen/züchten, damit sich die Pflanzen an das Mikroklima anpassen. Wenn wir berücksichtigen, dass wir in Argentinien im Freilandanbau drei Ernten im Jahr erzielen können, werden sich die neuen Genetiken bei einer guten Selektion nach zwei Jahren bereits an das jeweilige Mikroklima angepasst haben. Wichtig ist auch, die genetische Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzen zu berücksichtigen.

ANBAUZEITRAUM

Die riesigen Pflanzen sollten über einen längeren Zeitraum (8, 9 oder 10 Monate) angebaut werden, weil sie einfach so lange brauchen, um so groß zu werden.

FRÜHE STADIEN

Riesenpflanzen können entweder aus Ablegern oder Samen gezogen werden (und immer daran denken, dass Silber weiblich ist). Sie beginnen in kleinen Töpfen heranzuwachsen und werden im weiteren Verlauf umgesetzt. Nach 4 oder 5 Umsetzungen in einem oder in eineinhalb Monaten sollte die Pflanze ein Meter oder größer sein. Die Zeit des Umsetzens ist gekommen, wenn Wurzeln mit den Seiten und dem Boden des Behälters verschlungen sind, was der Pflanze signalisiert, langsamer zu wachsen und größere Abstände zwischen den Nodien zu bilden. Es ist sehr wichtig, sie möglichst früh im Juli oder August zu pflanzen, damit sie 8 bis 10 Monate haben – so dass die Pflanzen zunächst einmal im (Süd)Winter wachsen. Daher ist es unumgänglich (oder bau sie drinnen an), ein Gewächshaus zu errichten, um sie vor kalten Temperaturen oder Winden zu schützen. Wenn beim Freilandanbau die Lichtmenge pro Tag nicht ausreicht, sollten die fehlenden Stunden Tageslicht mit Hilfe von Lampen ergänzt werden. Man braucht nur schwache Lampen (40-60 W), damit sie nicht anfangen zu blühen. Wurden sie rechtzeitig gepflanzt, werden unsere Pflanzen mit Beginn des Frühlings bei ansteigenden Temperaturen und zunehmenden Tageslichtstunden ein Meter hoch sein und wir können sie in den Endbehälter umpflanzen oder Nutzen aus dem Gewächshaus ziehen.

RIESEN CONTAINER

Obwohl es viele glauben, brauchen Riesenpflanzen nicht unbedingt einen festen Untergrund. Es ergeben sich gute, nährstoffreiche Erden, wenn wir die Zusammensetzung des Substrats entsprechend anpassen. Diesem Wunsch kann man einfacher nachkommen in großen Containern mit einem Volumen zwischen 900 und 1400 Litern und einem Meter Durchmesser. Der Container muss porös sein, damit Luft ungehindert passieren kann.Die andere Option besteht darin, zur Vorbereitung der Maßnahmen ein großes Loch zu graben und darin die Mischung zu erzeugen, doch das ist sehr viel komplizierter. Wenn der Frühling naht und es das Wetter erlaubt, ist es an der Zeit, die Pflanzen in den End-Megacontainer umzusetzen. Es ist sehr wichtig, dass der Substrat-Container nicht kälter als 13 ºC ist. Normalerweise ist es nicht notwendig, die Temperatur des Substrats zu kontrollieren, aber Kulturpflanzen in sehr kalten Klimaten weit im Süden (in Argentinien) können mit einem elektrischen Widerstand(sthermometer) im Container überwacht werden. Man kann die Container auch auf Paletten stellen, damit sie den Erdboden nicht berühren, so dass eine Luftschicht dazwischen zu liegen kommt, die isolierend wirkt.

SUBSTRAT

Die Wahl des Substrats hängt von der Richtung ab, die eingeschlagen werden soll. Falls die Anwendung von Chemie beabsichtigt ist, wird einfach ein gutes Basissubstrat zusammengestellt und die Formel für jede Woche oder Monat angewandt, weil die chemische Substanz stets aufgesogen wird und Leben im Boden sich noch nicht entwickelt hat. Aber wenn Sie dann doch meinen, Leben im Boden sei äußerst wichtig und wollen den biologisch-organischen Kurs einschlagen, wird sich kein Leben unter der Erdoberfläche regen. Eine Option für Langzeitkulturen ist ein gutes Substrat, einen guten organischen Kompost herzustellen, Dung, organische Zusätze (wie z.B.Wurmkompost), Perlit und Vermiculite – eine Handvoll Blutmehl kann noch dazugegeben werden, Knochenmehl, Stroh und Seealgenmehl. Die Pflanze auf der Titelseite dieser Ausgabe wurde beispielsweise biologisch-organisch angebaut, mit einer guten Startmischung, und im vierten Monat wurden zwei Handvoll Fledermausguano dazugegeben.

