CBD und THC aus Hefekulturen

Wie Cannabinoide zu kleinen weißen Pillen werden

Die Entwicklungen in der Forschung rund um unsere gute alte Kulturpflanze Hanf überschlagen sich, seitdem sich immer mehr legale Nischen öffnen und immer mehr legales Geld im Markt steckt. Doch obwohl sich praktisch jedes Verbotsargument plausibel widerlegen lässt und Marijuana, Haschisch oder auch richtig starke Extrakte einfach nicht so gefährlich sind, als dass sich der eigentlich wirkungslose Verbotsirrsinn mit all den zerstörten Existenzen rechtfertigen ließe, so bleibt die potente Cannabispflanze wohl auch weiterhin unerwünscht. Der Genusskonsum von Erwachsenen kann die Jugend gefährden und Medikamente haben gefälligst kleine weiße Pillen zu sein, alles andere widerspricht dem heutigen Weltbild.
Wen wundert es, dass erneut Berichte in Mainstream-Medien aufkommen, dass Forscher an verschiedenen Universitäten oder auch in Startups an der Produktion von Cannabinoiden aus dem Reagenzglas mit genetisch veränderten Organismen arbeiten? Bereits im Jahr 2010 klappte laut verschiedener Medienberichte der Durchbruch ausgerechnet an der Technischen Universität in Dortmund. Prof. Dr. Oliver Kayser gelang es zusammen mit Dr. Felix Stehle und Bastian Zirkel, einen Einzeller mit den Genen der Cannabispflanze zu modifizieren, damit dieser THC erzeugt. Das Thema der Biosynthese war erst einmal wieder vom Tisch, da die Forscher es noch nicht wirtschaftlich umsetzen konnten. Sie schätzten jedoch, ein Kilo reines THC für 2.500 Euro produzieren zu können, wenn sie den Kinderschuhen entwachsen sind.

CBD und THC aus Hefekulturen
THC aus Faserhanf extrahieren? Gesetze ändern!

Laut businessinsider.de ist es Wissenschaftlern der University of California in Berkeley gelungen, Hefepilze genetisch zu modifizieren, damit diese den Grundstoff für CBD und THC produzieren. Damit lassen sich anschließend CBD und THC herstellen. Die Produktion mit der GMO-Hefe wäre günstiger und ökologischer, als Marijuana anzubauen und die Cannabinoide zu extrahieren. In Gentechnik-Cannabinoiden aus der Biosynthese liege die Zukunft der Cannabismedizin.
Das im September 2018 gegründete und in Frankfurt am Main ansässige Startup „Farmako“ vermeldete, dass es im Februar 2019 ein GMO-Bakterium patentierte, welches mit einem Gramm in 900 Stunden 4,5 Kilo reines THC aus Traubenzucker durch Biosynthese herstellt. Der Hammer ist jedoch, dass die Gensequenz sich spielend einfach modifizieren lässt, um jedes beliebige Cannabinoid der Hanfpflanze zu synthetisieren. Das Herstellungsverfahren wäre für THC zum jetzigen Zeitpunkt um den Faktor 1.000 günstiger.
Die Forschung um die Cannabinoide läuft derzeit richtig an. Es wird sich damit schnell herausstellen, welche dieser Cannabinoide sich bei welchen Erkrankungen sinnvoll ergänzen. Farmako will die Cannabinoide ganz ohne Marijuanapflanzen viel günstiger produzieren, damit diese sozusagen nach Bedarf für die kleinen weißen Pillen angemischt werden können. Farmako möchte also die Grundsubstanzen herstellen, doch im März 2019 vermeldete das Startup einen Importvertrag mit dem polnischen Unternehmen Pharmacann über 50 Tonnen pharmazeutisches Cannabis für die nächsten vier Jahre. Mit den Erlösen finanzieren ausgerechnet die Patienten die geplanten Forschungen, mit denen die Marijuanablüten als Medizinprodukt oder als Rohstoff für Medizinprodukte nicht mehr benötigt werden.
Wer diesen Gedanken nur etwas weiterdenkt, wird feststellen, dass überregulierter Nutzhanf laut EU-Richtlinie bis 0,2 Prozent THC enthalten darf, die Patienten ihre kleinen weißen Pillen erhalten und vermutlich alle anderen Cannabiskonsumenten weiterhin Sozialstunden, Therapie oder auch Knast kassieren sollen. Ganz selbsterklärend stellt sich im Pharmaland Deutschland ein explodierender Zwerg auf, der innerhalb von Monaten weltbewegende Patente anmeldet und zum globalen Player aufsteigen will. Das Marketingkonzept sind weiterhin kleine weiße Pillen. Das ist hier natürlich nur eine These, doch das könnte der Plan sein, der hinter den aus GMO-Organismen produzierten Cannabinoiden steckt. Oder denkt auch nur einer, der nur etwas im Thema steckt, dass die Cannabisgegner sich jetzt einfach so nach und nach kampflos trollen werden?
CBD und THC aus Hefekulturen
Werden CBD-Kristalle bald durch GMO-Hefe erzeugt?

