Ethnobotanisches Growing (3): Psychotria viridis

Psychotria viridis – Chakruna, Wilder Kaffee

Psychotria viridis (aus der Familie der Rötegewächse, Rubiaceae) ist ein immergrüner Strauch und stammt aus den tropischen amazonischen Regionen Amerikas. Chakruna gehört zu den wichtigsten entheogenen Ritualgewächsen der Neuen Welt.

Psychotria ist eine in der Pflege als Zimmergewächs eher heikle Pflanze, weshalb sie bei uns nicht allzu häufig in Kultur angetroffen werden kann. Mit dem richtigen Know How aber lässt sich auch diese Pflanze in unseren Gefilden halten – und sogar vermehren.

Samen nutzen

Die Anzucht aus Samen ist eine schwierige Angelegenheit, die aber in Einzelfällen durchaus gelingen mag. Von Hunderten Samenkörnern laufen mitunter nur wenige, an einer Hand abzuzählende Exemplare auf, von denen wiederum nur die wenigsten überleben und zu einer stattlichen Größe heranwachsen. Hier eine Methode zur generativen Vermehrung:

Samen für 24 Stunden in sauberes Wasser einlegen (manche propagieren, die Samen für eine Viertelstunde in Bleichmittellösung einzulegen und anschließend gut abzuspülen. Der Sinn dieser Maßnahme erschließt sich in diesem Fall dem Autor allerdings nicht).

Die Samenkörner in etwa fünf Millimeter Tiefe in ein Anzuchtsubstrat pflanzen, z. B. normale Anzuchterde mit Vermiculit- oder Sandzuschlag. Das Substrat von unten her bewässern und zwar so, dass es komplett durchfeuchtet ist.

Das Ganze, idealerweise in einem Zimmergewächshaus untergebracht, in die Sonne stellen, stets feucht halten und warten. Mit ein wenig Glück laufen nach einigen Wochen (zuweilen dauert das länger als 60 Tage!) wenige der Körner auf und können vorsichtig mithilfe eines Teelöffels o. ä. pikiert werden.

Klone nehmen

Die Vermehrung über Klone ist bei Psychotria deutlich einfacher. Schon ein nur miniaturischer Zweig mit einem bis zwei Blättern ist rasch in der Lage, Wurzelfasern auszubilden.

Dabei wird einfach ein ausreichend großer Steckling von der Mutterpflanze geschnitten (was, wie erwähnt, selbst ein einzelnes Blatt mit ausreichend langem Stiel sein kann) und bei gleichbleibender Zimmertemperatur oder höher in frisches Substrat gepflanzt.

Manche Grower präferieren die Bewurzelung in Wasser unter Zusatz von Wurzelhormonen, obgleich die tatsächlich nicht notwendig sind. Ein in feuchte, durchlässige und nährstoffreiche Erde gesetzter Klon der Psychotria viridis wird sich in aller Regel rasch zu einer eigenständigen Pflanze entwickeln.

Mikroklima schaffen

Idealerweise verschaffen wir unserem Steckling ein Mikroklima, das zur besseren Entwicklung des Klons beitragen wird. Das kann zum Beispiel mit einer Plastiktüte erfolgen, die zunächst gründlich perforiert und dann über die Stecklinge gestülpt wird und als eine Art Gewächshaus fungiert. Übrigens danken schon die Stecklinge der Psychotria täglich mehrfache Vernebelungen.

Psychotria viridis ist sowohl fürs Gewächshaus wie auch als Zimmerpflanze geeignet. Sie verlangt einen schattigen bis halbschattigen Standort, viel Wärme und eine recht hohe Luftfeuchtigkeit, weshalb das Gewächs vorzüglich während der Vegetationsperiode desöfteren kräftig vernebelt werden sollte.

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