BEWÄSSERUNG

Normalerweise werden sie, wenn sie groß sind, alle zwei Tage einmal mit 90 Litern pro Pflanze gewässert. Doch das hängt von der Sonne, dem Wind, dem Wetter im Allgemeinen ab. Und auch davon, wie viel Calcium und Magnesium das Substrat enthält, denn dies Elemente bewirken, dass die Pflanze weniger Wasser verdunstet. Um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten, kann die Erde mit einer Mulchschicht aus modernden Blättern oder frisch geschnittenem Gras bedeckt werden. Es ist ratsam, am Anfang des Tages zu wässern, wenn die Erde 2-3 cm tief trocken ist, und man sollte immer daran denken, dass die Pflanzen in der Blühphase mehr Wasser brauchen.

Das bezieht sich auf Tröpfchenbewässerung oder Wässern mit dem Schlauch. Kommen Sie nicht mit Kannen / Eimern an – die sind schwer und machen viel zu viel Arbeit. Möglichst klares Wasser verwenden (Salzgehalt höchstens 300 ppm).

INNERES HALTEGERÜST

Eine gute Möglichkeit, die wachsenden Zweige zu stützen bietet sich, wenn die Pflanzen in den Endcontainer umgesetzt werden, der den kreisförmige Drahtzaun (kein Oxid) von einem Meter Durchmesser und 2 Metern Höhe unten umgibt. Viele Grower nehmen – anstatt wie wir eine stabile Struktur anzuwenden – 3 bis 20 Knüppel, um die Zweige zu stützen, aber das ist sehr kompliziert und erfordert sehr viel mehr Arbeitseinsatz und Betreuung. Alles so einfach wie möglich zu machen bringt weniger Arbeit mit sich und führt gewöhnlich zu einem besseren Ergebnis.

NETZKONSTRUKTION ZUR EINDÄMMUNG

Wenn die Pflanzen wachsen, werden zwei Lagen Netze mit Maschenöffnungen von etwa 15 cm² um/über sie gelegt, derart dass sie die Zweige und Blüten durchlassen können und diese durch die Netze gestützt bleiben. Wenn wir in der Anfangsphase Gewächshäuser nutzen, können wir die gleiche Struktur (nicht mit durchsichtiger Plastikfolie abdecken) hernehmen, um das erste Netz zu halten. Dann, wenn sich die Zweige weit genug daraus herausstrecken, nehmen wir ein zweites äußeres Netz. Bei zwei Netzen übereinander sind die Pflanzen sehr schwer abzuernten.

BESCHNEIDEN

Um großartige Outdoor-Pflanzen zustande zu bringen, wird Beschneiden empfohlen, aber nicht sehr viel mehr (und ich meine das so) als in jenen Fällen, wenn die Pflanze beschnitten wird, um das Wachstum für eine Weile zu stoppen. Das Beschneiden wird oft apikal durchgeführt (d.h. die Triebspitze mit der Gipfelknospe wird abgeschnitten), da die Pflanzen sich schneller erholen kann und dadurch das allgemeine Wachstum beschleunigt wird. Es ist am besten, ihnen ein rundliches Erscheinungsbild zu geben, damit sie mehr Sonne bekommen, was bei der typischen Pinienform nicht so sehr zutrifft. Nötigenfalls können die Zweige herunter gebunden werden, um die Pflanze unseren Wünschen anzupassen.

ERNTE

Der ideale Zeitpunkt für die Ernte ist gekommen, wenn 50% der Trichome eine cremige, durchsichtige Farbe haben, aber wenn Sie eher ein Body-High bevorzugen, müssen Sie warten, bis die meisten Trichome wieder bernsteingelb sind. Bei der Ernte der riesigen Pflanzen geht man am besten schrittweise vor (idealerweise morgens), schneidet die erste, einen halben Meter dicke Schicht von Blüten ab, dann die zweite usw. bis zur dritten oder vierten Ernte, jeweils im Abstand von einer bis zwei Wochen. Auf diese Weise werden die tieferen Blüten zu einem kräftigeren Wachstum angeregt, sie werden dicker, geben mehr Ertrag und es ist nicht rein zufällig, dass die letzten geernteten Blüten häufig die besten sind. Wenn Riesenpflanzen auf die richtige Art und Weise angebaut werden (wie auf den Fotos), kann eine Pflanze 54 Kilo liefern, wenn die gesamte Pflanze sofort gefällt wird. Aber durch die Ernte in mehreren Abschnitten (und das bei weniger arbeitsintensiver Maniküre) kann die Produktion bis auf 90 Kilo pro Pflanze gesteigert werden, d.h. pro Pflanze ist eine bis zu 60% größere Ernte möglich.

Ich danke meinem Freund Humboldtlocal!

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