Es zeichnet sich ein sehr offensichtliches Bild von aalglatten Anzugträgern ab, die entweder in der Forschung oder im Finanzwesen nach ihrem Studium bereits Erfahrungen gesammelt haben und jetzt im neuen Wachstumsmarkt durchstarten. Vielen sieht man es nicht an, ob sie kiffen. Doch dieses Bild löst sich völlig von den Kreisen, in denen für die Cannabislegalisierung gestritten wird. Durchaus gibt es auch hier studierte Personen und Anzugträger. Diese sind jedoch von der eigentlichen Kernszene definitiv nicht so losgelöst. In den USA oder auch in anderen Ländern mag es zumindest im Cannabismarkt für Genusskonsum in diesem Aspekt sehr locker zugehen. In genau diesem Segment lassen sich in Deutschland und vielen anderen Ländern noch keine Beobachtungen machen. Doch im Sektor des medizinischen Cannabis ist das bereits seit einigen Jahren möglich und es bildet sich der Eindruck, dass wir es nach wie vor mit demselben Personenkreis zu tun haben, der einst die Verbote durchdrückte und laufend verschärfte oder auch in Knastaktien investierte.
Sollen diejenigen, die derzeit in die Produktion von richtigen Marijuanablüten investieren, möglicherweise finanziell ruiniert werden, um potentes Marijuana wieder vom Markt zu fegen? Sehr sicher ist, dass viele zwischenzeitlich erfolgreiche Unternehmungen in diesem sich überschlagenden Cannabismarkt letztendlich nicht alt werden, da sie von noch erfolgreicheren Unternehmen und dem ganz großen Geld überrollt werden. Genau das zeichnet sich doch ganz ohne GMO-Technik bereits jetzt ab.
Gerade im Deutschland der Pharmakonzerne ist es offensichtlich, dass wir als diejenigen, die es am direktesten betrifft, komplett außen vor bleiben sollen. Durchaus haben die wenigsten von uns die Qualitäten, um solche Forschungen zu betreiben oder aufstrebende Konzerne zu managen. Es liegt jedoch nahe, dass wir in diesen ausgewählten florierenden Unternehmen, die das Rennen machen sollen, selbst auf mittleren Ebenen außen vor bleiben. Möglicherweise dürfte unsereiner aufgrund der „charakterlichen Mängel“ nicht einmal die einfachen Arbeiten für Produktion und Logistik ausüben. Es ist nur ein Eindruck, der sich abzeichnet, wenn die Unternehmensseiten ihre Chefetagen mit ein paar Zeilen und Fotos vorstellen. Wer sich dieses Spielchen um die Patientenversorgung in Deutschland jedoch schon seit Jahren anschaut, der kann eins und eins schnell zusammenzählen. Die Cannabislegalisierung wird zwar diskutiert, ist aber noch lange nicht angekommen, und viele eingespielte Kreise wollen das auch weiterhin verhindern. Dass der medizinische Cannabis sozusagen völlig von der „Kernszene“, die es immerhin am ehesten betrifft, abgekoppelt wird, würde aus diesem Blickwinkel also Sinn ergeben.
Möglicherweise mag sich die Cannabislegalisierung trotz dieser Entwicklungen dennoch innerhalb von Jahren selbst in Deutschland mit etwas Nachdruck unsererseits durchsetzen lassen. Cannabisgegner werden diese durch GMO-Organismen produzierten Cannabinoide aber gewiss noch ins Rennen schicken, um den Genusskonsum von Cannabis und die potente Marijuanapflanze möglichst noch einmal für weitere Jahrzehnte zu verbieten.
Zum besseren Verständnis: Es gibt seit langem synthetisch hergestellte Cannabinoide. Diese unterscheiden sich jedoch von den natürlichen Cannabinoiden. Dennoch hat sich unter Herstellern, Händlern und auch Verbrauchern verbreitet, dass CBD synthetisch billiger hergestellt werden kann und damit zum Ausgangsmaterial vieler Reinstoff-CBD-Extrakte wird. Dieses CBD wird jedoch nicht synthetisch hergestellt, sondern nur synthetisch extrahiert und gereinigt, damit es Konzentrationen von bis über 99 Prozent erreichen kann. Auch die Umwandlung von CBD in THC war bislang nicht ohne geeignetes Pflanzenmaterial möglich. Erstmalig entstand identisches THC ohne richtige Pflanzen unter Laborbedingungen vermutlich im Jahr 2010 in Dortmund durch Biosynthese. Dieses wird nicht aus Chemikalien zusammengerührt, sondern mit genetisch veränderten Organismen synthetisiert. Das, was wir unter synthetischen Cannabinoiden oder „Spice“ verstehen, sind andere molekulare Strukturen aus Chemielaboren, die häufig sehr gefährlich sind.
CBD und THC aus Hefekulturen
Noch kommen keine GMO-CBD-Kristalle in den Firefly 2

