Baby durch Cannabisüberdosis gestorben?

Vorsicht, CBD-Ziggis!
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USA: 11 Monate altes Baby starb nicht durch Cannabisüberdosis

Sachen gibt’s, die kann es gar nicht geben. Jetzt, wo Cannabis nach und nach entkriminalisiert und legalisiert wird, kommen immer wieder Autoren auf den Plan, die unbedingt versuchen wollen, dem Hanf und seinen Produkten einen negativen Beigeschmack zu verpassen. Schließlich kann es ja nicht angehen, dass eine über Jahrzehnte verteufelte Droge plötzlich rehabilitiert wird. Aber egal, was sie auch anstellen – es wird schwer, zum Beispiel Todesfälle auf eine Cannabisüberdosis zurückzuführen. Das geschah in der zweiten Novemberwoche des Jahres 2017 nämlich schon wieder mal. Zumindest in der Presse.
Ein 11 Monate altes Baby aus dem US-Bundesstaat Colorado ist vor Kurzem gestorben – und zwei Mediziner, Thomas Nappe und Christopher Hoyte, hatten im Magazin Clinical Practice and Cases in Emergency Medicine einen Artikel veröffentlicht, der spekulierte, dass der Tod des kleinen Jungen auf den übermäßigen Marijuanakonsum der Eltern zurückzuführen sein könnte. Hier geht es zum Artikel des Miami Herald, der am 16. November über den Fall berichtete.
Wie das deutsche Wirtschaftsmagazin Business Insider Online vermeldete, hatten die Ärzte im Gespräch mit der Washington Post eingeräumt, dass die Todesursache jedoch nicht sicher sei – und damit den Pressebericht des Miami Herald korrigiert. Kein Wunder, immerhin hat es im Lauf der Menschheitsgeschichte keinen aufgezeichneten Todesfall durch Cannabiskonsum gegeben. Auch jetzt nicht.
Das Baby war an einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) gestorben, eine solche wird aber von Cannabis gar nicht ausgelöst. Auch der deutsche Arzt und Cannabismedizinexperte Dr. Franjo Grotenhermen bestätigte gegenüber unserem Autor, dass Cannabis bzw. THC nicht für eine kardiale Befundverschlechterung bekannt ist.
Thomas Nappe, Chef der toxikologischen Abteilung des St. Luke’s University Health Networks, erklärte gegenüber der Washington Post, dass er nie behauptet habe, dass das Baby definitiv wegen des elterlichen Konsums gestorben sei. Immerhin gebe es, so die Mediziner im Gespräch mit der Washington Post, keine Hinweise auf den Tod durch eine Cannabisüberdosierung. Business Insider Online dazu: “Das Kind habe in ungeregelten Zuständen gelebt — wahrscheinlich durch den elterlichen Drogenkonsum. Weil die Autoren keine anderen Ursachen feststellen konnten, brachten sie den Tod mit Cannabis in Verbindung” (Quelle).
Lest den Artikel des Business Insiders auf http://www.businessinsider.de/aerzte-erklaeren-was-wirklich-hinter-dem-ersten-tod-durch-eine-cannabis-ueberdosis-steckt-2017-11

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