Know to Grow: Umweltfreundlich gärtnern (2)

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Know to Grow: Mit Kompost umweltfreundlich growen

Als Kompost wird das reichhaltige schwarze Material bezeichnet, das aus der Zersetzung von organischem Material entsteht, zum Beispiel aus Blättern und Grünabfall, Küchenabfällen und Mist. Viele Gartenbesitzer legen ihren eigenen Kompost einfach als Haufen oder im Container an. Komposter sind im Gartenfachhandel erhältlich. Man kann dort oder im Baustoffhandel auch fertigen Kompost kaufen, der dann der Gartenerde zugeschlagen wird. Das ist umweltfreundlich und hat mehrere Vorteile:
– Organisches Material erhöht die Wasserhaltefähigkeit des Bodens.
– Kompost enthält nützliche Mikroben, die wirksam gegen Infektionen durch pathogene Organismen sind.
– Kompost erhöht die Durchlässigkeit von kompakten Böden, zum Beispiel Lehmböden.
– Kompost enthält viele schnell verfügbare Nährstoffe in organischer Form.
Arbeite den Kompost in die obere Erdschicht (etwa 5 bis 8 Zentimeter) deines Gartens ein oder mulche damit deine Pflanzen und Beete. Kompost kann auch auf Rasenflächen verwendet werden. Streue dazu nach dem Vertikutieren eine etwa ½ bis 1 Zentimeter dicke Schicht Kompost auf den Rasen.
Kompost ist eine hervorragende Zutat in Pflanzmedien. Mische dein Substrat mit bis zu 25 Prozent Kompost.
Heißer Kompost hat sich während des Zersetzungsprozesses aufgewärmt und damit alle pathogenen Erreger und Wildkräutersamen unschädlich gemacht. Die Hitze wird von den sich rasend schnell vermehrenden nützlichen Mikroben erzeugt. Ein heißer Komposthaufen ist in seiner Mitte am heißesten. Die Temperaturen sollten für etwa eine Woche zwischen 54 und 60 Grad Celsius liegen. Niedrigere Temperaturen zerstören die pathogenen Erreger und Schädlinge, die im Kompost vorhanden sind, nicht. Temperaturen, die 65 Grad übersteigen, töten die nützlichen Mikroben ab, die einen Kompost erst zum Kompost machen. Es gibt einige Zutaten, die helfen, die Temperaturen eines Komposts zu beeinflussen. Komposthaufen, die auf diese Weise präpariert wurden, brauchen einige Tage, bis sie die nötige Temperatur erreicht haben.
Einen heißen Kompost anlegen:
– Sammle Material, wie Grasschnitt, Küchenabfälle, Zeitungen, Sägespäne, Gartenabfälle und Mist von Kühen oder Pferden. (Nimm KEINEN Mist von Hunden und Katzen, weil deren Exkremente für den Menschen nicht gerade gesund sind.). Fleischabfälle und Öle sollten nicht kompostiert werden, und wenn doch, dann nur in gut verschlossenen Kompostierbehältnissen, weil sie Ratten und Waschbären anlocken.
– Zerkleinere große Stücke. Reiße Zeitungen auseinander und zerbrich kleinere Äste und Zweige, um eine möglichst große Oberfläche des Komposts zu schaffen. Das verbessert die Mikrobenaktivität erheblich.
– Mische dein Kompostmaterial zu zwei Teilen aus trockenen, braunen und gelben Pflanzenteilen (kohlehaltigen) und zu einem Teil aus grünem, feuchtem, frischerem Pflanzenmaterial und Mist. Das führt später zu einem etwa gleichen Anteil von Blättern, Sägemehl und Zeitungspapier mit frischem Grasschnitt, Essensabfällen oder anderen stickstoffhaltigen Materialien, wie zum Beispiel Mist. Das sind lediglich Empfehlungen, es gibt in Wahrheit einen recht großen Spielraum bei der Komposition eines Komposts. Wenn kein Stickstofflieferant im Kompost enthalten ist, kann Ammoniumnitrat oder ein Dünger mit hohem Stickstoffanteil verwendet werden, um die Fermentation des Komposts zu fördern. Füge einige Schaufeln voll Erdboden oder fertigen Komposts hinzu, um deinem neuen Kompost die Initialzündung zu verpassen. Der Erdboden wird die nötigen Mikroorganismen beisteuern, die den Zersetzungsprozess starten. In Gartenmärkten sind ebenfalls kommerzielle Kompost-Kits erhältlich.
– Grabe den Komposthaufen regelmäßig um, wenn möglich alle paar Tage, um den Mikroorganismen die darin arbeiten, frischen Sauerstoff zu geben und um die Temperatur in Zentrum des Haufens gleichmäßig zu halten. Es gibt im Fachhandel auch Kompost-Thermometer, mit denen man die Temperaturen bequem messen kann. Wenn die ursprünglichen Bestandteile des Komposthaufens nicht mehr zu identifizieren sind und der Haufen sich abgekühlt hat, ist der Kompost fertig.

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