Wieviel Wasser gehört in die Luft?

Die beim Eigenanbau herrschende Luftfeuchte entscheidet wesentlich über die Ausbreitung von Schimmel, Feuchtigkeit liebenden Schädlingen und nicht zuletzt über die Frage, wieviel Wasser die Pflanzen aufnehmen können. Ein paar Regeln zur richtigen Luftfeuchte findet ihr auf dieser Seite.
Die Luftfeuchte - auch Luftfeuchtigkeit genannt - bezeichnet den Wasserdampf-Anteil am Gasgemisch der Luft. Beim Cannabis-Anbau wird auch oft von der „relativen Luftfeuchte“ gesprochen. Die relative Luftfeuchte gibt an, wieviel Wasser in der Luft ist - verglichen mit der maximalen Menge Wasser, die bei der vorhandenen Temperatur von der Luft gehalten werden kann. Ganz grundsätzlich gilt: Wärmere Luft kann mehr Wasser „halten“ als kältere Luft. Wenn man beim Anbau zu wenig auf die Luftfeuchte achtet und diese zu hoch ist, können Schimmel, Mehltau, Botrytis, Wurzelfäule u.ä. entstehen. Derartige Erreger fühlen sich alle in einer (zu) feuchten Umgebung wohl und schaden den Pflanzen oder lassen sie sogar absterben. Daher sollte immer eine sanfte Brise durch die Grow-Box wehen - beispielsweise dank einem oder mehrerer Schwenk-Ventilatoren. Insbesondere dort, wo Blätter und Pflanzen dicht an dicht stehen, sollte immer etwas Luftzug herrschen -eigentlich benötigen Cannabis-Pflanzen in allen Phasen ihres Lebens eine gewisse Luftbewegung durch Ventilatoren. Die Zuleitung von frischer Luft in die Grow-Box ist eh eine der besten Möglichkeiten die Luftfeuchte gezielt zu kontrollieren. Die beste Lösung ist meistens, die Abluft bis ganz nach draußen zu leiten. Die Frischluft sollte von einer anderen Stelle im Freien kommen, also eher möglichst trockene Umgebungsluft sein. Cannabis-Pflanzen benötigen in ihren jeweiligen Entwicklungsphasen recht unterschiedliche Luftfeuchten: Für junge Pflanzen (insbesondere Stecklinge) ist eine Luftfeuchte von 70 bis 80 Prozent optimal, in der Wachstumsphase sind es 50 bis 80 Prozent, in der Blüte-Phase 40 bis 50 Prozent und in den letzten zwei Wochen vor der Ernte sollte die Luftfeuchte deutlich unter 40 Prozent liegen. Junge Pflanzen und insbesondere Stecklinge brauchen einige Zeit, um ein eigenes Wurzelsystem auszubilden, mit dem sie Wasser aufnehmen können. Insofern sind vor allem frisch geschnittene Stecklinge stark davon abhängig, dass sie das benötigte Wasser aus der Luft über ihre Blätter aufnehmen können. Das funktioniert nur mit einer sehr hohen Luftfeuchte, denn mit der Luftfeuchte steigen auch die Chancen, dass die Steckis Wurzeln ausbilden und gut anwachsen. In der Wachstumsphase bilden Cannabis-Pflanzen viele Blätter und Zweige aus. Bis die Pflanzen ihre Wurzeln vollständig entwickelt haben, profitieren auch sie von einer erhöhten Luftfeuchte um die 65 Prozent. Die Pflanzen wachsen ganz grundsätzlich besser, wenn die Luftfeuchte bei gleichzeitig warmer Temperatur etwas höher ist, denn das imitiert einen frühen Sommer. Bleibt die Luftfeuchte während der Wachstumsphase bei gleichzeitig hoher Temperatur dagegen niedrig, führt das oft zu einem gesteigerten Höhenwachstum.
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