Viele Thesen im Nebeldunst

Warum produziert Marijuana THC?
Text: Robert B. Immer wieder kommt im Nebeldunst die Frage auf, warum Marijuana denn THC als den Stoff produziert, der uns high macht. Wilde Diskussionen werden geführt und viele können es einem genau erklären. Wer mal mit klarem Kopf Google fragt, der findet zumindest in deutscher Sprache nicht viele seriöse Berichte. Wer bereits recherchiert, der sollte erst einmal die Frage umformulieren: Warum produziert Marijuana Harz? In diesem Harz stecken die Cannabinoide und weitere Stoffe wie Terpene, Terpenoide und Flavonoide. All diese Stoffgruppen kommen zu gewissen Anteilen nicht allein auf oder in den Blüten und Blütenblättern vor. Einige dieser Substanzen gibt es als Spuren auch in den großen Blättern und Stängeln. Dabei gibt es einige Cannabinoide nur in bestimmten Entwicklungsstadien, weswegen unreife Marijuanapflanzen als Smoothie wieder eine andere medizinische Wirkung als die reifen Blüten haben. [caption id="attachment_7301" align="alignnone" width="800"]

Weitere Gedanken
Das sind gewiss nur einige Gedanken, weswegen Marijuana Harz produziert und damit unseren Geist beflügelt und viele von uns gesund hält. Wie anfangs berichtet, produziert Marijuana und selbst THC-armer Faserhanf einen ganzen Wirkstoffcocktail. Für die Textilgewinnung scheint jedoch THC ein wichtiger Faktor zu sein, da die besten Textilpflanzen immer auch mehrere Prozent THC produzieren. [caption id="attachment_7304" align="alignnone" width="800"]

Wann ist THC erntereif?
Ein Großteil dieser Harze wird in den Trichomen gebildet. Es sind kleine Kügelchen auf kleinen Stielen. Mit sehr guten Augen oder einer Lupe kann man diese Trichomen sehen. Die Kügelchen sind zuerst transparent, werden dann milchig und bernsteinfarben. Es hat sich viel THC gebildet und ist passend reif. Wer lange wartet, der beobachtet, wie die Kügelchen immer dunkler werden, nicht mehr eine runde, sondern eingefallene Kugel bilden und irgendwann vom Stiel abfallen, womit Wirkstoff verlorengeht. An dem Peak-Punkt der bernsteinfarbenen Trichomen soll deswegen geerntet werden. Wer seine Pflanze kennt, kann auch abwarten, bis die Blüte für seinen Geschmack reif aussieht, um dann zu ernten. Der richtige Erntezeitpunkt kann auch eine Geschmacksfrage sein. Bei medizinischer Nutzung ist möglicherweise auch ein früherer oder späterer Erntezeitpunkt der bessere?Die THC-Bildung steigern?
Erwähnt wurde bereits, dass etwas UV-Licht die Bildung von THC verstärken kann. Wer seinen Indoor-Garten um UV-Licht erweitern möchte, der sollte auf das sehr gefährliche UVC-Licht verzichten, welches auch die Pflanzen schädigen kann. Er soll sich auf Lichtquellen mit UVA und UVB beschränken, die es als Schwarzlichtröhren oder für Reptilien-Terrarien gibt. Diese Lichtquellen können mit vielleicht 10 bis 20 Watt pro m² für die letzten drei Blütenwochen getimt werden. Viele erklären, dass es die Bildung von THC und vermutlich auch anderer Cannabinoide fördert. [caption id="attachment_7306" align="alignnone" width="800"]

Zum guten Schluss
Letztendlich werden wir möglicherweise nie komplett verstehen, warum unser geschätztes Marijuana Cannabinoide bildet und warum diese wiederum effektiv im menschlichen Endocannabinoidsystem ihre Wirkungen entfalten. Diese in Pflanzen entstandenen Phytocannabinoide sind das Gegenstück zu den im Körper entstandenen Endocannabinoiden. Ist es nicht faszinierend, dass eine Pflanze so exakt dieses Gegenstück zum endocannabinoiden System bildet? Dieses befindet sich in jedem Säugetier und vielem anderen Getier. Es übernimmt viele wichtige Funktionen, womit es das höhere Leben erst ermöglicht.
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Soft Secrets