Als bereits bekannt und mit Studien belegt gilt, dass Cannabinoide als Reinstoffe durchaus medizinisch wirksam sein können, bei vielen Leiden das volle Spektrum der Marijuanapflanze jedoch eine wesentlich bessere medizinische Wirkung entfaltet. Da es ganz verschiedene Züchtungen gibt, findet praktisch jeder Patient geeignete Strains. Reines THC oder CBD haben durchaus ihre Existenzberechtigung, sind in den meisten Fällen jedoch weniger wirksam, als Marijuana oder Marijuana-Vollauszüge.
Was sollen wir also davon halten, dass die Wissenschaft für Big-Pharma einige Bakterien oder Hefepilze genetisch verändert, um in Laboren reines THC, CBD oder auch andere Wirkstoffe der Cannabispflanze zu gewinnen? Diese Entwicklungen sind Schreckensmeldungen und könnten der Legalisierungsbewegung einen großen Rückschlag verpassen, so wie auch die Patienten mit Pech wieder kleine weiße Pillen zu schlucken haben.
Vielen Kreisen, in denen es nicht allein um Ideologie, sondern um Macht und Geld geht, bleibt Marijuana ein schmerzhafter Dorn im Auge. Der Cannabis-Genusskonsument ist ein willkommener „Prügelknabe“, mit dem Polizeistatistiken aufgefrischt werden, der im Wahlkampf herbeigezogen wird oder zur Ablenkung von anderen Themen dient. Die ganzen zerstörten Existenzen können im Niedriglohnsektor immer noch gut eingesetzt werden. Diesen „nützlichen Menschen zweiter Klasse“ möchten elitäre Kreise gewiss nicht missen.
Beim medizinischen Cannabiskonsum müssen diese Kreise durchaus nachgeben, doch der einfache Genusskonsum ließe sich sehr leicht weiter ahnden, wenn die Cannabinoide einfach aus dem Labor kämen. Ganz ohne potente Marijuanapflanzen ließe sich der medizinische Sektor patentieren und regulieren, um zu kassieren. Genau das ist es doch, worum es im Konzernmanagement geht, womit die Marijuanapflanze wieder zum Konkurrenten wird, der durch Verbote „zum Schutz der Jugend“ ausgeschaltet werden muss.
Diese angesprochenen Kreise wollen einfach keine Marijuanapflanzen, und sie wollen keinen mündigen und selbstbestimmt entscheidenden Bürger, der sich mit seinen eigenen Marijuanapflanzen der ganzen Regulierungswut übereifriger Bürokraten entzieht. Dass diese durch GMO-Organismen produzierten Cannabinoide viel günstiger sind und damit die Märkte einfacher versorgt werden können, bleibt ein scheinheiliges Argument. Weswegen ist denn Marijuana zum teuren Gut geworden, warum wurden denn Marijuanastrains auf immer höhere THC-Werte gezüchtet und wodurch konnten erst die bedenklichen und teils tödlichen synthetischen Cannabinoide aufkommen? Aufgrund der Cannabisverbote! Ohne diese wäre der Anbau nicht nur Normalität, sondern auch viel günstiger. Und wem es in der Abgabestelle zu teuer wäre oder wer gerne gärtnert, der würde eben seine eigenen Pflanzen im Garten ganz ohne teure Technik oder den Energiefresser Kunstlicht hochziehen. Aber genau das darf in der schönen heilen Welt der kleinen weißen Pillen nicht sein!
Author: Robert B.

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